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| 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000 - UPDATES | |||||
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| Die Luftschiffrettung des tapfere Musketier Lipski | |||||||||||||||||||||
Hiermit
möchte ich mich bei Bernhard Faßbender für die Überlassung der Geschichte
und |
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April
1915 -
Musketier Lipski wohnte bei Familie der Familie Piel, Venloerstraße
549 in Köln Bickendorf. Er war als Soldat bei den Luftschiffern
am Ossendorfer Weg eingezogen worden. Über Ihn gibt es eine Heldentat zu berichten, die aber durch strengste Pressezensur der Militärs nie richtig an die Öffentlichkeit getreten ist. |
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Am
18.April des Kriegsjahres 1915 wurde das Zeppelin-Luftschiff LZ 37
unter der Leitung von Luftschiffkommandant
Oberleutnant von der Haegen von Gotha zu seinem neuen Einsatzhafen
in Köln am Ossendorfer Weg überführt werden, nachdem
es kurz zuvor in Potsdam fertiggestellt wurde. Das LZ 37
sollte bereits um 14:00 Uhr in Köln sein, - um
16:00 Uhr war es immer noch nicht da. Bedenklich wiegt Schirrmeister
Spickermann
seinen
Kopf hin und her. Leutnant Contzen zu Spickermann: "Die Sache
gefällt
mir nicht. > wir kriegen noch vor Sonnenuntergang einen scharfen
Nordost - Wind <, - und keiner weis wo das Schiff ist." Gerade wo man auf den Weg zur Halle ist, um bei der Ortskommandantur telephonisch nach dem Verbleib von LZ 37 zu forschen, erspäht Maschinenschlosser Hamacher das gesuchte Luftschiff aus Richtung Bergischen Land auf die Stadt Köln zusteuernd. |
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LZ
37 hatte
wegen starker Winde im Rheintal einen Umweg über den Westerwald
und Sieg gewählt. Diesen Umweg nutzte der Kommandant van der Haegen
um zahlreiche Luftaufnahmen seiner Heimatregion aufzunehmen Folgende
Orte nahm er dabei auf Biedenkopf, Hilchenbach, Kredenbach-Lohe
(wo sich das Wohnhaus seiner Stiefschwester
Paula Irle befand), Kreutal, Geisweid, Siegen und zuletzt die
Siegburger Abtei.
Auch hier starke Gegenwinde. Hierdurch entstanden die zwei Stunden Verspätung. |
Danke
für diesen Hinweis und diverse Infos zu LZ 37 an Herrn Dick |
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Spickermann und Contzen stürzen zurück zum Landemast, - Kommandos „Landemannschaft
heraus“ erschallen, und aus den Unterkunftsbaracken rennen die Haltemannschaften.
In Schleifen fahrend kommt das Schiff langsam näher. Aus Ossendorf, - Ehrenfeld,
- Bickendorf, - und Bocklemünd kommen zahlreiche Sonntagsspaziergänger
angelaufen, um dieses Schauspiel zu erleben.
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Das
Schiff ist nun über der Halle, - ...... Haltetaue werden abgeworfen,
- es wird wohl eine glatte Landung werden! Hunderte Hände halten
unter Leitung von Leutnant Contzen das Schiff mit der vorderen Gondel
am Boden fest. Am Schiffsheck steht die Mannschaft unter Leitung von
Schirrmeister Spickermann, - die teils an den Haltegriffen der Hintergondel
und teils noch an Tauen des Landungsankers (dieser wurde im Mai 1991
von Bernhard Faßbender wiedergefunden und vor der Zerstörung
gerettet) Oberleutnant van der Haegen läßt die Motoren abstellen,
und klettert aus der Gondel um von der Luftschiffhalle aus telefonische
Meldung nach Potsdam und zur Kölner Festungskommandantur zu machen.
Es sind ca. 10 Leute der Haltemannschaft als Ballast in das Schiff
geklettert, und haben sich auf dem gesamten Laufsteg verteilt. Plötzlich kommt eine sehr starke Windböe. Laute Schreie und Befehle "Fest - haaaal - ten !“ „Schiff - maaarsch!“ "Rechts – Schwenkt - maaarsch!“ doch weitere Windböen erfassen das Schiff auf der Breitseite, die noch wesentlich stärker sind, und immer weitere stärkere folgen. |
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Landemanöver
eines Luftschiffs in Köln-Bickendorf. Die Haltemannschaft nimmt die Halteleinen in Empfang. |
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Doch
das LZ - 37 zieht und schleift alles mit was an Haltemannschaften vorhanden
ist. ( Länge des LZ - 37: 161,40 Meter, Durchmesser 16,00 Meter bei 22.500 m³ Inhalt) Weiter zieht das Luftschiff die Mannschaft in Richtung der heutigen Bodenheimerstraße. Dort befand sich damals noch eine Kiesgrube. Dort unten 10 Meter tiefer befindet sich Grundwasser. Über diese Grube drückt das Luftschiff seinen Bug, - und die vorderen Mannschaften haben keinen Boden unter den Füßen, und stürzen in das Wasser. Jetzt ging das Drama erst richtig los. Erleichtert von den Mannschaften steigt die Bugspitze hoch, knallt gegen das Dach einer alten ehemaligen Ziegelei. Durch diesen Aufprall wird das ganze Luftschiff durchgeschüttelt und die hintere Gondel schlägt auf den Boden. Gestänge aber auch der Propeller zerbricht. Die letzten Mannschaften unter Ihnen Leutnant Contzen werden aus der vorderen Gondel geschleudert, andere an den Seilen hängende Personen fallen herunter. Teilweise fallen Sie über 20 Meter tief. Es gibt Verletzte, andere stürzen ins Grubenwasser. Die letzte hintere Halteleine mit dem Anker wird aus dem Gerippe des Zeppelin gerissen. Nun treibt das Luftschiff mit gedrosselten Motoren, - Führerlos, - die Hintergondel schwer beschädigt, - ebenso die Bugspitze. Hinten im Heck gibt es keine Haltetaue mehr. Lediglich die zehn Ballast – Männer in dem Laufsteg sind noch an Bord ........ja .... allen droht ein weiterer Schreck, - denn da hängt noch eine Person am Halteseil, - frei in der Luft und zappelt mit den Beinen. Ein Herunterfallen bedeutet den sicheren Tod. Es ist Lipski der als Ersatzrekrut aus Ostpreußen, - im Ruhrgebiet als Bergmann arbeitete. Nach drei vergeblichen Kletterversuchen vom baumelnden Seil in die Gondel zu klettern scheitern. |
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Seine Überlebenschancen
werden immer geringer. Dann endlich unter den Schreien der Zuschauer
gelingt der vierte Rettungsversuch, und er kann sich selber in die Gondel
ziehen. Halb ohnmächtig vor Überanstrengung kann er sich kurzzeitig
ausruhen. Doch nun, was ist zu machen. Er hat einmal zugeschaut wie ein
Zeppelin - Motor mittels Luftdruckpumpe gestartet wurde. Nach wenigen
Versuchen gelingt Ihm der Motorstart, aber der Propeller ist zerstört.
Also Versuch zwecklos. Auch hatte man den Soldaten die Führergondel
gezeigt, und welche Hebel der Steuermann betätigte. Nach wenigen Versuchen gelingt Ihm der Motorstart, aber der Propeller ist zerstört. Also Versuch zwecklos. Auch hatte man den Soldaten die Führergondel gezeigt, und welche Hebel der Steuermann betätigte. Oberleutnant van der Haegen wird durch das Geschrei der Leute erst auf das Drama aufmerksam gemacht. Er kann nicht mehr eingreifen. Sofort läßt er den Fahrzeugpark des Flugplatzes Köln Butzweilerhof anrollen, um die Verfolgung aufzunehmen. Zwischenzeitlich klettert Lipski aus der hinteren Gondel auf den Laufsteg wo die zehn Ballastmänner stehen und entsetzt ihrem Schicksal entgegen harren und läuft zur vorderen Gondel. Auch hier gelingt es ihm den Motor anzuwerfen und die Luftschraube drehte sich. Jetzt zurück zur Steuerung, wo er immer wieder versucht, den richtigen Hebel zu ziehen, damit eine Rückfahrt zur Halle möglich würde. Das Schiff befindet sich mittlerweile weit über der Südstadt Kölns. In großen Schleifen versucht er Richtung Ehrenfeld zu kommen, wo aber als Gefahrenpunkte hohe Fabrik Schornsteine warten. Endlich ist Ossendorf, - der Ossendorfer Weg und damit auch der Landeplatz erreicht. Erste Mannschaften aber auch Zivilisten werden als Helfer herangeholt. Mannschaften klettern über Seile nach oben in den Rumpf um Ballast in das Schiff zu bringen, und drücken es so herunter. Oberleutnant van der Haegen gelingt den Einstieg in die vordere Gondel zu Lipski und stellt die Motoren ab. Trotz erneuten starken Windböen gelingt jetzt die Bergung und wird an den Laufkatzen befestigt und kann mit diesen in die Halle gezogen werden. |
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Führer
von LZ 37 Olt Otto van der Haegen |
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LZ 37 wird in die Kölner Luftschiffhalle
gezogen. |
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Doch
auf einmal ein infernalisches Geräusch, Stoffbahnen reißen
und das Luftschiff bricht in der Rumpfmitte auseinander. Das Wunder
war vollbracht. LZ 37 war mit gebrochenem Gerippe über eine Stunde über Köln
gefahren. |
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Was
geschah mit dem Musketier Lipski? |
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Unteroffizier Lipski
wird zur Front zu einer Luftschiff Einheit in Flandern versetzt. Dort
findet er wenige Tage nach dem Verlust von LZ 37 den Soldatentod. |
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LZ
37 wurde in Köln repariert und zu einer Angriffsfahrt gegen England
gestartet. Oberleutnant van der Haegen führte das Schiff. Es wird
abgeschossen wobei die gesamte Besatzung bis auf Steuermann Mühler
den Tod fanden. |
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LZ 37 startet zu einer neuen Fahrt vom
Luftschiffhafen Cöln |
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