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| 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000 - UPDATES | |||||
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| Der Erweiterungsbau Flughafen Köln Butzweilerhof 1936 | |||||||||||||||||||||
![]() Nachdem in Köln aus einer preussischen Fliegerstation (Baujahr 1912-1913) ein provisorischer, aber effektiver Flughafen (Bild rechts) erbaut wurde, mußte wegen des rasanten Aufschwungs der Luftfahrt innerhalb von 10 Jahren ein Erweiterungsbau für den Flughafen Köln Butzweilerhof errichtet werden. Aber nicht nur in Köln, sondern im gesamten deutschen Gebiet begann eine rege Bautätigkeit um den zunehmenden Flugverkehr bewältigen zu können. Lesen Sie hierzu auch das Kapitel "Flughafengebäude der 20er und 30er Jahre in Deutschland". Bitte bewegen Sie den Cursor über das Bild um eine Erklärung der einzelnen Gebäude zu bekommen. Für diesen Nebau konnte man die Erfahrungen nutzen die bisher in den alten Provisorien gesammelt wurden. So begannen, unter der Leitung des Hochbauamtes der Stadt Köln, die Baumaßnahmen für den zukünftigen Flughafenkomplex am 23. April 1935. Zu den Bauarbeitern gehörten vor allem ca. 1100 Arbeitslose. |
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Rechts:
Das Gebäude wurde vom Kölner Stadtbaurat Professor Hans Mehrtens entworfen. Der Adler in blauer Basaltlava wurde von Willi Meller gestaltet. |
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Links: |
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Rechts: |
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Der
Bau des Rollfeldes direkt vor dem Neubau.
Im Hintergrund die Riesenflugzeughalle und rechts davon die Halle III. |
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Auf
diesem Foto wird die Stahlkonstruktion eingebaut in der die Rolltore
aufgehängt werden.
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Die Architektur des
Neubaus orientierte sich an der neuen Sachlichkeit - dem Bauhausstil.
Bei der technischen Planung des Flughafens wurde im Gegensatz dazu
"Neuland betreten". Die früheren Rasenflächen, aus denen dann
die ersten Flughäfen entstanden, kamen für die neuen
schwereren Flugzeuge nicht mehr in Frage. Passagiere sollten nicht mehr
über möglicherweise morastige Grasflächen zu den
Maschinen kommen, sondern bequem zwischen Flugzeug und
Abfertigungsgebäude verkehren können. |
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Auf
diesem Bild sind deutlich die zukünftigen Werkstätten sowie,
im Hintergrund, der Rohbau des Turms der Luftaufsicht zu sehen. Auf der
rechten Seite fehlen noch die Gebäude des Betriebshofs mit den
Garagen der Flughafenfeuerwehr.
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Bei
den Renovierungsarbeiten fand ich in einer verputzten Wand neben dem
Eingang das hier abgebildete Vogelnest. Da die Wand vorher verschlossen
war, vermute ich, dass ein Vogel 1935 das Nest gebaut hat als die Halle
im Rohbau stand. Da das Nest leer war, wurde der Vogel wahrscheinlich
vertrieben bevor Eier gelegt werden konnten. Auf jeden Fall war das
leere Nest 68 Jahre in der Wand verborgen.
Für ein mögliches Flughafenmuseum habe ich es vorsichtig aus der Wand genommen und mit anderen schönen Fundstücken aus dem Gebäude in einer Kiste aufbewahrt. Leider wurde diese Kiste mit Inhalt aber aus Versehen weggeschmissen. |
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Das
Empfangsgebäude des Butzweilerhofs besteht aus einer großen
Halle mit anschließender Gepäck- und Zollabfertigung. Der in
Köln ankommende Fluggast sah aus der Empfangshalle durch ein
breites Eingangstor, das vom Kölner Kunstschmied
Carl Wyland
gestaltet wurde, direkt auf den Kölner Dom und bekam so einen
ersten Eindruck der Domstadt. In der Empfangshalle befanden sich
Glasvitrinen in denen Kölner Firmen mit ihren Produkten Werbung
betrieben.
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Flugpassagiere
wurden, wenn sie aus der Stadt kamen, von einem großen Adler aus
Basaltlava empfangen. Dieser Adler wurde von Willi Meller aus blauer
Basaltlava geschaffen. Unter dem Adler befinden sich drei Kronen die
für die Stadt Köln stehen. Während des III.Reichs war an
diesem Hauptportal kein Hakenkreuz befestigt.Der einzige "Schmuck" bestand aus Hakenkreuzfahnen die an Fahnenmasten vor dem Hauptportal aufgestellt waren. |
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Direkt
vor dem Hauptportal befand sich der Parkplatz des Flughafen Köln
Butzweilerhof. Somit waren damals noch kurze Wege bis zur Gepäckabgabe
möglich.Wenn Sie den Cursor über das Bild bewegen, sehen Sie die schönen alten Wagen der 30er Jahre. Zusätzlich konnten die Passagiere und Besucher des Flughafens per Bus anreisen. Diese Buslinie begann am Hauptbahnhof und endete direkt vor dem Hauptgebäude des Flughafen. |
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Jeweils
rechts und links des Hauptportals befanden sich große
Messingleuchten die auf Eckkonsolen aus Basaltlava montiert waren.
Diese Leuchten wurden nach dem Krieg von einem amerikanischen Offizier
"beschlagnahmt".
Die Basaltlava wurde im gesamten Besucherbereich zur Einrahmung der Fenster und Türen benutzt. Im Innenbereich wurde diese dunkle Einrahmung mit geschliffenen Schieferplatten fortgesetzt. Alle Metallelemente am Gebäude, wie z. B. der Schriftzug "KÖLN", die Messinglampen am Hauptportal und kleine Verzierungen am Eingangstor wurden goldfarben gehalten. |
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Der
neue Flughafen Butzweilerhof im Jahr der Eröffnung 1936.![]() Hier der Butzweilerhof auf einer Postkarte die zur Eröffnung ausgegeben wurde. Diese bekannte Ansicht von Hugo Schmölz aufgenommen. Noch fehlt die abseits stehende Halle 2 hinter der Halle 1. Um auch hier eine Beschreibung der Gebäude zu bekommen bewegen Sie bitten den Cursor über das Bild. |
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![]() Der ehemalige Flughafen Köln Butzweilerhof im Sommer 2011. |
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Links: Im
Süd-Westen wurde neben dem Restaurantbereich eine große
Tribüne aufgebaut um den interessierten Zuschauern einen etwas
höher gelegenenen Aussichtspunkt zu bieten. Hinter der
Tribüne befanden sich Zuschauertoiletten und darauf montiert ein
großer Suchscheinwerfer.
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Bitte bewegen Sie auch hier den Cursor über
das Foto um eine Erklärung der einzelnen Bereiche zu bekommen.
Die Bäume, die auf dem linken Foto im Hintergrund zu sehen sind, stehen noch heute. |
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Luftbild
des Restaurant und Cafes Weißenfeld ,
rechts die Zuschauertribüne des Butzweilerhofs |
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![]() Rechts: Das Obergeschoss des Flughafen Köln Butzweilerhof in dem die Flughafenleitung arbeitete. Zur Stadt hin waren Zimmer eingerichtet in denen Piloten übernachten konnten die entweder mit der letzten Maschine "rein kamen" oder morgens die erste Maschine flogen. Bitte bewegen Sie den Cursor über das Bild um mehr über die Belegung der Räume zu erfahren. |
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Der
Verwaltungstrakt in dem die Luftfahrtgesellschaften Lufthansa, Air
France, Imperial Airways und die Sabena) sowie, über der Empfangshalle, die Flughafenleitung
untergebracht waren.
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![]() Diese Zeichen ließ das Pächterehepaar Weissenfeld des Flughafenrestaurants auf die Postkarten aufdrucken. |
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Bitte bewegen Sie den Cursor über das Bild. Die Ansicht des Flughafeneingangs wie er sich den Passagieren zeigte. Vom Restaurant und vom Cafe aus konnten Gäste die ankommenden Flugpassagiere sowie den Betrieb auf dem modernen Flughafen Köln Butzweilerhof beobachten. Sicherheitsbereiche, wie heute allgemein üblich, gab es noch nicht. Auch die Flugzeuge standen unmittelbar vor dem Gebäude. Wodurch die Fluggäste sehr schnell abgefertigt werden konnten. |
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Dieses Restaurant
bestand von 1936 bis Kriegsbeginn 1939. |
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Hier
links sehen Sie den rechten Flügel des Flughafengebäudes. Der graue
Bereich unten zeigt die Terasse des Cafes. Der rote Bereich war das Cafe
zu dem auch die Terasse gehörte. Der Pächter des Restaurants, das Ehepaar
Weißenfeld, lebte in der 3-Zimmer-Wohnung auf der Stadtseite. Hier mit
blauem Bodenbelag eingezeichnet.Der grüne Bereich auf der linken Seite der 3D-Grafik zeigt im vorderen Bereich die Büros der Flughafengeschäftsleitung. Der hintere Bereich, hier nicht mehr im Bild, war Piloten vorbehalten die mit der letzten Maschine "rein kamen" bzw. für die ersten die Flüge am Morgen eingeteilt waren. Bitte bewegen Sie den Cursor über die Grafik um Erklärungen zu den einzelnen Räumen zu lesen. ![]() Im Parterre war ein Restaurant eingerichtet in dem es, neben dem Restaurantbetrieb, auch einen Wartesaal (links vorne) für die Fluggäste. Ausgekleidet war dieser Kaffeeraum mit Wandvertäfelungen aus Holz. Der Fußboden bestand aus Holzparkett. Für eine Erklärung der einzelnen Bereiche bewegen Sie bitten den Cursor über die Grafik. |
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![]() Das schmale aber langezogene Cafe zog sich über das gesamte oberen Stockwerk des Gaststättentrakt hin. Durch die großen Fenster ließ sich so der Flugbetrieb auch aus der "zweiten" Reihe gut beobachten. |
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![]() So konnten die Gäste die Aussicht von der Terasse des Flughafen-Cafes genießen. Bei einer Tasse Kaffee konnte der Flugbetrieb auf dem gesamten Flughafengelände beobachtet werden. Hier beobachten die Gäste des Cafes die Abfertigung der Junkers Ju 90 V3 D-AURE "Bayern" - ehemalige "Württemberg" WNr. 4915. Über eine Lautsprecheranlage wurden die Besucher über den Flugbetrieb, die Ziele bzw. Herkunftsorte der abfliegenden und ankommenden Maschinen und machmal auch über besondere Fluggäste informiert. Um die Lautsprecher zu sehen, bewegen Sie bitten den Cursor über das Bild auf der rechten Seite. |
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![]() Bitte bewegen Sie den Cursor über das Bild um eine Erklärung der umliegenden Gebäude zu lesen. Hier stehen die beiden britischen Flugzeuge vom Typ deHavilland DH.86 Express "Denebola" G-ADUI und "Danae" G-ADUG ![]() Auf der rechten Seite, hier wahrscheinlich noch im Bau, die Besucherterasse. Durch die Tür gelangten die Kölner von der Stadtseite auf die Tribüne um sich von dort den Flugbetrieb anzugucken. Eine Absperrung zum Vor- oder Rollfeld, wie heute üblich ist, gab es damals nicht. |
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![]() Zwischen den beiden Zuggängen zum Vorfeld konnte die Passagiere, die alle Formalitäten erledigt hatten, auf den Aufruf Ihre Flüge warten. Anhand der relativ wenig vorhandenen Sitzgelegenheiten läßt sich erahnen, wie groß die Anzahl der Passagiere damals war. Vor der Empfangshalle des Flughafens steht eine Junkers Ju-86. Wahrscheinlich handelt es sich hier um die Maschine mit der Zulassungsnummer D-AKEN. Diese Maschine wurde im Februar 1937 zugelassen, stürzte aber bereits im Oktober 1937 ab. Somit muß diese Aufnahme zwischen Februar und Oktober 1937 gemacht worden sein. |
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Rechts: Die Ju 52/3m
entwickelte sich ab 1932 zum Standartreiseflugzeugen der Lufthansa AG.
Noch heute wird sie als Traditionsflugzeug der Lufthansa geflogen und
erregt auch durch ihr angenehmes Motorengeräusch Aufmerksamkeit.
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Links: Die
JU 52/3m D-ABIZ "Erich Albrecht" vor der Besucherterasse des Flughafens
Köln Butzweilerhof. Bei dieser Position dürfte es sich aber nur um eine Parkposition gehandelt haben. Vielleicht wurde die Maschine dort auch nur für das Foto abgestellt. Wie sich an dieser Stelle der Luftstrom von ca. 3 x 650 PS auf Geschirr, Sonnenschirme, Tischtücher, Kuchen, Schlagsahne, Kaffee und natürlich die Cafebesucher ausgewirkt haben dürfte, kann sich jeder selber ausmalen...... |
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Diese
Postkarte zeigt das Cafe bzw. Restaurant im Sommer.
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Hier
das einzige bekannte Farbfoto des Butzweilerhofs das vor dem Krieg
entstanden ist. Dabei handelt es sich um eine Postkarte die der
Betreiber des Flughafenrestaurants drucken ließ. Während des
Krieges diente das Restaurant als Kantine der Luftwaffenwerft. An diese
Kantine erinnern sich Veteranen noch heute sehr gerne wegen der guten
Qualität der Speisen. Im Keller des Restaurant gab es, nur
für Flughafenangehörige und besonders geladenen Gäste,
eine eigene Bar - der sogenannte "Heldenkeller".
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Der
Blick aus der Empfangshalle auf das Vorfeld.
Im Hintergrund die D-AURE "Bayern" eine Ju 90, das damals größte Passagierflugzeug Deutschlands für 40 Passagiere. Rechts die G-ADUH "Dryad" eine de Havilland DH86 der Imperial Airways. Diese Maschine wurde 1936 verkauft. Deshalb ist dieses Bild wahrscheinlich kurz nach der Eröffnung der neuen Flughafengebäude (25. Juli 1936) gemacht worden. |
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| Der Betriebshof wurde sowohl als
Garagenplatz, als auch als Lagerraum der einzelnen internationalen
Fluglinien genutzt. Im hinteren Bereich des Betriebshofs lag die
Tankstelle für die Betriebsfahrzeuge. In den Garagen, die zum
Flugfeld lagen, waren die Fahrzeuge der Flughafenfeuer untergebracht.
Vom Betriebshof aus gab es einen direkten Zugang vom Betriebshof zur
Halle1. Die Halle 1 war für insgesamt fünf Luftfahrzeuge von
der Größe einer Ju 52 ausgelegt. Im Osten dieser Halle lag der Turm der Luftaufsicht, der auch den technischen Bereich bzw. die technische Einsatzsteuerung beherbergte. Von dort konnte man duch große Bullaugen in die Halle gucken. Eine breite Treppe führt von der ersten Etage direkt in die Halle. Auf der Rückseite der Halle befanden sich Werkstätten für die einzelnen Fachgruppen. |
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Der Turm der Luftaufsicht hatte an
der Vorderseite statt normaler Fenster breite Glasbänder. Auf dem
Turm befand sich ein Glasaufbau der dem Flugsicherheitspersonal eine
sehr gute Rundumsicht auf anfliegende Maschinen ermöglichte. Im
September 1939, zu Beginn des Krieges, fürchtete man bei einem
Bombennahtreffer, dass die ganze Glaspracht zerstört werden
würde. Schließlich waren schon damals Flughäfen
bevorzugte strategische Ziele. Außerdem lag Köln, und somit
der Butzweilerhof, sehr nahe an der westlichen Front und im Bereich der
britischen Bomber. Aus diesem Grund wurde die gläserne Pracht
abgebaut und in einem Schuppen am Westfriedhof zwischengelagert. Im
November 1939 brach dort ein Feuer aus. Bei diesem Feuer handelte es
sich um einen normalen Betriebsunfall, der nichts mit dem Krieg zu
tun hatte. Durch das heiße Feuer und das kalte Löschwasser
war der Stolz des Butzweilerhofs leider schnell zerstört.
Ironischerweise hat dieser neue Teil des Butzweilerhofs nie einen
Bombentreffer erhalten, obwohl die englische Einsatzplanung genau
wußte wo sich die Gebäude befanden. Auch
nach einem direkten Luftangriff auf den Butzweilerhof am 10. November 1944
blieb der Flughafen unbeschädigt. Sogar die hohen Fenster gingen während der vielen Angriffe nicht zu Bruch und waren noch weit in den 50er Jahren in Ordnung. Diese Fenster im Restaurant, der Eingangshalle und dem Gepäck- bzw. Zollbereich wurden im Krieg nie zugemauert. Im Gegensatz dazu wurde der "alte" Teil des Butzweilerhofs, also die ehemalige Fliegerstation, durch Bomben vollständig zerstört. Die Trümmer wurden wahrscheinlich abgeräumt als die Royal Air Force den Butzweilerhof belegte und an dieser Stelle Unterkunftsgebäude errichtete. |
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Wie schon in den alten Flughafengebäuden befand sich auch im "Neubau" im Keller ein Badezimmer sowie ein Entlausungsraum. Dieser Einrichtung hatte folgende Zweck: Die ersten Passagiermaschinen waren, wenn überhaupt, nur sehr schwach beheizt. Besonders im Winter bei großer Flughöhe, konnte so der Flug sehr kalt und ungemütlich werden. Möglicherweise hätten sich Passagiere auch Erkältungen zuziehen können. Damit diese natürlich nicht passierte, gab die jeweilige Fluglinie im Bedarfsfall Pelzmäntel aus. Allerdings waren damals Läuse ein großes Problem. Da man nicht wußte wieviel Läuse sich vom vorherigen Passagier eingenistet hatten, wurden die Pelzmäntel regelmäßig entlaust. Dies geschah in einem mit Fliesen ausgekachelten Raum, der mit einer doppelten Schutztüre hermetisch abgeschlossen wurde und in den wahrscheinlich ein Schädlingsbekämpfungsmittel eingeleitet wurde. Die Bekämpfung mit Pulver ist unwahrscheinlich, da man dieses Pulver nicht rückstandsfrei aus den Pelzmänteln entfernen konnte. Wahrscheinlich wurde Stickstoff verwendet. Wenn dieser Entlausungsraum durch die Renovierungsarbeiten nicht zerstört wurde, könnte es sich um den letzten noch intakten Entlausungsraum eines Flughafens in Deutschland handeln. |
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Schon
1937 war die erste Erweiterung fällig. Das Rollfeld wurde
erweitert. Vor der Halle 1 wurde das Rollfeld begradigt wodurch die
Platte fast rechteckig wurde. Diese Naht kann man noch heute deutlich
sehen.
Um diese Betonnaht besser zu sehen, bewegen Sie bitte den Cursor über das Satellitenfoto von 2003. Der Vorbau nördlich der Halle 1 wurde in den 50er oder 60er Jahren gebaut und gehört nicht zum historischen Teil des Butzweilerhofs. Dieser Vorbau wurde im Rahmen der Restaurierungsarbeiten 2009 abgerissen. Hier unten ein Übersichtsplan von 1936. Deutlich ist zu sehen, dass das Rollfeld noch relativ klein ist. |
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Satfoto
2003 der historischen Gebäude des Butz
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Links: |
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![]() Um eine komfortable Anreise zu gewährleisten, wurde auch eine schnellere Verkehrsanbindung zum Hauptbahnhof ausgebaut. Ein Linienbus fuhr im 20 Minuten-Takt vom Hauptbahnhof Köln zum Hauptportal des Butzweilerhofs. |
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Für
Sonntag den 26. Juli 1936 war dann die Einweihung geplant - oder doch
nicht?
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Leider
ist nichts über die Gäste, deren Reden oder einem Programm bekannt.
Mit großer Wahrscheinlichkeit war der Kölner Oberbürgermeister
Günter Riesen, die Flughafendirektion, Vertreter der Verwaltung,
der Lufthansa und vielleicht der anderen Luftfahrtgesellschaften
eingeladen. Da es sich bei dem 25.Juli 1936 um einen Samstag handelte,
gab es vielleicht ein Programm oder sogar einen Flugtag für die
Kölner. Schließlich hatte der Butzweilerhof eine sehr aktive
Luftsportgruppe. Vielleicht gab es auch eine Musikkapelle, Flugzeuge
die besichtigt werden konnten und andere Attraktionen. Aber leider ist
darüber nichts bekannt.
Hier die 1. Wetterkarte die zur Eröffnung des Butzweilerhofs heraus gegeben wurde. |
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| Die Flugzeughalle 2 | |||||||||||||||||||||
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Um
dem steigenden Bedarf an Unterstellmöglichkeit für Flugzeuge
nachzukommen wurde 1940 die Halle 2 gebaut. Auf dem linken Bild ist der
Platz zu sehen auf dem später die Halle 2 entstehen wird. Neben
einer größeren Hallenfläche war dieses Gebäude mit
einem zweistöckigen Verwaltungsbau umgeben. Zusätzlich zu den
obligatorischen Büros waren dort auch Vortragsräume und
Werkstätten vorhanden. Die Halle 2 hat eine Fläche von 69,2 x
35,8 Metern.
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Um
den freien Bauplatz zu sehen bewegen Sie bitte den Cursor über das
Bild.
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Die
Halle 2 im Sommer 2003 aus der gleichen Richtung wie die neben
stehenden Fotos aufgenommen. Bei den Schiebetoren handelt es sich, im
Gegensatz zu den Aluminiumtoren der Halle 1, um die originalen Tore.
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Hier
eine Beschwerde an den Flughafen vom 6.6.1939Auf einer Postkarte beschwert sich ein Schwerkriegsbeschädigter: An die Direktion des „Flughafens“ K – Bocklemünd Longerich: „Notiz von Lebenden für unsere Toten!“ „Die Störungen der Fliegerei über unseren Friedhöfen, wo unsere Toten still ruhen sollten, nimmt dermaßen zu, dass vorerst an Sie diese 1. Notiz erfolgt! Namentlich der Nordfriedhof ist in starke Mitleidenschaft gezogen. Heil Hitler (Ein Schwerkriegbeschädigter) 6.6.39 Anm: Drei Monate später beginnt der (Luft-)Krieg... |
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