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     1940 - 1949   Europa versinkt im Krieg

   
Luftwaffenhelfer Köln
  Zwangsarbeitslager
Militärflugplatz Butzweilerhof
 
                                         
                                         
 
 
                                         
Bau der Horten V in Köln Ostheim   Das Fort der Luftwaffe
Fort IV
  Zeitzeugenbericht 30. Mai 1942
1. schwere Luftangriff auf Köln
                                         
                                         
   
Der Flughafen Köln Butzweilerhof
   
                                         
    Der geplante Ausbau des Butzweilerhof
nach 1945
   
                                         

 
Die Chronik der Kölner Luftfahrt
von Heribert Suntrop

                                         
Keine Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
Quellenangaben können gerne bei mir erfragt werden.
     
                               
Diese Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop.
Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt.

 
 
1940-01-00
Die seit dem 1939-04-11 auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof liegenden Teile des Bodenpersonals der I./JG 21 werden nach München-Gladbach zum Gruppenstab verlegt.
   
 
1940-01-00

Vom Feldflughafen Rheinbach/Eifel wird die I./JG 77 mit ihren Messerschmitt Bf 109 unter dem Kommandeur Hauptmann Johannes Janke auf dem Landweg nach Wahn verlegt.
Der Platz in Rheinbach ist mit meterhohen Schneemassen zugedeckt.
Alle Flugzeuge werden abmontiert und mit Lastwagen nach Wahn gebracht.
Nach Wiedermontage in kürzester Zeit ist die I./JG 77 wieder einsatzklar und kann - gemäß ihrem Auftrag - laufend wieder zu Alarmstarts und Übungsflügen an der französisch-belgischen Grenze eingesetzt werden.
Die Gruppe bleibt in Wahn bis Mai 1940. 

Der Geschwaderstab JG77 unter dem Kommodore Oberst v. Manteuffel und die II./JG 77 unter dem Kommandeur Haupmann Lützow liegen in Bonn-Hangelar.

 
 
1940-01-09
Auf den beiden Kölner Flugplätzen treffen zerlegte Lastensegler für das strenggeheime Unternehmen der „Sturmabteilung Koch“ ein 1939-11-00.

Die Lastensegler vom Typ Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug, DFS 230, werden von Hildesheim in drei Kolonnen (mit 60 Lkw) auf dem Landweg in Möbelwagen (Rümpfe) und in mit Planen abgedeckte Wagen (Tragflächen) befördert.

Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof werden elf Lastensegler und in Köln-Ostheim neunzehn Lastensegler entladen.
Unter strengster Abschirmung werden die Lastwagen entladen und vom Fallschirmjäger (Fj.)-Vorkommandos *) in die mit Stacheldraht und elektrischen Zäunen gesicherten Hallen verbracht und dort sofort aufgebaut.

Auf dem Butzweilerhof geschieht dies in der (noch halben) Halle I auf dem alten Flughafengelände. In dieses Gelände hat sogar das Personal der Flughafenkommandantur kein Zutritt; man sieht nur die vielen Wachsoldaten, die um die Halle patroullieren.

Die abgesperrten Teile der Einsatzhäfen Butzweilerhof und Ostheim erhielten die Tarnbezeichnung „Silberfuchsfarm“ und „Pelztierfarm“.

*) Führer des Fallschirmjäger (Fj.)-Vorkommandos Butzweilerhof und Ostheim ist Leutnant Schacht.
Die Soldaten des Vorkommandos sind in der Kaserne in Köln-Dellbrück untergebracht.

 
 
1940-01-12
Major Reeps gibt an die Luftflotte 2 die Meldung, daß die an den Vortagen eingetroffenen Lastensegler aufgerüstet sind.
 
 
1940-01-16
Major Reeps (1940-01-12) übergibt die 30 aufgerüsteten Lastensegler in Köln-Ostheim und auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof an den Chef des Fallschirmjäger (Fj.)-Vorkommandos, Leutnant Schacht.
 
 
1940-01-25
Zum Flugplatz Köln Butzweilerhof verlegt die ab -01-13 auf dem Flugplatz Gymnich liegende I./LG 2 mit ihren Messerschmitt Bf 109 (D oder E?).
Kommandeur dieser Einheit ist Hauptmann Hanns Trübenbach.
In der Halle 2 sind Messerschmitt Bf 109E untergebracht.

Die Verlegung am -02-28 erfolgt nach Stade und von dort weiter am 1940-03-03/02 nach Westerland, wo die vorläufige Unterstellung unter JG 1, Kommodore Schuhmacher erfolgt.
Anm: Geschwaderbefehl Nr. 24 bei JG 1: „Die Kunstflugstaffel der Luftwaffe ist endgültig für die Dauer
des Krieges aufgelöst.“ Trübenbach war der erste und letzte Chef dieser Staffel.
 
 
1940-02-00
Der Kölner Flugkapitän der Deutschen Lufthansa, DLH, Anton Weigand, der im 1939-08-00 zur Luftwaffe einberufen wurde, wird wieder für den Luftverkehr freigestellt.
Sein Einsatz erfolgt nun auf dem Balkan.
 
 
1940-02-28
Der Oberbefehlshaber der Deutschen Luftwaffe, Generalfeldmarschall Hermann Göring, landet mit der Junkers Ju/3m „Manfred von Richthofen II“ auf dem Fliegerhorst in Köln-Ostheim.
Görings Maschine ist die Junkers Ju 52/3m ge, Werknr. 4066, mit dem Stammkennzeichen GC+AE der RLM-Flugbereitschaft.
 
 
1940-03-00
Auf dem Fliegerhorst Wahn liegt die 5.(F)/122.
Diese Einheit wurde im Oktober 1939 aufgestellt.
Sie ist zunächst mit der Dornier Do 17P, dann kurze Zeit später mit der Heinkel He 111P ausgerüstet.
Ihr Staffelkapitän ist Hauptmann Boehm.
 
 
1940-03-12
Die 5. Staffel (F)/Aufklärungsgruppe 122 in Wahn, unter Staffelkapitän Hauptmann Boehm ?, veranstaltet um 18 Uhr in der Kantine 1 einen Staffelabend.
Geladen wird auch der Fliegerhorstkommandant Major Adolf Schellenberg.
 
 
1940-03-31
Auf der Wahner Heide startet eine Dornier Do 17 zur Fernaufklärung über Frankreich. Sie erreicht nicht die erforderliche Höhe, um die Hügelkette des südlichen Platzes überfliegen zu können. In der Nähe des Moltketurmes bekommt die Maschine Bodenberührung, stürzt ab und verbrennt. Der Pilot wird schwer verwundet, der Beobachter, ein Hauptmann, wird getötet. Der Bordfunker bleibt unverletzt.
Die Porzer Feuerwehr, gegen 0.45 Uhr alarmiert, kommt mit ihrem Großgerät wegen der schwierigen Geländeverhältnisse an die Absturzstelle nicht heran. Der große Schaumlöschwagen der Luftwaffe bleibt im Sumpf stecken.
 
 
1940-04-01
Hauptmann Koch, der Führer des Gesamtunternehmens „Sturmabteilung Koch“ („SA Koch“) ?1940-05-10, inspiziert die beiden Einsatzplätze Köln-Ostheim und Köln Butzweilerhof sowie den Scheinwerferzug Thurm.
 
 
1940-00-00
Nähert man sich auf dem letzten Stück der von Köln kommenden Flughafenstraße (jetzt: Ikarosstraße) dem Vorplatz der Flughafenanlage Köln Butzweilerhof, so befindet sich links auf dem Feld eine neuerbaute Scheune, unter der einige Junkers Ju 87 „Stuka“ abgestellt sind.

Die Benutzer der Militärringstraße, im nordwestlichen Bereich des Flughafens, bemerken, daß vom Flugfeld zur Straße und auf der anderen Seite von der Straße weg in die dortigen weiträumigen Wald- und Wiesenstücken Zufahrtswege aus Beton angelegt sind, über die man Jagdmaschinen Messerschmitt Bf 109 schiebt.
Die Maschinen stehen an den Waldrändern, gut getarnt unter den Bäumen, abgestellt 1940-04-00 seit.

Zu bestimmten Zeiten lassen Luftwaffen-Soldaten auf dem Vorplatz des Flughafengebäudes -auf einer der dort befindlichen Verkehrsinseln, auf der eine kleine Wetterstation aufgebaut ist- Wetterballons aufsteigen.

 
 
1940-04-00
Zum Schutz der während des Krieges auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof stationierten Jagdflugzeuge werden am Escherweg und an den zum Nüssenberger Wäldchen führenden Wegen sog. Splitterboxen angelegt, die aus Erdwällen bestehen und mit Tarnnetzen überzogen sind.
 
 
1940-04-04
Auf der südlichen Wahner Heide stürzt ein einmotoriges Flugzeug, offenbar eine Messerschmitt Bf 109, ab.
Während der Pilot sich rechtzeitig retten kann, wird die Maschine vernichtet.
Das Flugzeug gehört wahrscheinlich zur „Haifisch-Gruppe“ (II./ZG 76?=Bf 110!)
 
 
1940-04-07
Eine englische Aufklärungsmaschine vom Typ Supermarine „Spitfire“ überfliegt in großer Höhe Köln und macht Aufnahmen von den Flugplätzen Köln-Ostheim und Köln Butzweilerhof.

Ein britisches Aufklärungsflugzeug fliegt von Nordwesten Köln an und macht Luftaufnahmen (Nr. 01360 u. 01362: Auslösung über Weiler und dem Bilderstöckchen).
Diese zeigen das Gebiet von südlich Thenhoven bis zur Bastei und von westlich Auweiler bis östlich Fühlingen (im Norden) und von Bickendorf bis Stammheim (im Süden): ein Gebiet von ca. 14 km mal 13,5 km.

 
 
1940-04-09
Auf den Einsatzplätzen der „Sturmabteilung Koch“, Köln-Ostheim und Köln Butzweilerhof, werden Stahlhelme für die Fallschirmjäger mit einer neuen Tarnfarbe gestrichen.
 
 
1940-04-10
Hauptmann Koch, Führer des Gesamtunternehmens der „Sturmabteilung Koch“ („SA Koch“), fährt zum Befehlshaber des VIII. Fliegerkorps, Generalleutnant Wolfram Frhr. v. Richthofen auf Schloß Dyck/Grevenboich zu einer Einsatzbesprechung. Anschließend inspiziert er die bereits vorverlegten Teile auf den Einsatzplätzen Köln-Ostheim und Köln Butzweilerhof sowie den Scheinwerferzug Thurm.
 
 
1940-04-13
Startleiter Major Reeps verlegt mit seinem Kommando vom Fliegerhorst Köln-Ostheim zum Flugplatz Köln Butzweilerhof. (Einsatz: 1940-05-09/10 )
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim wird Leutnant Krüger Startleiter
 
 
1940-00-00
Ein Oberst der russischen Luftwaffe besucht den Fliegerhorst Wahn. Er will den sogenannten Kalt-Start (d.h. Start mit nicht warmen Motor) einer Messerschmitt Bf 109 kennenlernen. Dieser sowjetische Offizier erscheint in Begleitung von Offizieren des Oberkommandos der Deutschen Luftwaffe (OKL).
 
 
1940-00-00
Für den westlichen Bereich des Luftverteidigungs-Kommandos 4 (Ratingen) wird das LvKdo 7 geschaffen. Es ist zuständig für den ausgegliederten Bereich Köln-Bonn-Aachen.
Das LvKdo 7 hat seinen Standort in Köln. Der Gefechtsstand ist zunächst im alten preußischen Fort IV bei Bocklemünd untergebracht.
1941 bezieht diese Befehlsstelle den neuen Bunker am Niederländer Ufer/Ecke Riehler Wall
 
 
1940-00-00
Der Stab/Flakscheinw.-Rgt.47 liegt in Köln.
 
 
1940-04-00
Die Fallschirmjäger des s.M. G.-Zugs des Leutnant Ringler verlegen zum Flugplatz Köln Butzweilerhof.
 
 
1940-04-22
Die deutsche und europäische Kunstflugmeisterin Liesel Bach beginnt in Rangsdorf einen Fliegerinnenlehrgang (Schon eingezogen zum Überführungsgeschwader 1, Tempelhof?).
Sie macht hier mit einer Anzahl einmotoriger Flugzeugtypen ihre vom Luftamt Berlin, Flughafenleitung Rangsdorf bestätigten Flüge Nr. 1873 - 1976 (Platzflüge).
 
 
1940-04-24
Zur Unterstützung von Startleiter Major Reeps wird Leutnant Meißner zum Flugplatz Köln Butzweilerhof kommandiert.
 
 
1940-04-00
Über dem Waldgebiet des Königsforsts zwischen Lützerather Straße und Schiefer Hauweg -in Höhe der Erker Mühle - üben „Stukas“ Junkers Ju 87B Sturzangriffe. Das Gelände ist nicht abgesperrt, so daß Jugendliche, die mit ihren Fahrrädern unterwegs sind, in unmittelbarer Nähe die Übungsbomben einschlagen sehen. Die „Stukas“ ziehen dicht über ihre Köpfe hinweg.
 
 
1940-05-05
Hauptmann Koch - Führer der Sturmabteilung Koch - (?1940-05-10) trifft auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof zur Kommandeursbesprechung bei Generalleutnant Wolfram von Richthofen, Befehlshaber des VIII. Fliegerkorps, ein.
Hier erfolgt die letzte und endgültige Festlegung der Zusammenarbeit der Sturmabteilung mit den fliegenden Verbänden des VII. Fliegerkorps.
Koch inspiziert hier den sM.G.-Zug des Leutnants Ringler, der am ?-04-00 auf den Butzweilerhof kam sowie das Kommando des Majors Reeps, das am ?-04-13 nach hier verlegte.
 
 

1940-05-07

Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim treffen zwei weitere Lastensegler DFS 230 (Verstärkung) mit Lkw ein.
 
 
1940-05-09
Am Nachmittag verlegt auf Befehl des VIII. Fliegerkorps die „Sturmabteilung Koch“
(„SA Koch“) (Tarnbezeichnung für die ganze Einheit bzw.das Unternehmen:
„ 17./KGzbV. 5“ oder „Versuchsabteilung Friedrichshafen“) von Hildesheim nach Köln.
 
 
1940-05-09
Der Startleiter der „Sturmabteilung Koch“, Major Reeps, und seine Männer sorgen in dieser Nacht auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof für die reibungslose Durchführung aller für den Start in der Morgenfrühe notwendigen Maßnahmen.
 
 
1940-05-10
Beginn des Westfeldzugs (gegen Holland, Belgien und Frankreich)

Start
Angriff auf das belgische Sperrfort Eben-Emael am Albert Kanal und die drei Albert-Kanal-Brücken durch Fallschirmjäger der „Sturmabteilung Koch“ („SA Koch“).

 
 
1940-05-11
Auf dem Einsatzhafen Köln Butzweilerhof treffen ein:

Geschwaderstab und die I. und III.Gruppe/KG 1 „Hindenburg“ mit He 111.

Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim trifft ein:_
Vermutlich die II.Gruppe/KG 1 mit ihren He 111.

In den ersten Tagen des Westfeldzugs herrscht reger Betrieb in Köln-Ostheim; von jedem Einsatz kehren Stukas und Bomber mit Schäden oder Defekten zurück, die sofort behoben werden müssen.

Nach wenigen Tagen werden die Stuka-Verbände schon westwärts verlegt.
Die I./StG 2 „Immelmann“ verlegt vom Fliegerhorst Köln-Ostheim auf den Feldflugplatz Golzheim.
Von dort fliegt sie Angriffe auf die sich noch verteidigenden Forts von Lüttich.
Es werden einige Raketenbomben abgeworfen, danach Flammbomben.

 
 
1940-05-11
Zum Flugplatz Köln Butzweilerhof kehren zurück die am Vortag von hier in den Einsatz gelangten Fallschirmjäger der Sturmgruppen „Stahl“ und „Eisen“.
Einige der Soldaten, die verwundet sind, werden auf dem Gelände vor der Flugzeug¬halle 1 fotografiert.

Anm.: Die Fallschirmjäger nehmen auf dem Butzweilerhof ihr hier deponiertes Gepäck auf, werden
versorgt und schlafen hier. Am nächsten Tag rücken sie zum Fliegerhorst Köln-Ostheim ab, um am
Einmarsch teilzunehmen-1940-05-12.

 
 
1940-05-12
Die von ihrem Einsatz auf Fort Eben-Emael und die drei Albert-Kanal-Brücken zurück¬kehrenden Fallschirmjäger der „Sturmabteilung Koch“ („SA Koch“) ziehen auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim ein.

Die Abteilung hatte 22 Tote und 26 Verwundete.

 
 
1940-05-12
Bei einem Luftangriff der Royal Air Force (RAF) auf Köln, bei dem 22 Sprengbomben abgeworfen werden, wird auch der Fliegerhorst Köln-Ostheim getroffen. In dieser Nacht findet auch der erste Luftangriff auf das Gebiet der Gemeinde Porz statt. Am Wegekreuz, also südöstlich des Startfeldes des Fliegerhorstes Wahnheide fallen mehrere Bomben, ohne eigentlichen Schaden zu verursachen. In diesen Tagen haben die Jagdverände schon westwärts verlegt.
 
 
1940-05-00
In diesen Tagen ist auch eine ganze Kampfgruppe/KG ..? mit Dornier Do 17 Z auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof zu sehen. Die Besatzungen haben telefonisch Angehörige verständigt, die anwesend sind und zwischen zwei Einsätzen mit den Fliegern vor den Maschinen plaudern.
 
 
1940-05-23
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim, landet von Dortmund kommend, eine Junkers Ju 52, Kz: 1Z+HR, der II./(7.) KGzbV 1. Flugzeugführer ist Unteroffizier Lankenau.
Das Flugzeug wird mit 8,8 cm Flakgranaten für den zu dieser Zeit noch vorgeschobenen Flugplatz Cambrai in Frankreich beladen. Die Flakbatterien dort benötigen die Munition für den Erdkampf mit englischen Panzern bei Arras.
Auf dem Rückflug nach Köln werden Verwundete und ein gefangener englischer Offizier mitgenommen. Anschließend wird ein zweiter Einsatz nach Cambrai geflogen. Beim Rückflug nach Köln werden zehn verwundete Infanteristen befördert. Ankunft 22 Uhr.
 
 
1940-05-27
Reichsleistungsgesetz vom 1.9.1939 /Erlaß des Reichsministers der Luftfahrt (R.d.L.) vom 30.9.1939:

In einem Schreiben (1. Entwurf) von „4003-Flughafen 27.5.1940“ an verschiedene im Verteiler nur mit Nummern bezeichnete Stellen heißt es:
„ Für die Erstattung der infolge Übernahme des Flughafens durch die Fliegertruppe nachzuweisenden Leistungskosten durch das Reichsluftfahrtministerium ist eine Trennung dieser Ausgaben
a) für die Zeit von April – August 1939 b) für die Zeit von Sept.39 – März 1940 erforderlich. Wir bitten daher, den auf uns entfallenden Jahresbetrag für die Vorkriegs- und Kriegszeit getrennt zu errechnen und uns die Beträge baldigst mitzuteilen.“

Es folgt hier eine interssante Aufstellung der Kosten für 18 verschiedene –mit Nummern gekennzeichnete- Ausgaben, wie Bauliche Unterhaltung der Gebäude, Heizungsanlagen, Maschinen, Kraftfahrzeuge sowie Löhne, Besoldung, Reisekosten und Ausgaben für Bürobedarf und Reinigungsmittel.

 
 
1940-05-28
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim trifft, von Plantlünne kommend, die III./KG 54 mit ihren Heinkel He 111P ein. Auch der Geschwaderstab des KG 54 trifft an diesem Tag von Munster-Handorf kommend hier ein
Trotz Schlechtwetter werden weiterhin Einsätze auf Dünkirchen und Schiffe im Kanal geflogen.
Diese Einsätze dauern bis 1940-06-05.
 
 
1940-05-00
Ein Angehöriger der Brückenwache fotografiert aus einem Fenster des Deutzer Portals der Hohenzollernbrücke den Transport einer zerlegten Heinkel He 111 auf der Rampe nach Deutz. Auf einem Lastwagen befindet sich der Rumpf dieser Maschine. Der Lkw wird von Luftwaffensoldaten zu Fuß begleitet. Es könnte sich um eine Maschine der II./KG 1 „Hindenburg“ oder der III./KG 54 handeln, die westlich Kölns notlanden musste.
 
 
1940-06-00
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim macht, nach einem Einsatz in Frankreich, die Heinkel He 111P der 8. Staffel/KG 54 mit dem Rumpfkennzeichen B3+ES eine Bruchlandung.
 
 
1940-06-00
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim verleiht General der Flieger Albert Keßelring,*) Befehlshaber der Luftflotte 2, auf dem Gefechtsstand des KG 54 dem Oberleutnant Harseim von der III./KG 54 das EK I.
Anwesend sind Oberstleutnant Otto Höhne vom Stab /KG 54 und Hauptmann Walter Freimann (vom?/KG 54).
 
 
1940-06-04
Die auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim stationierten Bomberverbände verlegen weiter westwärts.
 
 
1940-06-04
Die III./KG 54 verlegt mit ihren He 111 von Köln-Ostheim auf Absprungplätze in Frankreich (Lille, Mervile, Amiens und Norrent-Fontes).

Nun wird es auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim ruhig. Nur vereinzelte Piloten, die ihre Feldflugplätze nicht finden können, benutzen diesen Platz als Notlandeplatz. Bis ca. September 1941 liegt in Köln-Ostheim kein fliegender Einsatzverband mehr. Bestehen bleibt hier noch die Fliegerhorstkommandantur sowie das Flughafenbereichskommando 4/VI. Die Aufgaben haben sich vermindert, denn außer Köln Butzweilerhof, Hangelar, Düsseldorf, Krefeld und Bönninghardt weist keiner der Friedens- oder E-Häfen noch nennenswerten Flugbetrieb auf.

 
 
1940-06-00
Nach dem Westfeldzug wird der Leutnant (im Reichsluftaufsichtsdienst) der Luftwaffe Albert Grünberg (ehemls Luftpolizist auf dem Butzweilerhof) nach Holland versetzt. Nach Aussage der Tochter sollte er in/bei Rotterdam einen Feldflughafen mit einrichten.
 
 
1940-06-05
Absturz einer Heinkel He 111 in Köln-Ostheim:
Dem mit 200Litern-Fässern Benzin beladenem Flugzeug mißlingt vermutlich infolge Überladung der Start.
Die Maschine stürzt mit ausgefahrenem Fahrwerk in die Fliegerhorst-Werft (Nr.8 Lageplan).

Eine andere Aussage (S45) lautet dazu:
Eine He 111 ist nach Reparatur mit fünf Mann Besatzung und einem zivilen Prüfmeister zum Werkstattflug gestartet. Offensichtlich gibt es technische Probleme, denn unmittelbar nach dem Start fliegt die Maschine eine Landekurve, aber viel zu eng und zu niedrig, so daß sie beim Anflug mit einer Tragfläche das Dach der Werfthalle zerfetzt und das leichte Flakgeschütz vom Hallenturm fegt. Unmittelbar danach schlägt das Flugzeug auf dem Boden auf.
Das herbeigeeilte Personal kann nur einen Mann der Besatzung lebend bergen.

 
 
1940-06-00
Auf dem Feldflugplatz Köln Butzweilerhof trifft die 1./KGzbV 106 mit ihren Ju 52/3m ein. Die Maschinen tragen am Bug (Staffel- oder Gruppenzeichen?) einen weißen, geschlos¬senen Regenschirm.
 
 
1940-06-00
Der Flughafen Köln Butzweilerhof ist zu dieser Zeit getarnt:
Auf dem Flughafenvorfeld an der Rückseite der Gebäuden sind in Reihen Holzstangen aufgestellt, an denen in Dachhöhe an Drähten Tarnnetze in unregelmäßiger Art und Folge befestigt sind.
Die Gebäude sind mit einer dunklen Tarnfarbe versehen.
Oberleutnant Heinz Beus von der 1./KGzbV 106 macht hier drei Fotos.
 
 
1940-06-07
Die 11.(NJ)/JG 2, der am 1940-02-15 neuaufgestellten IV.(Nachtjagd)/JG 2 „Richthofen“ (Gruppenkommandeur Major Blumensaat) unter Führung des Staffelkapitäns Oberleut¬nant Bär („Kugelblitz“) kommt von Jever zum Flugplatz Köln Butzweilerhof und fliegt bis Anfang August Tag- und Nachtjagd-Einsätze im Raum Köln.
In dieser Einsatzzeit werden einige wenige Abschüsse erzielt.
Die Staffel fliegt einmotorige Maschinen vom Typ Messerschmitt Bf 109D, die das Richthofen-Wappen tragen.
 
 
1940-06-10
Der Prüfmeister Peter Flock, der seit dem 1937-08-15 in der technischen Abteilung des Fliegerhorstes Köln-Ostheim tätig ist, besucht bis zum 1940-08-31 einen Lehrgang an der Fliegertechnischen Hochschule Berlin.
Flock erhält die „Eignung als Prüfer für Triebwerk“ am -08-31.
Durch Weiterbildung an den Fliegertechnischen Hochschulen in Berlin und Jüterbog in den Jahren seit 1938 erhielt Flock ferner die Lizenzen zum Flugwerkprüfer und Fliegeringenieur.
Flock ist bis zum Kriegsende (1945-05-08) als Prüfmeister, Fliegeringenieur und Technischer Offizier (T.O.) bei fliegenden Verbänden, wie Aufklärungs-, Schlacht-, Jabo- und Torpedo-Verbänden sowie einer Gruppe Düsenjäger, bei der er die technische Abteilung der Werkstatt und Werftzüge und das Einfliegen der Maschinen leitet.
Seine militärische Ausbildung erhält Peter Flock bei den einzelnen Verbänden bis zum Oberfeldwebel. Er wurde dort auch als Flugzeugführer ausgebildet (Flugzeugführerscheine B1 und B2) - (?1941 und 1942).
 
 
1940-06-14
Unteroffizier Lankenau von der II.(7.)/ KGzbV 1 landet, von Hingene/Belgien kommend, mit seiner Junkers Ju 52, Kennzeichen 1Z+HR, auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim.
An Bord sind 15 Verwundete von Cambrai.
Am nächsten Tag lautet der Flugauftrag: Nachschub nach Le Havre.
 
 
1940-06-24
Kommandeur der I./JG 26 „Schlageter“, Major Gotthardt Handrick, wird Geschwaderkommodore des JG 26. Er ernennt, nach Weggang von Oberleutnant Günter Freiherr von Maltzahn ? 1937-06-08, Leutnant Hasselmann -den bisherigen Gruppenadjutanten der I./JG 26- zum Geschwaderadjutanten.
 
 
1940-06-25
Die Fliegerhorstkommandantur Wahn unter Major Adolf Schellenberg wird an die Westfront verlegt. Sie besteht seit dem 1939-08-26.
Im Beisein des Platzkommandanten Generalmajor Salitter und dem Porzer Bürgermeister Hermann Oedekoven findet eine Abschiedsfeier statt.
 
 
1940-00-00
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim wird die Werft aufgelöst und durch eine Flughafenbetriebskompanie (FBK) ersetzt.
 
 
1940-07-01
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim wird die Erprobungsgruppe (EKG) 210*) aufgestellt (ab 1941-04-24 umbenannt in I./SKG 210**).
Ihr Gruppenkommandeur ist Hauptmann Walter Rubensdörffer.
Die Einheit erhält das Verbandskennzeichen: S9 +
die 1.Staffel S9+.H,
die 2.Staffel S9+.K,
die 3.Staffel S9+.L.

Die 1.Staffel war die ehem.1./ZG 1, die 2.Staffel entstammt der 3./StG 77 und die 3.Staffel war die ehem.4./JG 186.
Ausgerüstet sind die 1. und 2.Staffel mit der Messerschmitt Bf 110D, die 3.Staffel fliegt die Messerschmitt Bf 109E-4. Aufgabe der Gruppe ist die Erprobung neuartiger Bombenabwurfgeräte.

 
 
1940-07-06
Die Piloten der 2.Staffel der am 1940-07-01 auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim aufgestellten Erprobungsgruppe 210, die bisher den „Stuka“ -die Junkers Ju 87- geflogen haben, schulen jetzt in Köln auf der Messerschmitt Bf 110D um.
Der Kölner Pilot Unteroffizier Balthasar Aretz, der vor einigen Tagen aus Jesau (Erg.Gr./StG 77) nach Köln gekommen ist, absolviert heute seine ersten Flüge auf dem zweimotorigen „Zerstörer“, der Bf 110D.

Bei seinem Flug über Köln, in der Zeit zwischen 12.28h und 12.50h (Flugbuch-Nr.645), macht er aus dem rechten Schiebefenster seiner Kabine mit seiner (privaten) Kamera zwei Fotos von Dom und Hauptbahnhof.
Aretz befindet sich bei diesem Flug alleine in der Maschine. Zum Fotografieren benötigt er beide Hände; den Knüppel hält er mit den Knien fest.

 
 
1940-07-08
An diesen Tagen schulen die Piloten der 2./Erprobungsgruppe 210 auf ihren Messer¬schmitt Bf 110D weiter.
Unteroffizier Balthasar Aretz macht acht Starts und Landungen auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim (Flugbuch-Nr.647-654.
 
 
1940-07-10
Die am 1940-07-01 aufgestellte Erprobungsgruppe 210 verläßt den Fliegerhorst Köln-Ostheim und verlegt nach dem Einsatzhafen Denain in Frankreich.
Unteroffizier Balthasar Aretz, von der 2./Erpr.Gr.210, startet mit seiner Bf 110D, Werk-Nr. 3321, um 8.57 Uhr (Flugbuch-Nr. 655).
Von den französischen Absprunghäfen St.Omer und Calais-Marck erfolgen dann die verlustreichen Einsätze gegen England (Schiffsverkehr im Kanal ?„Luftschlacht um England“).
Am -07-13 erfolgt bereits der erste Einsatz gegen einen Geleitzug im Kanal.
In den nächsten Wochen Einsätze gegen den Schiffsverkehr im Kanal und den Hafen von Dover.
Weitere Ziele: Radarstationen, Flugplätze, Flugzeugwerke, Tanklager u.a.
Am -08-15 hat die Gruppe besonders schwere Verluste.
Gruppenkommandeur Hauptmann Walter Rubensdörffer fällt.
 
 
1940-07-11
Die III./KG 54 kommt von Le Bourget zum Fliegerhorst Köln-Ostheim und wird dort am 1940-07-12 aufgelöst.
 
 
1940-07-20
Die 1./KGzbV.106 startet mit ihren Junkers Ju 52/3m vom Flugplatz Köln Butzweilerhof nach Kiel-Holtenau 1940-06-00 Sommer. Sie hat den Auftrag, das Material der 1.Staffel (S210)/Küstenfliegergruppe 806 von dort nach Brest/Frankreich zu verlegen 1940-07-10.
 
 
1940-07-21
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim landet der Kölner Luftwaffenpilot Unteroffizier Balthasar Aretz von der 2./Erprobungsgruppe 210 mit seiner Messerschmitt Bf 110D, RKz: S9+BK (Flugbuch-Nr. 662).
Aretz ist um 19.27 Uhr in St.Omer/Frankreich zu diesem Überführungsflug nach Köln gestartet und macht bei der Landung seinen ersten Bruch (15%), da auf dem Platz das Landekreuz falsch ausgelegt wurde.
 
 
1940-08-00
Die ab -06-07 auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof stationierte und im Raum Köln eingesetzte 11.(NJ)/JG 2 verlegt nach Düsseldorf.
Die IV.(NJ)/JG 2 wird am -08-01 (nach anderen Quellen etwas früher) in III./NJG 1 (nach S176) in II./NJG 1) umbenannt.
Zu dieser Zeit fliegt die Gruppe bereits Messerschmitt Bf 109E.
 
 
1940-08-13
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim sind stationiert:
III./NJG 1
mit 13 Bf 110C Hauptmann v.Bothmer
mit 3 Bf 109D
mit 17 Bf 109E.
 
 
1940-09-10
Major Hans von Schiller - ab 1939-10-03 Horstkommandant des Fliegerhorsts Köln-Ostheim - wird zum Kommandanten der Fliegerhorstkommandantur Köln Butzweilerhof (Feldmäßiger Einsatzhafen E 11/VI) ernannt.
Sein Nachfolger in Köln-Ostheim wird Hauptmann d.R. Paul Stock, Direktor der Bahnen der Hansestadt Köln.
Adjutant von Major von Schiller ist Hauptmann König.
 
 
1940-09-16
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim landet der Kölner Luftwaffenpilot Unteroffizier Balthasar Aretz mit seiner Messerschmitt Bf 110D, RKz: S9+HK (Flugbuch-Nr.716).
Aretz befindet sich mit der Erprobungsgruppe 210 von Frankreich aus im Einsatz gegen England („Luftschlacht um England“).
Er überführt seine Bf 110D von Denain kommend nach Augsburg (Messerschmitt-Werk) (Flugbuch-Nr.717).
 
 
1940-09-00
Die 1./KGzbV.106 startet vom Flugplatz Köln Butzweilerhof nach Kiel-Holtenau.
Sie hat den Auftrag, die 1.Staffel? (S210) /Küstenfliegergruppe 806 von dort nach Brest/Frankreich zu verlegen.
 
 
1940-10-23
In dieser Zeit ist auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof beim Stab der Fliegerhorst-Kommandantur Oberleutnant Hanke als Flugleiter eingesetzt.
 
 
1940-00-00
Nach der verlorenen „Luftschlacht um England“ kommt das JG 26 „Schlageter“ noch einmal zur Erholung und Auffrischung für zweieinhalb Monate nach Köln-Ostheim und Hangelar.
 
 
1940-12-00
Nach der verlorenen „Luftschlacht um England“ kommt von Frankreich die I.(J)/LG 2 mit ihren Messerschmitt Bf 109E zur Erholung und Auffrischung nach Köln Butzweilerhof.
Kommandeur dieser Gruppe ist Hauptmann Herbert Ihlefeld (RK)*).
Im 1941-04-00 verlegt die I./LG 2 auf den Balkan.

*) Anm: Ihlefeld übernahm die Gruppe am 1940-08-18 von Hauptmann Hanns Trübenbach, der das JG 52
als Kommodore übernahm.

 
 
1940-12-15
Der Oberfähnrich (Flak) Unterarzt Dr. Kraft Schlott (26), der seit dem 1940-09-15 im Krankenrevier der Kaserne in Hilden seine Ausbildung als San.-Gefreiter, Unteroffizier, Feldwebel und Oberfähnrich gemacht hat, wird zum Flugplatz Köln-Butzweilerhof, zur Luftwaffen-Sanitätsstaffel 11/VI, versetzt. Er löst dort den aktiven Oberarzt Dr. Schmidt (Schmitt?) ab.
Dr. Schlott untersteht das Krankenrevier, und er ist auch für die dem Feldflughafen Köln Butzweilerhof unterstellten Feldflughäfen Aachen-Merzbrück, Lechenich und Nörvenich ärztlich zuständig.
Auf diesen Plätzen verblieben zu Beginn des Westfeldzugs am 10. Mai nur noch Luftwaffen-Kommandos von 8-10 Mann, die für die Einsatzbereitschaft der Plätze sorgen mußten.
Dr. Schlott besucht diese Plätze turnusmäßig alle 14 Tage. Dazu wird eine Bücker 133 „Jungmeister“ benutzt, die (seltener) vom Flughafenkommandanten, Major von Schiller, oder (meistens) von Unteroffizier Heinrich Heinz*) gesteuert wird.

*) Anm.: Kölner, wohnhaft am Appelhofplatz, der bereits ab 1929 mit Liesel Bach auf dem Butzweilerhof das Fliegen gelernt hat unter Heinrich Heinz.
________________________
Dr. Schlott betreut auch ärztlich die auf dem Platz liegende I.(J)/LG 2 ? 1940-11-00 die selbst keinen Arzt hat. Das Krankenrevier liegt in einer Baracke auf dem Gelände des alten Flughafens am Butzweilerweg.
Auf dem Fliegerhorst Köln Butzweilerhof befinden sich die Flughafenkommandantur, die Horstkompanie und eine Landesschützenkompanie, die auf dem alten Flughafengelände am Butzweilerweg liegt.
Dr. Schlott muß sich auch um die Qualität des Essens kümmern. Nach dem Abschmecken macht er entsprechende Kontrollvermerke im Küchenbuch.
Der ehemalige Hauptsaal des Flughafen-Restaurants ist Offizierskasino.
Dr. Schlott, der Chef der Horstkompanie (Name?) und ein Oberfähnrich (Name)? von der Ln-Stelle -A (o) 11/VI- auf dem Platz sitzen an einem Tisch. Sie wohnen in den Zimmern über der Empfangshalle, die vor dem Krieg von den Verkehrspiloten bewohnt wurden.
Zu den Obliegenheiten von Dr. Schlott gehört auch das „Einsammeln“ der im zuständigen Bereich aufgefunden Leichen abgeschossener englischer Flieger.
Diese Aufgabe wird nicht vom Fliegerhorst Köln-Ostheim wahrgenommen.

Die Leichen kommen anschließend zum Südfriedhof.

 
 
1940-00-00
Die 2. Flak-Scheinwerfer-Batterie der 408. Abteilung, des 84. Flak-Regiments (Standort Köln-Dellbrück), des Luftverteidigungs-Kommandos (LvKdo) 7*) (Gefechtsstand im Bunker am Niederländer Ufer/Riehler Wall ( heute: Elsa Brandström-Str.9), wird unter Oberleutnant Paul Olpp zum Schutz von Köln vor feindlichen Luftangriffen in Pulheim und Umgebung stationiert (bis September 1944).

Die Batterie-Befehlsstelle liegt in Pulheim, der Gefechtsstand der 408.Abteilung in Köln-Ossendorf (Rochus-/Subbelrather Str.). Der Stab/408 liegt in der Flakkaserne Köln-Ossendorf, Flughafenstraße. (1942-00-00/Aussage Goergen).
Die 1./408 liegt bei Groß Königsdorf, die 3./408 bei Köln-Worringen.

Jede Batterie ist mit 9 Scheinwerfern, 9 Horchgeräten und den dazugehörigen Maschinensätzen ausgerüstet, aufgeteilt in 3 Züge mit je 3 Gerätesätzen.

Weiter stadteinwärts Köln (in der Nähe der Militärringstraße) sind die 8,8cm Flakbatterien ...............?.. des Flak-Regiments 14 mit Gefechtsstand in Köln-Bocklemünd (Fort IV) stationiert.

 
 
1940-00-00
Die geplante Erweiterung des Flughafens Köln Butzweilerhof wird anhand von Modellen der zwei verschiedenen Versionen dargestellt, die zu dieser Zeit von dem Kölner Architektur-Fotograf Hugo Schmölz (jun.) fotografiert werden.
Der erste Entwurf projektiert vier zusätzliche Flugzeughallen entlang der Flughafenstraße. Der sog. „Westflügel“ des Hauptgebäudes wird verlängert und erhält parallel zur Auffahrt einen weiteren Gebäudetrakt. Der „Ostflügel“ wird ebenfalls verlängert und bekommt einen zusätzlichen Luftaufsichtsturm. Auch ein Teil des Werkhofs erhält einen weit in südöstlicher Richtung vorgezogenen L-förmigen Anbau. Die ebenfalls im Süd-Osten das Flughafengelände begrenzenden fünf Einfamilienhäuser für Angestellte sind bei diesem Entwurf verschwunden.
An der östlichen Grenze des Flughafens wird die erst ab 1939-00-00 Sommer errichtete Flugzeughalle 2 durch eine zweite gleichen Typs ergänzt. Die Hallen verlaufen etwa parallel zum Butzweiler Weg.
Die zweite Version der Flughafenerweiterung verzichtet auf die vier im Westen entlang der Flughafenstraße geplanten Hallen. Stattdessen werden entlang des Butzweiler Wegs drei weitere Flugzeughallen vorgeschlagen mit schmalen, länglichen Gebäude auf ihren Rückseiten.
 
 
1941-00-00
Die Fernschreibstelle im Kommandanturgebäude des Fliegerhorsts Köln-Ostheim ist vorwiegend von Luftwaffenhelferinnen besetzt.
Frl. ..........?/Frau Nau ist in der Zeit von 1941-1944 auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim als Luftwaffenhelferin eingesetzt. Sie macht Dienst in der Fernschreibstelle, die sich im Gebäude (Nr. 14A des Lageplans) befindet.
Die Luftwaffenhelferinnen tragen keine Uniformen, sondern Zivilkleidung. Lediglich bei einem dreimonatigen Lehrgang wurden Uniformen angezogen. Bei Fliegeralarm werden alle Luftwaffenhelferinnen sofort mit Lkw’s vom Fliegerhorst weg nach Moitzfeld gebracht. Nach dem Alarm erfolgt der Rücktransport. Während dieser Zeit übernehmen Soldaten den Dienst in der Fernschreibstelle und der Fernsprechzentrale.
 
 
1941-01-00
Von Frankreich kommend, wird das JG 53 „Pik As“, unter seinem Kommodore Ritterkreuzträger Major Günther Freiherr von Maltzahn, auf den Flugplatz Köln Butzweilerhof zur Auffrischung verlegt.
Die Einheit ist mit Messerschmitt Bf 109 ausgerüstet.
Weil diese Jagdfliegereinheit auch ohne ihren Truppenarzt ist, übernimmt Unterarzt Dr. Schlott von der Flughafenkommandantur Butzweilerhof auch deren ärztliche Betreuung. Zu dieser Zeit landet auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof eine Maschine vom Luftgau VI Münster/W. mit dem beratenden Dermatologen des LG VI, Oberstarzt Prof.Schreuß (Düsseldorf). Er begrüßt den ihm bekannten Dr. Schlott am Rollfeld und stellt ihm den Stabsarzt Kob (Kop?), Siegburg als Leiter des in der Flakkaserne Köln-Ossendorf neu einzurichtenden Spezialreviers für Haut- und Geschlechtskranke vor. Er erklärt diesem, daß Dr. Schlott bei ihm auch schon gearbeitet hat und bei Abwesenheit und Urlaub das Revier in der Flakkaserne an der Flughafenstraße in Vertretung übernehmen könne.
Dr. Schlott muß dies wegen allzu häufiger Abwesenheit des Leiters zu seinem Leidwesen auch tun. Zunächst legt er den (kurzen) Weg mit dem Fahrrad zurück. Nach einer dbzgl. Klage bei Major v. Schiller, kann er dessen kleines 25ccm-Motorrad benutzen.

Die Offiziere haben in der Kaserne ein besonderes Krankenzimmer. Von beiden Einheiten, I./LG 2 und JG 53, liegen sowohl Mannschaften als auch Offiziere krank im Revier.
Die Einheit verlegt am 1941-03-00 wieder nach Frankreich.

 
 
1941-03-00
Die seit Ende 01-/Anfang 02-1941 und ?1940-00-00 Ende auf dem Feldflughafen Köln Butzweilerhof zur Auffrischung liegenden Jagdverbände -JG 53 „Pik As“ unter Kommodore Major Günther Freiherr von Maltzahn (RK) und I.(J)/LG 2 unter ihrem Kommandeur Oberleutnant Herbert Ihlefeld (RK)- verlegen wieder nach Frankreich.
Die Offiziere des JG 53 „Pik As“ schicken an Dr. Schlott, Butzweilerhof, aus St. Omer eine Kiste mit sechs Flaschen Cognac als Dank für die gute ärztliche Betreuung in den vergangenen Wochen.
 
 
1941-03-10
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim landet der Kölner Luftwaffenpilot Unteroffizier Balthasar Aretz mit der Messerschmitt Bf 110D, RKz: S9+CK (Flugbuch-Nr.743). Aretz, der der 2./Erprobungsgruppe 210 angehört, ist um 15.00 Uhr in Wevelghem/-Belgien gestartet und bringt die Maschine nach Köln-Ostheim zum Justieren. Uffz.Aretz hat bereits 17 Feindflüge hinter sich, wurde am -10-05 beim Einsatz gegen London (Flugbuch-Nr.741) verwundet und mußte in’ s Lazarett. Gestern, am -03-09, machte Aretz danach seinen ersten Flug (Flugbuch-Nr.742)
 
 
1941-03-10
Die deutsche und europäische Kunstflugmeisterin Liesel Bach, eingesetzt beim Überführungsgeschwader 1, Tempelhof, macht im südost- und sudetendeutschen Raum auf Maschinen vom Typ Zlin XII und Klemm Kl 35 ihre Flüge Nr. 1977-1997.
 
 
1941-04-00
Die bis dahin in Personalunion geleiteten Dienststellen Fliegerhorstkommandantur und Flughafenbereichskommando 4/VI Köln-Ostheim wird geteilt; neuer Kommandeur des Flughafenbereichs wird Oberstleutnant Heinrich Hawlitschka; Major Dr. Paul Stock bleibt Fliegerhorstkommandant.
 
 
1941-00-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof fliegen zwei Maschinen vom Typ Sikorsky „Praga“-Doppeldecker und eine NA 64, die in Villacoublay bei Paris erbeutet wurden.
 
 
1941-00-00
Die Deutsche Luftwaffe richtet im Kampf gegen die zunehmenden englischen Nachtangriffe in Deutschland die sogenannten kombinierten Jagdgebiete ein. Der Großraum Köln bildet das Nachtjagdgebiet „Kolibri“. Dazu gehört der Raum zwischen Dormagen-Leverkusen-B.-Gladbach-Bonn-Hürth. Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim wird die „Versuchsnachtjagdstaffel 109 Ostheim“ aufgestellt, die mit Bf 109E-3 versucht, die feindlichen Bomber abzufangen.
 
 
1941-00-00
Im Großraum Köln sind folgende Scheinanlagen bekannt:
Lövenich, Godorf, Gymnich, Heumar, Hückelhoven, Fühlingen und Nievenheim.
 
 
1941-06-01
Der Fliegerhorstkommandant des Fliegerhorsts Köln-Ostheim, Major Paul Stock, wird von der Stadt Köln dringend für die Neuorganisation der Straßenbahnbetriebe angefordert und bis zum 1941-11-14 beurlaubt.
In dieser Zeit vertritt ihn Oberstleutnant Hans von Schiller vom Fliegerhorst Köln Butzweilerhof.
 
 
1941-06-01
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim landet -von Wevelghem/Belg. kommend- der Kölner Luftwaffenpilot Unteroffizier Balthasar Aretz mit der Messerschmitt Bf 110, RKz: KI+WA (Flugbuch-Nr.769). Er ist auf dem Weg von St.Denis (Gent) nach dem Osten (Beginn Rußlandfeldzug am 1941-06-22). Weiterflug am 06-04
 
 
1941-06-04
Der Kölner Luftwaffenpilot Unteroffizier Balthasar Aretz -am ?01-06- in Köln eingetroffen- startet mit der Messerschmitt Bf 110, RKz: KI+WA, nach Lippstadt (Flugbuch-Nr.770).
Am -06-29 macht er von Biala aus seinen ersten Frontflug an der Ostfront (Flugbuch-Nr.786)
 
 
1941-06-14
Nachtangriff der Royal Air Force (RAF) auf Köln.
Die Messerschmitt Bf 109E-3 von der „Versuchsnachtjagdstaffel 109 Ostheim“ starten zum Einsatz.
 
 
1941-00-00
Es gibt in Köln-Ostheim noch die Flughafenbetriebskompanie, die Fliegerhorstkompanie, Teile der LN-Truppe und das Luftdienstkommando, das nach wie vor Zieldarstellung für die Flakbatterien in der Umgebung fliegt.
Bei der jetzigen Kriegslage ist der Fliegerhorst Köln-Ostheim für die Luftwaffe praktisch nutzlos. Er liegt für die Einsätze gegen England zu weit ostwärts.
Als Ausbildungsplatz für junge Flugzeugführer ist er ungeeignet, weil er im Bereich der RAF liegt.
Die Nachtjäger liegen bei ihrem Kampf gegen englische Nachtbomber in Nordfrankreich, Belgien, den Niederlanden und Norddeutschland.
 
 
1941-07-00
Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof liegen erbeutete russsische Maschinen vom
Typ …................?, die von finnischen Piloten geflogen werden.
Nach 2 oder 3 Tagen fliegen die Maschinen nach Finnland.
 
 
1941-07-05
Einflüge der Royal Air Force (RAF).
Die Messerschmitt Bf 109E-3 von der „Versuchsnachtjagdstaffel 109 Ostheim“ starten zum Einsatz.
 
 
1941-07-08
Angriff der Royal Air Force (RAF) auf die Stadt Köln.
Über Köln-Ostheim wird eine englische Vickers „Wellington“ der 99. Squadron abgeschossen und stürzt auf das Gelände der Volksschule ab.
 
 
1941-00-00
Zum Schutz wichtiger Objekte werden in Köln Sperrballone eingesetzt.
Eine Stellung befindet sich auf der Wiese der Grünanlage an der Bahnstrecke nach Koblenz, nördlich der Herkulesstraße. Luftgefahr ist zu erwarten, wenn über dem Stadtgebiet die Sperrballone hochsteigen.
 
 
1941-00-00
Angehörige der Flieger-HJ (Bann 16 = Köln-Ost) und des NSFK-Sturms 2/65 befinden sich in der Segelfliegerschule Brück/Eifel (altes Übungsgelände des KCfL).
Dort stehen am Waldrand eine Wohnbaracke, ein kleiner Flugzeughangar sowie ein kleiner Geräteschuppen.
Geflogen wird mit Schulgleiter SG-38.
Die Werkstatt der Flieger-HJ (Bann 16 = Köln-Ost) ist im Fernsprechamt 1 in Köln-Deutz.
Leiter dieser Werkstatt ist Peter Klein, der Kölner Ballonfahrer 1937-06-00.
Der NSFK-Sturm 2/65 hat im alten Deutzer Bahnhof in der Urbanstraße (später Mindener Str.) sein Materiallager.
 
 
1941-07-20
Bei einem Bombenangriff der Royal Air Force (RAF) auf die linksrheinischen Vororte Kölns wird auch der Flughafen Butzweilerhof getroffen.
 
 
1941-08-08
Angriffe der Royal AirForce (RAF) auf die Stadt.
Die Nachtjäger Messerschmitt Bf 109E-3 von der „Versuchsnachtjagdstaffel 109 Ostheim“ starten zur Abwehr.
 
 
1941-08-00
Die „Versuchsnachtjagdstaffel 109 Ostheim“ wird wieder aufgelöst, mit zweimotorigen Messerschmitt Bf 110 ausgerüstet und dem NJG 1 in Venlo eingegliedert.
 
 
1941-09-01
Das Luftverteidigungskommando 7 wird in 7. Flakdivision umbenannt.
Ihr untersteht die Luftabwehr im Raum Aachen-Bonn-Köln-Leverkusen.
Der Gefechtsstand der 7. Flakdivision ist in einem (neuen) Bunker *) an der Ecke Niederländer Ufer / Riehler Wall Nr.9 **), südlich des Artilleriedenkmals.

*) nach dem Krieg bis 1986: Jugendherberge.
**) heute: Elsa Brandström-Str.

 
 
1941-09-05
Liesel Bach vom Überführungsgeschwader 1, Tempelhof, startet mit der Klemm 35, Kz:
RI+WD *) vom Flughafen Stuttg. Böblingen zu einem Überführungsflug nach Wien (Flug Nr. 1996).
Als Begleiter ist ihr Freund, der Kölner Sänger Willy Schneider, an Bord, der seinen 22. Flug mit L. Bach macht.

*) zweiter Buchstabe (I) undeutlich

Am nächsten Tag startet Liesel Bach mit dieser Maschine von Wien nach Brassov/-Rumänien (Flug Nr. 1997

 
 
1941-00-00
Die Flakabteilung 386 –aufgestellt im Luftgau XVII- wird im Lg.VI im Kölner Raum eingesetzt.
Die Flakabteilung 465 –aufgestellt im Luftgau XI (Hamburg)- ist bis 1945 im Lg.VI u.a. auch in Köln eingesetzt.
Die Flakabteilung 511 –aufgestellt …....................?.....- ist im Lg VI bei Köln eingesetzt.
Der Stab/Flakscheinwerfer-Rgt.84 –aufgestellt im Luftgau VI Münster/W- wird unter der 7. Flakdivision im Raum Köln-Aachen eingesetzt.
Die Flakscheinw.-Abt. 159 wird im Luftgau VI Münster/W. in Köln eingesetzt.
 
 
1941-12-25
Flughafenkommandant auf dem Feldflughafen Köln Butzweilerhof ist Major Hans von Schiller (seit 1940-09-10).
 
 
1941-12-00
Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg ässt asst die amerikanische Regierung, den deutschen MIVA-Pater Paul Schulte von einer freiwilligen Gefangenschaft unter Aufgabe der Fliegerei zu überzeugen. Ansonsten würde ihm die Abschiebung drohen. Der Pater willigt in das „Agreement“ ein und hält sich einige Jahre im Ordenskolleg in Belleville/Illinois auf. Die Amerikaner lernen ihn bald schätzen und erlauben ihm, 1944 in Belleville eine Flugschule für Missionare zu gründen, die „Wings of Mercy“. Als seine Ordensoberen allerdings davon erfahren, wird Paul Schulte nach Texas strafversetzt.

Anm.: Gegen Kriegsende organisiert der Pater einen Lebensmittel-Paketdienst für Deutschland.
Empfänger eines solchen Pakets ist auch Konrad Adenauer, der sich am 15.September 1946 für den Erhalt schriftlich bedankt.

 
 
1941-00-00
Der Stab/Flak-Regiment 21 untersteht der Flakgruppe Köln.
 
 
1941-00-00
Der der Fliegerhorstkommandantur Köln-Ostheim unterstellte Prüfmeister und Flieger¬ingenieur Peter Flock ist als technischer Beamter bei der 4.(H)/12 (=4.Staffel/Heeresauf¬klärer 12) in Afrika eingesetzt. Das Personal dieser Staffel ist hier der 2.(H)/14 zugeteilt.
 
 
1941-00-00
In dieser Zeit ist bereits der Plan eines Zentralflughafens herangereift. Danach soll zwischen Esch, Pesch und Roggendorf ein gemeinsamer Großflughafen für die Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf entstehen. Dieser Alternative zum Ausbau des Flughafens Köln Butzweilerhof erinnert man sich am 1948-04-24
 
 
1942-02-00
Major Dr. Paul Stock, der Kommandant der Fliegerhorstkommandantur und des Flughafenbereichs 4/VI Köln-Ostheim, wird wegen seines dringenden Einsatzes bei der Stadt Köln (Straßenbahnbetriebe) für die Dauer des Krieges u. k. (unabkömmlich) gestellt. Major Hans von Schiller, Fliegerhorstkommandant in Köln Butzweilerhof seit ?1940-09-10, übernimmt zunächst wieder die Vertretung.
 
 
1942-02-15
Major Hans von Schiller, ehemaliger Luftschiffkapitän der Zeppelin-Reederei und jetziger Flughafenkommandant auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof, hält in der Aula der Universität am Langemarckplatz einen Vortrag mit eigenen Lichtbildern:
„ Mit dem Luftschiff Graf Zeppelin über Asien und dem Stillen Ozean“.

Die Einladung erfolgt von:
„ Der Kommandant des Flughafenbereichs Oberst Dressler“ und
„ Der Rektor der Universität Prof. Dr. Kuhn“

Die Veranstaltung findet zu Gunsten des Winterhilfswerks 1941/42 statt.

 
 
1942-00-00
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim werden vier erbeutete russische*) Bomber vom Typ SB-2, die bereits deutsche Luftwaffen-Kennung tragen (eine: TD+FB?), zu Scheibenschleppern (Zieldarsteller für die Flak) umgerüstet.
 
 
1942-03-13
Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force (RAF), Air Marschall Harris, läßt für alle deutschen Städte Zielinformationsblätter erstellen.
Das Zielinformationsblatt KÖLN -der Deckname für Köln ist Trout = Forelle- von diesem Tage behält als Informationsquelle für die Bomberbesatzungen Gültigkeit bis zum Kriegsende.
 
 
1942-04-13
Fliegerangriff der Royal Air Force (RAF)
Zwei Besatzungsmitglieder (Polen) einer abgeschossenen Maschine springen mit dem Fallschirm ab und landen in Nippes in der Escher Straße und im Gelände des Schlacht- und Viehhofes in Ehrenfeld.
Der dort niedergegangen Flieger hat eine Beinverletzung erlitten und wird zunächst vom diensttuenden Arzt der LS-Rettungs-Stelle 16 behandelt. Beide werden von einem Beamten des LS-Reviers 16 festgenommen und später vom Luftwaffen-Feldwebel Kani von der Fliegerhorst-Kommandantur Köln Butzweilerhof abgeholt.
 
 
1942-05-30
„1000-Bomber Angriff“ der Royal Air Force (RAF) auf Köln.
 
 
1942-00-00
Schüler der 8. Klasse der Volksschule Auguststraße in Köln-Nippes (Rektor Hans Höhner) besuchen den Fliegerhorst Köln-Ostheim (mit der Straßenbahn bis Endstation).
Die Führung ist nur kurz: von der Wache aus links vorbei an der Flugleitung und dann ein Stück auf den Rand des Flugfelds.
Auffallend sind die sonderbar aussehenden Flugzeuge auf einem nördlichen Teil des Platzes. Wie erklärt wird, handelt es sich um Attrappen für einen Scheinflugplatz.
Den Schülern wird eine Focke-Wulf Fw 189 (Doppelrumpf) vorgeflogen.

Anm.: Das dieser kurze Besuch zu dieser Zeit genehmigt wurde (Spionage), ist sehr erstaunlich.

 
 
1942-00-00
Neu aufgestellt wird die Flakabteilung 246 und im Luftgau VI Münster/W. in Köln eingesetzt.
Die Flakscheinwerfer-Abt.III/43 wird in der Luftverteidigung bei Köln eingesetzt.
Die Flakscheinwerfer-Abt.130 wird im Luftgau VI Münster/W. in Köln eingesetzt.
Die Flakscheinwerfer-Abt.270 wird im Luftgau VI Münster/W. in Köln eingesetzt.
 
 
1942-06-00
Auf dem Flugplatz Hangelar wird zum „besonderen Schutz“ des Großraumes Köln ein Schwarm des NJG 5 stationiert.
Die drei Maschinen vom Typ Me 110 unterstehen dem Schwarmführer Feldwebel Hubatsch.
 
 
1942-00-00
Auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim werden neuerrichtete Umschulungs-Lehrwerkstätten für Flugzeugmechaniker eingerichtet und durch den Kommandierenden General des Luftgaues VI, General Schmidt, eingeweiht.
 
 
1942-00-00
Zum Fliegerhorst Köln-Ostheim wird eine Frontschleuse verlegt.
Hier werden fabrikneue Jagdflugzeuge (Messerschmitt Bf 109 und Focke-Wulf Fw 190) für ihren endgültigen Einsatz mit Waffen und Funkgeräten ausgestattet und von Piloten der „Jägerzuführungsstaffel Ostheim“ zu den Frontverbänden überführt.

Hinweis: Auflösung dieser Einheit am 1944-08

 
 
1942-00-00
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim ist „Nachtjagdeinfallhorst“. Hier wird den Nachtjägern in Luftnot eine sichere Landung ermöglicht.
 
 
1942-00-00
Regelmäßig überquert am späten Nachmittag ein Flugzeug von Nordwesten kommend die Nord-Stadt (Agnesviertel -quer zur Wevelinghovener Straße).
Der Flugrichtung nach ist die Maschine auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof gestartet und hat Kurs auf den Fliegerhorst Köln-Ostheim. Es handelt sich um einen russischen Bomber vom Typ SB-2, der als Beuteflugzeug im Dienst der Deutschen Luftwaffe -wie vorgeschrieben gelb gestrichen- steht.

Hinweis: 1942-00-00

 
 
1942-09-16
In dieser Nacht stürzt während des Fliegeralarms am Maarhäuser Weg ein feindliches? Flugzeug ab
 
 
1942-00-00
Im Großraum Köln sind folgende Scheinanlagen (Scheinflughäfen) bekannt:
Lövenich, Godorf, Gymnich, Heumar*), Hückelhoven, Fühlingen und Nievenheim (schon ab 1941) sowie Hittorf, Merkenich, Garddorf, Widdig und Spich.
 
 
1942-11-00
Der Reichssender Köln stellt seinen Sendebetrieb vollständig ein um feindlichen Flugzeugen keine Orientierungshilfe zu bieten.
 
 
1942-11-03
Der Kölner Flugkapitän der Deutschen Lufthansa (DLH), Anton Weigand, hat als 27. Flugkapitän seinen 2.000.000sten Flugkilometer zurückgelegt.
Er ist auf dem Balkan eingesetzt. In einem Schreiben der Direktion der DLH über die Bezirksleitung Südost, Wien wird ihm gratuliert und Nadel und Diplom verliehen.

Vorsitzer des Aufsichtsrats der DLH ist Dr. Emil Georg von Stauss;
Vorstandsmitglieder sind: Erhard Milch, Carl August Frhr. von Gablenz, Walter Luz.

 
 
1942-12-24
Fliegerhorst Köln-Ostheim: Weihnachtsfeier im Offizierskasino.
 
 
1943-02-02
Bei einem Angriff der Royal Air Force (RAF) auf die nördlichen Vororte Kölns gehen am Flughafen Köln Butzweilerhof sechs Minen ins freie Feld.
 
 
1943-02-00
Etwa 200 Schüler der Klassen 6 der Oberschulen für Jungen aus Köln, Porz, Düren, Bergneustadt und der Nationalsozialistischen Politischen Erziehungsanstalt Bensberg werden zur Kölner Flak einberufen.
Die Schüler werden im rechtsrheinischen Köln in den Stellungen Eil, Gremberghoven, Gremberg, Höhenberg, Dellbrück und Flittard ausgebildet und eingesetzt.
Die Stellungen der schweren Flak (8,8 und 10,5cm) liegen an der Peripherie des Stadtgebietes, auch um den Fliegerhorst Köln-Ostheim. Außerhalb des Gürtels der Geschützstellungen liegen die Stände der Scheinwerfer.
Zur Kölner Luftabwehr gehören auch die Luftsperrabteilungen: bei Lülsdorf die Luftsperrabteilung 101 und bei Leverkusen die Luftsperrabteilung ?.
 
 
1943-03-19
Der ehemalige Kölner Segelflieger der Flieger-HJ beim Segelfliegersturm 23 Köln, Unteroffizier Hans Hoffmann, ?bis 1943-02-12 bei der 3./KG.z.b.V. 1, wird bei einer „Störkampfstaffel“ mit Flugzeugen vom Typ Gotha Go 145 im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt.
 
 
1943-00-00
Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof befindet sich eine Luftwaffen-Bergungseinheit der Horstkompanie, deren Aufgabe es ist, abgeschossene oder notgelandete deutsche oder Feindflugzeuge im zuständigen Bereich zu bergen.
 
 
1943-04-24
Ein britischer Aufklärer der RAF macht über dem Flugplatz Köln Butzweilerhof Aufnahmen.
Die Anlage ist gut getarnt -das weite Rollfeld als landwirtschaftliche Fläche kaschiert- und zeigt keinerlei Beschädigungen.
 
 
1943-04-00
Die Luftwaffen-Nebelkompanie 4/VI wird in den Raum Köln verlegt.
 
 
1943-00-00

Der ehemalige Flughafendirektor (1926-1934), Maximilian Hantelmann, wird als Generalmajor der Luftwaffe verabschiedet (Luftgau VI Münster).
 
 
1943-00-00
Im Umkreis von Köln gibt es mindestens 12 Scheinstellungen (Gebäudeattrappen u.ä.).
 
 
1943-07-00
Schüler des Jahrganges 1927 werden zur Flak einberufen.
 
 
1943-07-03
Bombenangriff der Royal Air Force (RAF) auf Köln mit Schwerpunkt rechtsrheinisches Köln.Über Köln-Ossendorf wird ein britischer Bomber abgeschossen, stürzt ab und schlägt in der Jüssenstraße auf. Keiner der Besatzung kann sich mit dem Fallschirm retten.
 
 
1943-07-08
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof trifft Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels ein. Er läßt sich von lokalen Parteigrößen -Gauleiter Josef Grohé und Oberbürgermeister Peter Winkelnkemper- durch die Innenstadt führen und bei der Besichtigung des schwer beschädigten Doms fotografieren.
 
 
1943-07-16
Ein englischer Aufklärer vom Typ Supermarine „Spitfire XI“ der 542.Squadron der Royal Airforce (RAF) macht eine Luftaufnahme vom Fliegerhorst Köln-Ostheim.
Auf und um den Platz sind bis heute nur wenige Bomben gefallen.
 
 
1943-07-00
Major Hajo Hermann stellt ein Geschwader der einsitzigen „Wilde-Sau“ -Nachtjäger auf und stationiert eine Gruppe auf dem gut getarnten Flugplatz Hangelar.
Es handelt sich um die I./JG 300.
 
 
1943-08-12
Leutnant Helmut Beckmann von der I.Gruppe/JG 27 landet nach einem Luftkampf mit amerikanischen Boeing Fortress B-17 „Fliegende Festung“, welche bei ihrem Einsatz (Nr.81) Ziele in den Räumen Bochum, Bonn, Gelsenkirchen und Recklinghausen angriffen, mit seiner beschädigten Messerschmitt Bf 109G-4 auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof.
Seine Maschine erhielt Treffer im FT-Mast und im Leitwerk.
 
 
1943-00-00
Die 5./135, am Geschütz Dieter Minthoff, schießt eine „Mohawk“ ab.
Der Pilot schlägt sich bei der Notlandung am Kabinenrahmen die Stirn auf und wird später von den wütenden Bauern – auf die er vorher „Hasenjagd“ machte - totgeschlagen.
 
 
1943-00-00
Der vom 1940-09-10 als Fliegerhorstkommandant auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof eingesetzte Major Hans von Schiller wird bis Herbst 1944 als Seenotrettungsführer nach Norwegen/Finnland kommandiert.

Hinweis: Wer an seiner Stelle in Butzweilerhof bzw. in Ostheim die Fliegerhorstkommandanturen leitet, ist nicht bekannt.

 
 
1943-11-00
Eine der ersten Versuchsmaschinen des Düsenjägers Messerschmitt Me 262 macht auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim Zwischenlandung.
Sie ist auf dem Weg nach Insterburg zur Vorführung vor Hitler.
 
 
1943-11-30
Die auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof befindliche Luftwaffen-Bergungseinheit der Horstkompanie hat eine an diesem Tag in der Gemarkung Golzheim notgelandete Boeing Fortress B 17 der 390. US-Bombergruppe geborgen.
 
 
1943-00-00
Während des Krieges stehen auch im Norden von Köln schwere Flakbatterien, so am Mühlenweg (Westfriedhof/Butzweilerhof), Fröscherweg (Blücherpark),….
 
 
1943-00-00
Am Ortsausgang von Esch in Richtung Sinnersdorf gibt es eine Funkstation, die zum Flughafen Köln Butzweilerhof gehört. Flüchtlinge, die in der Gegend untergekommen sind und am Flughafen arbeiten, wohnen an der Funkstation in Blechbaracken.
 
 
1943-00-00
Der Flughafen Köln Butzweilerhof soll eine neue Startbahn erhalten.
An dieser „Rollbahn bei Pesch“, die vom Flughafen über die alte Escher Straße, Pesch in Richtung Esch angelegt wird, sind KZ-Häftlinge beschäftigt. Diese Rollbahn wird jedoch nicht fertiggestellt; die Häftlinge werden abgezogen.
 
 
1943-00-00
Die Flakabteilung 135 wird im Luftgau VI Münster/W. in Köln eingesetzt.
 
 
1944-01-00
2. Aufstellung des Fallschirmjäger-Regiments 6 in Wahn.
 
 
1944-00-00
Von Hangelar führt eine sogenannte Scheinwerferstraße über Dortmund bis Münster.
In Abständen von 10 km stehen Flakscheinwerfer, die senkrecht in den Himmel leuchten.
Sie dienen zur Orientierung für Nachtjäger, deren Funkgeräte ausgefallen sind.
 
 
1944-00-00
Im zunehmenden Maß wird der sogenannte Nachtjagdeinfallhorst in der Reichsvertei¬digung, Köln-Ostheim, von englischen Fernnachtjägern de Havilland „Mosquito“ kontrolliert.
 
 
1944-02-15
Generalmajor a. D. Maximilian Hantelmann (60) übernimmt nach seinem Ausscheiden aus der Wehrmacht 1943-00-00 vertretungsweise die Leitung des Flughafens Köln Butzweilerhof.

Hinweis: M. Hantelmann war bereits ab 1926 bis 1934 Flughafendirektor auf diesem Flughafen.

 
 
1944-03-05
In Köln wird der „Drahtfunk“ eingeführt.
Da öffentliche Luftwarnung und Fliegeralarm nicht mehr genügen, seitdem die Luftgefahr zum Dauerzustand geworden ist, und ein einzelnes Flugzeug den gesamten Warnbezirk lähmen kann, wird in Köln der Drahtfunk eingeführt. (Pausenzeichen: ein eindringliches Ticken.)

Aus der Befehlsstelle der Kölner 7. Flakdivision, die sich in einem Bunker am Riehler Wall 9*) befindet, wird die aktuelle Luftlage von Luftwaffen-Helferinnen gesprochen.

Die Durchsagen werden im Radio über die Langwelle empfangen. Das Gerät muß mittels Draht mit einer in der Wohnung oder an der Hauswand befindlichen Telefonleitung verbunden werden.
Der Draht ist lediglich um die Leitung zu wickeln (Induktion).

Die Zeitungen drucken dazu Drahtfunk-Übersichtskarten.

*) Nach meiner Meinung bereits ½ Jahr früher./Suntrop

*)Anm.: Im letzten Teil der Grünanlage (Innere Kanalstr.) zwischen Riehler Str. und Niederländer Ufer. Der Riehler Wall wurde nach dem Krieg in Elsa-Brandström Str. umbenannt, der Bunker jahrelang als Jugendherberge genutzt. Er steht heute noch.

 
 
1944-00-00
Von den Dienststellen des Luftschutzwarndienstes, von anderen Behörden, von Zivilbetrieben und Firmen sowie von weiten Bevölkerungskreisen konnten über Rundfunk die Luftlageorientierung der Jagd-Divisionen:

„Primadonna“ im Westen,
„ Kreuzritter“ im Norden,
„ Horizont“ in Mittel- und Ostdeutschland
„ Leander“ im Süden und
„ Rosenkavalier“ im Südosten - Österreich

abgehört und anhand entsprechender Bezugskarten (Ausschnitte aus den Luftwaffen-Luftlagekarten, -offiziell: „Jäger-Gradnetz der Luftwaffe im 2. Weltkrieg“-, die unter der Hand besorgt werden, u.a. von Freunden, die als Luftwaffenhelfer bei der Flak sind) genau verfolgt werden.
Später (ab November 1944 in Oberlungwitz/Sachsen abgehört) erfolgten solche Durch¬sagen von einem Sender (Brocken im Harz?), die die gesamte Luftlage im ganzen Reichsgebiet umfaßten. Gleichzeitig eingefliegende Bomberströme von England und Italien werden mit „Einflug Rot“, „Einflug Blau“, „Einflug Grün“ u. a. bezeichnet und unterschieden.

 
 
1944-04-17
Bei dem Bombenangriff der Royal Air Force (RAF) auf die Kölner Vororte Nippes, Braunsfeld, Dünnwald, Müngersdorf und Sülz fallen auch Sprengbomben auf die Flakstellung im Blücherpark.
Mehrere Soldaten und Luftwaffenhelfer werden getötet und verletzt.
 
 
1944-04-22
Der ehemalige Kölner Segelflieger der Flieger-HJ beim Segelfliegersturm 23 Köln, Feldwebel Hans Hoffmann, kommt nach Schroda/Posen und wird auf die schwere italienische Transportmaschine Savoia SM 82 umgeschult.
 
 
1944-05-00
Die 1., 2. und 3. Staffel der NSGr.2 verlegen vom Osten auf die Flugplätze Köln-Ostheim und Hangelar.
Zu Beginn des Einsatzes im Westen stehen der Einheit ca. 80 Junkers Ju 87D-3 und D-5 zur Verfügung.

Anm.: NSGr = Nachtschlachtgruppe

 
 
1944-05-28
Gegen Mittag fliegen 57*) Boeing B-17 „Fliegende Festungen“ der USAF in Richtung Köln und werfen bereits im westlichlichem und südwestlichem Vorfeld (außerhalb des Kölner Flakgürtels) in breiter Front 104*) Gleitminenbomben im Gewicht von je 900 Kilo ab. Getroffen werden u. a. auch die westlichen Vororte Kölns, so Ford Niehl, Riehl Nippes. Eine dieser Gleitbomben vernichtet ein Haus Ecke Neußer Wall und Fontane-Straße**) unmittelbar an der Agneskirche.
Eine weitere Gleitbombe schlägt auf die Herkuleswiese und verwundet in der dort befindlichen Flakstellung der leichten Batterie 1./749 einen kroatischen Flaksoldaten.

*) Nach dieser Quelle nur 40 Flugzeuge und 32 Minen ? ?

 
 
1944-06-00
Eine Einheit …...........? des NJG 2 befindet sich auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof.
 
 
1944-06-06
Beginn der Invasion der Alliierten in der Normandie/Frankreich
 
 
1944-06-07
Die IV./NJG 3 verlegt -zwecks Einsatz an der Westfront- von Westerland (u.Aalborg?) auf den Einsatzhafen Köln Butzweilerhof.
Die 10./NJG 3 unter ihrem Staffelkapitän Olt. Walter Briegleb ist beim Einsatz von Köln aus sehr erfolgreich.
Ausgerüstet ist die Staffel mit Junkers Ju 88G.  Kommodore des NJG 3 ist Oberst Helmut Lent.
 
 
1944-07-00
Auf Grund der Kriegslage nach der alliierten Invasion am -06-06 gehen in Frankreich immer mehr deutsche Flugplätze verloren.
Die Luftwaffenführung beginnt nach und nach die Jagdverbände rückwärts zu verlegen.
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim wird in diesem Zusammenhang als Tagjagd-Sammelhorst hergerichtet.
 
 
1944-07-00
In Köln-Ostheim werden am Rande des Königsforsts, jenseits des Rather- und Brücker Mauspfads, neue Abstellplätze für Flugzeuge gebaut.
 
 
1944-00-00
In dem Waldgebiet jenseits der Erker Mühle und nördlich der Wodanstraße wird ein getarnter Liegeplatz für ca. 40 Jagdflugzeuge angelegt.
Um Jagdflugzeuge nach Luftkampf oder Blindflug die Orientierung zu erleichtern, werden auf dem Rollfeld etwa vier Meter hohe Buchstaben und Zahlen ausgelegt, die die Lage des Horsts nach dem Jäger-Gradnetz*) bezeichnen; über Ostheim kann der Pilot das Zeichen „ N P 1“ erkennen.
 
 
1944-00-00
Zu dieser Zeit befinden sich militärische Einrichtungen der Luftwaffe (ausgelagert) im Fort IV - Bocklemünd an der Venloer Straße, jenseits der Militärringstraße. Dabei handelt es sich um den Gefechtsstand der Kölner Flugabwehr im ehemaligen Paterre (jetzt Kellergeschoss) im rechten Flügel der Kehlkaserne..
In der Nähe des geschleiften Blockhauses des Forts ist ein hölzerner Turm (Luftbeobachter-Turm) und eine große Antennenanlage, deren Kabelableitung man wegen der Dicke der alten Gemäuer außen vorbei zu einem Fenster bzw. einer Schießscharte führen musste.
In den militärischen Räumen sind auch Luftwaffenhelferinnen (LN-Einheit des Fluplatzes oder der Flak: -Stab Flak Regiment 14?) tätig.
Bewohner der umliegenden Häuser suchen bei Luftgefahr in diesem alten Fort Schutz und kommen mit den Soldaten und den Lw-Helferinnen in Kontakt.
Ein s.Zt. noch sehr junger Zeuge berichtet (im Museum), dass er sich damals häufig alleine und völlig ungestört bzw. ungehindert auf dem Butzweilerhof herumgetrieben habe.
Dabei konnte er beobachten, dass auf dem Flugfeld Jagdmaschinen landen und dort – bei gutem Wetter- sofort an Ort und Stelle versorgt oder auch von mobilen Werftzügen repariert werden.
Bei einem Tiefangriff amerikanischer Jagdbomber (Jabos) konnte sich der Zeitzeuge noch rechtzeitig an ein Gebäude (Baracke in der Nähe Ecke Butzweiler-/Escher Straße?) werfen.
Eine Bombe explodierte in seiner Nähe; er kommt unverletzt mit dem Schrecken davon. Danach kommen Luftwaffen-Soldaten in einem Pkw zu ihm, fragen, ob ihm etwas passiert sei und lassen ihn einstiegen.
Sie bringen ihn dann – quer über den Flugplatz fahrend - nach Hause
 
 
1944-08-15
Es gibt Fliegeralarm in Köln.
Aus einem Verband von 877 amerikanischen Boeing B-17 „Flying Fortress“ und Consolidated B-24 „Liberator“, die bereits Flugplätze im Emsland und Westfalen angegriffen haben und über Köln nach Westen abdrehen, scheren 108 Maschinen aus und greifen den Fliegerhorst Köln-Ostheim an.
Hauptziele sind die Startbahn, die Abstellboxen und die neue Rollbahn. Auch werden Tank- und Munitionslager getroffen.
Die Schäden werden in den nächsten Wochen beseitigt.
 
 
1944-08-20
Die „Jägerzuführungsstaffel Ostheim“, die seit 1942-00-00 besteht, wird im Zuge der Neugliederung der Luftwaffe aufgelöst.
 
 
1944-08-23
Bei einem Angriff der Royal Air Force (RAF) auf die westlichen Randgebiete der Stadt wird der Flughafen Köln Butzweilerhof leicht beschädigt.
 
 
1944-09-00
Die Stadt setzt zu dieser Zeit auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof ein größeres Kommando KZ- und Gestapohäftlinge -unter Führung des Gestapo-Mannes Brodesser- ein.
Es wird in geschlossenen Lastwagen zum Flugplatz gebracht.

Die Häftlinge arbeiten dort in 12-Stunden-Schichten tagsüber und nachts. Sie munitio¬nieren landende Flugzeuge und beseitigen nach Luftangriffen die Schäden auf dem Rollfeld und schütten Bombentrichter zu.

 
 
1944-09-00
Eine Einheit …............? des Nachtjagd-Geschwaders 2 (NJG 2) befindet sich auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof.
 
 
1944-09-18
Der Stab des Nachtjagd-Geschwaders 2 (NJG 2) (Kommodore Oberstleutnant Günther Radusch) verlegt mit drei seiner Nachtjagdmaschinen vom Typ Junkers Ju 88G-6 vom Flugplatz Köln Butzweilerhof zum Fliegerhorst Köln-Ostheim.
Der Geschwaderstab des NJG 2 bleibt bis zur Verlegung in den norddeutschen Raum am 01-11-00 in Köln-Ostheim, die Flugzeuge werden jedoch in Wahn abgestellt, wo es bessere Tarn- und Abstellmöglichkeiten gibt.
 
 
1944-09-27
Aus dem Raum Antwerpen kommend fliegt ein gemischter englisch/amerikanischer Bomberverband von ca. 200 Avro „Lancaster“ und Boeing B-17 „Flying Fortress“ über Düren nach Köln.
Angriff auf den Fliegerhorst Köln-Ostheim.
 
 
1944-09-00
Häftlinge des KZ-Kommandos Westwaggon, Deutz werden für Sprengkommandos abgestellt. Soldaten holen sie morgens ab und setzen sie u.a. auch auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim ein.
Sie werden auch für die Erweiterungsbauten herangezogen.
 
 
1944-00-00
In der Segelfliegerschule Brück/Eifel (altes Übungsgelände des KCfL/DLV) werden Angehörige der Flieger-HJ aus Köln geschult.
Geflogen wird mit Schulgleiter SG-38. Auf einem Holzturm im Wald mit freiem Rundblick ist immer ein Luftspäher stationiert, der bei Annäherung von Jagdbombern (Jabos) Alarm gibt.
 
 
1944-09-00
Die 2.Flakdivision ist beim Lw. Kdo West-III. Flakkorps zur Abwehr im Raum ostwärts Kölns und in der Eifel eingesetzt.
 
 
1944-09-00
Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof wird eine Sonderwaffe gegen anfliegende alliierte Bomberverbände erprobt.
Kurz vor die Bomberpulks werden Raketen hochgeschossen, aus denen sich in einer vorher eingestellten Höhe hochexplosive Nitropenta-Schnüre von ca.100 m Länge, welche mit je einem roten, weißgebändertem Fallschirm von 60cm Durchmesser verbunden sind, lösen.
In diese, an den Fallschirmen schwebenden Schnüre, sollen die Bomber hineinfliegen, die Schnüre sich dann in die Luftschrauben verwickeln und durch ihre Explosionen die Motoren absprengen.
Durch die herumfliegenden Trümmer sollen noch andere im Verband mitfliegende Maschinen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Bei einem solchen Einsatz wurden mehrere Feindmaschinen so (vernichtet?) beschädigt, daß sie im rechtsrheinischen Gebiet (abstürzten?) notlandeten.
Bei Hochdahl kam eine Boeing B-17 „Fliegende Festung“ herunter, von der für weitere Versuche mit Sprengschnüren in der Nähe von Wulfshof (abseits der Straße Moitzfeld-Herkenrath in einem Waldgebiet) die Tragflächen abmontiert und abtransportiert wurden.
General der Jagdflieger Adolf Galland äußerte im Zusammenhang mit dieser Sonderwaffe:
„Wie sollen denn meine Jagdflieger noch ihre Auszeichnungen verdienen?“
 
 
1944-09-00
Die I.Nachtschlachtgruppe (NSGr.) 2 -ohne ihre 4. Staffel *)- wird mit ihren Nacht-Stukas Junkers Ju 87 D-3 und D-5 auf den Flugplätzen Köln-Ostheim, Wahn und Hangelar stationiert.

Bei Beginn des Einsatzes sind ca. 80 Maschinen verfügbar.
Sie fliegen von hier mit ihren schwarz bemalten, mit langen Auspuff-Flammdämpfern ausgerüsteten Maschinen im Tiefflug zu Dämmerungs- und Nachteinsätzen bis in den Raum südlich von Aachen.
Der Staffelkapitän der 1.Staffel/NSGr.2 wird über Wahn von einem englischen Fernnachtjäger abgeschossen.

Nach dieser Quelle kamen die 1., 2. u.3. Staffel/NSGr.2 bereits im Mai 1944 nach Köln-Ostheim und Hangelar.

 
 
1944-00-00
Obwohl der Fliegerhorst Köln-Ostheim an Bedeutung verliert, verstärkt man um den Platz herum den Flakschutz erheblich.
 
 
1944-10-04
Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels landet auf dem Flugplatz Köln Butzwei¬lerhof, um einen erneuten „Durchhalteappell“ an die Kölner Bevölkerung zu richten.
Bei seinem letzten Kölnbesuch am 1943-07-06 ließ er sich vor dem stark beschädigten Dom fotografieren.
 
 
1944-10-04
Die deutsche und europäische Kunstflugmeisterin Liesel Bach, eingesetzt beim Überführungsgeschwader 1, Tempelhof, landet mit ihrer Junkers Ju 87 „Stuka“ –von Stendal kommend- auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim. Es ist ihr 35. Überführungsflug seit dem 1943-11-06
 
 
1944-10-14
Bei diesem Großangriff der USAF mit 888 Flugzeugen auf Köln werden 19 Minen, 3.200 Sprengbomben, 60.000 Stabbrand- und 600 Phosphorbrandbomben abgeworfen. Durch einen Sprengbombenvolltreffer werden in der Flakstellung der 1./886 im Blücherpark ein Soldat und ein Luftwaffenhelfer getötet und neun Soldaten und zwei Luftwaffenhelfer verwundet.
 
 
1944-10-15
1000 Bomber der USAF führen den schwersten Großangriff des Monats gegen Köln aus. Abgeworfen werden 22 Minen, 3.500 Spreng-, 100.000 Stab- und 360 Phosphorbrandbomben. Die Flakstellung der 1./886 auf der Herkuleswiese wird durch Sprengbombenwirkung beschädigt. Ein Flaksoldat wird getötet.
 
 
1944-10-15
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim wird von einer amerikanischen Aufklärungsmaschine Lockheed P38 „Lightning“ der 27. Photo Squadron aufgenommen.
Auf dem Platz stehen Junkers Ju 87 der NSGr.2.
 
 
1944-10-00

In diesem Monat (der schlimmste des Bombenkriegs gegen Köln!) wird bei den größeren Luftangriffen auf Köln der Fliegerhorst Köln-Ostheim als Nebenziel mitangegriffen.
 
 
1944-10-00
Seit diesem Zeitpunkt liegt in Wahn die II./NJG 2.
Bei größeren Luftangriffen wird Wahn regelrecht ausgespart ? 1944-12-23.
 
 
1944-11-01
Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof liegt die II./NJG 2. _

In Köln-Ostheim ,liegt die NSGr.2 und der Stab/NJG 2. _

In diesem Monat erfolgt die Verlegung des Stabs/NJG 2 in den norddeutschen Raum.

 
 
1944-11-10
Bei einem Angriff der 8.U.S.Air Force auf strategische Ziele der Stadt werden auch die Flughäfen Köln Butzweilerhof und Köln-Ostheim angegriffen.
 
 
1944-11-00
Auch in diesem Monat wird der Fliegerhorst Köln-Ostheim als Nebenziel durch alliierte Bomber mitangegriffen.
 
 
1944-00-00
Im Großraum Köln sind folgende Scheinanlagen (-flugplätze) bekannt:
Lövenich, Godorf, Gymnich, Heumar, Hückelhoven, Fühlingen, Nievenheim (schon ab 1941); Hitorf, Merkenich, Garddorf, Widdig, Spich (schon ab 1942) sowie Altenrath und Sinnersdorf.
 
 
1944-00-00
Der Stab/Flakscheinwerferabteilung 408, der seit 1942 (belegt - siehe Aussage Goergen 1942) in der Flakkaserne Köln-Ossendorf, Flughafenstraße liegt, wird nach Groß Königsdorf (Baracken neben der Röhrenfabrik) verlegt.
 
 
1944-11-00
Die 1.und 3. Staffel des NJG 11 sind auch in Hangelar stationiert und fliegen bis zu ihrem Ausscheiden aus der I.Gruppe, im Januar 45, von hier aus ihre Einsätze gegen die Nachtbomber der Royal Air Force (RAF).
 
 
1944-12-01
Nach weiteren Umgruppierungen und Auflösungen (?1944-03-01) besteht die 7. Flakdivision aus:
Regiment 14 - Flakgruppe Köln mit den Abteilungen s. 331, 371 (ohne Stab), 381, 465, 512, 666 (ohne Stab), s. 707 neu - nur Stab, le. 749, 886, lsp. 101 und z. Zt. S./E 416, 902, le./E 821;

Vom Regiment 144 = Flakgruppe Brühl m. d. Abteilung: s. 135, 222 (aus Bremen), 245 (ohne Stab), le. 784, 785 (ohne Stab), 889 und 915 (neu) gehört zur Flak-Scheinwer¬fergruppe Köln das Sw. Regiment 113 (neu) mit den Sw. Abteilungen 159, 270, 408, 438.

 
 
1944-12-00
In den Waldrändern um den Startplatz Wahn stehen viele Schlachtflugzeuge Focke Wulf Fw 190 des Schlachtgeschwaders (SG) 4.
 
 
1944-12-00
Die Nachtschlachtgruppe (NSG) 20 kommt mit ihren Focke Wulf FW 190 auf den Einsatzplatz Hangelar
 
 
1944-12-00
Die 8.Fallschirmjäger-Division wird in Wahn aufgestellt und kommt zum Einsatz: Holland-Niederrhein-Ruhrkessel.
 
 
1944-12-16
Die I./Nachtschlachtgruppe (NSG) 2 verliert im Raum Aachen durch englische Fernnachtjäger eine Besatzung, die sich aber zu den deutschen Linien durchschlagen kann.

Anm.: Ein Bericht darüber –von dem Kriegsberichter Josef Ollig vom 21.12.1944- ist zum Abdruck im
Völkischen Beobachter und im Westdeutschen Beobachter bestimmt.
 
 
1944-12-19
Das zur Vorbereitung und Unterstützung der „Ardennenoffensive“ ab Ende November an der Westfront eingesetzte Schlachtgeschwader (SG) 4 wird auf die Feldflugplätze im Köln-Bonner Raum umgesetzt.
Mit Verlegebefehl vom 19.12.1944:
Stab und I./SG 4 nach Bonn-Hangelar,
II./SG 4 nach Köln Butzweilerhof,
III./SG 4 nach Wahn.

Die Gruppen haben dafür zu sorgen, ass auf diesen Plätzen laufend 25-30 Einsatzflug¬zeuge Focke Wulf FW 190F 8 mit Flugzeugführern zur Verfügung stehen.
Die II./SG 4 verlegt mit allen Teilen und Maschinen auf den Flugplatz Köln Butzweilerhof.
Rückhaltehorst der SG 4 ist der Fliegerhorst Kirtorf, wo das nicht im Einsatz benötigte Personal (außer II./SG 4) und alle nicht im Einsatz benötigte FW 190 (außer II./SG 4) verbleiben. Ebenso alle Arado 96 mit Blindfluglehrern.
In Kirtorf erfolgt die fliegerische Ausbildung, einschließlich Blindflugschulung.
Im Verlegebefehl genannte Offiziere der II./SG 4: Hptm.Suck, Oltn.Busch, Ltn.Epke; Vertreter des Geschwader-TO Obltn. Jäger.
Geschwaderkommodore ist Oberstleutnant Jannsen, Geschwaderadjutant Oberleutnant Hering (?).

 
 
1944-12-21
Etwa 100 amerikanische Bomber greifen Köln an und werfen u.a. 14 Minen und 355 Sprengbomben auf Verkehrsanlagen in den westlichen und nordwestlichen Vororten, so auch u. a. in Ehrenfeld (Schlachthof) und Nippes (Güterbahnhof, Reichsbahnausbesser-ungswerk). Die Flakstellung der Batterie 1./886? auf der Herkuleswiese wird durch eine Mine getroffen. (Keine weiteren Angabe.)
 
 
1944-12-22
In der Longericher Schule an der Hauptstraße ist die Flughafenkompanie vom Flugplatz Köln Butzweilerhof einquartiert.
 
 
1944-12-23
Die Flugplätze Köln-Ostheim und Hangelar werden von alliierten Luftstreitkräften angegriffen.
In Wahn fällt keine Bombe 1944-10-00 Ende.
 
 
1944-12-24
Die Schlechtwetterzone der vergangenen Woche weicht nun endgültig, der Tag präsentiert sich in strahlendem Blau.
Am Morgen startet die 8.Luftflotte der Amerikaner in England um die Rundstedt-Offensive der Deutschen vom -12-16 nun endgültig zu stoppen. Allein 1.400 Bomber, von über 700 Jägern gedeckt, greifen elf Flugplätze der Luftwaffe im Gießener, Frankfurter und Darmstädter Raum an. Die restlichen Formationen, unterstützt durch Verbände der Royal Air Force (RAF) und der 9.US-Luftflotte, fliegen wieder Angriffe gegen Verkehrsziele, vorwiegend Eisenbahnanlagen zwischen Trier und Euskirchen.
Gegen diese riesige Armada setzt die Deutsche Luftwaffe 700-800 Focke Wulf Fw 190 und Messerschmitt Me 109 der Jagdgeschwader 1, 2, 3, 4, 6, 11, 26, 27, 53, 54, 77, 300 und des SG 4 ein.
Das JG 300 erleidet bei schweren Luftkämpfen über dem Knüll-Gebirge, westlich Bad Hersfeld, hohe Verluste (Ernst Schröder).

Mit leicht wechselnden Ostkursen dringen Pulks von Boeing B-17 „Fliegende Festung“ der USAF auch über die Reichsgrenze südlich Aachens vor. Über dem Hohen Venn kommt es zwischen den amerikanischen Viermots und den Jagdmaschinen des JG 3, der I./JG 27 und der I., II. und III./JG 6 zu heftigen Kämpfen, bei denen es auf beiden Seiten zu Verlusten kommt. Das JG 6 verliert hier 11 Flugzeugführer -Hauptmann Elstermann, der Kommandeur der I. Gruppe, gleich drei seiner Offiziere: Oberleutnant Lyons, Leutnant Rieckhoff und Leutnant Starzacker.
Der Flugzeugführer der I./JG 6 „Horst Wessel“ (ex III./ZG 26) Peter B. -in Faßberg mit einigen Kameraden gestartet- hat über dem Aachener Frontgebiet Schwierigkeiten mit dem Motor seiner Fw 190A-8 (A-9?), der sämtliches Öl verloren hat. Es gelingt ihm trotz Sichtbehinderung und unbemerkt von Schwärmen britischer Jäger aus 8.000 Metern Höhe seine Maschine im Segelflug Richtung Köln und über den Rhein zu bringen und auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim heil zu landen.
Seine Fw 190A-8 (A-9?) „blaue 16“ kommt in die Werft. Den Heiligabend verbringt Peter B. im Bunker der Flugauswertung mit einigen netten und feschen Kölner Mädels.
Da seine Ersatzmaschine auch unklar ist, muß er am nächsten Tag mit der Bahn nach Faßberg zurückfahren.

 
 
1944-12-24
Angriff der Royal Air Force (RAF) auf Köln.
Dieser Luftangriff am Heiligabend wird im Kölner Polizeibericht - nicht wie üblich - als „Terrorangriff“ sondern ausdrücklich als Angriff gegen Verkehrsanlagen und Flughafen bezeichnet.
Nachdem mehrere Zielmarkierungsbomben abgeworfen sind, gehen zwei Minen und 490 Sprengbomben auf den Flughafen Köln Butzweilerhof und den Verschiebebahnhof Köln-Nippes nieder, wo erhebliche Gleisschäden entstehen und ein Munitionszug explodiert.
Auf dem Flughafen gibt es neun Todesopfer. Die telefonische Horstvermittlung wird danach vom Butzweilerhof nach Rodenkirchen verlegt.
Bei diesem Angriff werden auch die Glanzstoffwerke in Merheim lrh. getroffen.
Schäden an Wohnhäusern und sonstigen Gebäuden sind demgegenüber gering.
 
 
1945-01-01
Am Morgen dieses Tages erfolgt der letzte Masseneinsatz der Luftwaffe, das „Unternehmen „Bodenplatte“. Alle noch verfügbaren Tagjäger starten zu Tiefangriffen gegen die alliierte Bodenorganisation in Holland, Belgien und Frankreich. Der Stab der Luftflotte hofft durch überraschend ausgeführte Angriffe, die auf dem Festland stationierte gegnerische Jägerstreitmacht weitgehend ausschalten zu können.
Zu diesem Einsatz starten von den Flugplätzen Köln-Ostheim, Köln-Wahn und Bonn-Hangelar *) 55-65 Focke-Wulf FW 190F-8-Schlachtflugzeuge des Schlachtgeschwaders (SG) 4 unter dem bekannten Kommodore -Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern- Oberst Alfred Druschel, der nach diesem Einsatz als vermißt gilt.
 
 
1945-01-04
Die 1. und 3. Staffel des NJG 11 scheiden aus der I. Gruppe aus.
Sie lagen von 1944-11-00 (auch) in Hangelar.
Die beiden Staffeln werden die 8. und 7. Staffel der neuaufgestellten III./NJG 11.
Diese neue III.Gruppe bleibt in Hangelar bis zu ihrer Verlegung nach Bad Lippspringe am 1945-03-02.
 
 
1945-01-28
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim ist noch einmal das Ziel amerikanischer Bomberverbände.
Getroffen werden das Flugfeld, die Abstellplätze und die Flakstellungen.
Es sterben 17 Luftwaffenhelfer aus Köln, die der Flakbatterie 1./le.886 angehören.
 
 
1945-01-00
Zu diesem Zeitpunkt hat die I./NSG 2 die Plätze Köln-Ostheim und Wahn geräumt und Behelfsplätze im Westerwald belegt.
 
 
1945-02-25
Es kommt zu einer größeren Luftschlacht.
Zweiundzwanzig Jäger Focke-Wulf FW 190D-9 („Langnasen“) des JG 26 „Schlageter“, die in Fürstenau gestartet sind, stoßen auf amerikanische Jagdbomber Republic P-47 „Thunderbolt“, die Tiefangriffe auf die Flugplätze Köln-Ostheim und Wahn fliegen.
Den deutschen Piloten gelingen nur zwei Abschüsse bei vier eigenen Verlusten.
Beim Landeversuch auf dem Flugplatz Wahn stürzt Uffz. Just von der 5./JG 26 „Schlageter“ mit seiner FW 190D-9 ab.
 
 
1945-03-01
Vom Flugplatz Wahn starten einige Stukas Junkers Ju 87D der Nachtschlachtgruppe (NSG) 2 um die auf Köln vorrückenden Panzerspitzen der 3. US-Panzerdivision anzugreifen.
Die Maschine der Besatzung Unteroffizier Paulus Handschuh/Obergefreiter Helmut Dehnert wird von einem Jagdflieger der US-Luftwaffe über Etzweiler abgeschossen und schlägt rund fünf Kilometer nördlich von Widdendorf entfernt bei Elsdorf-Etzweiler auf einen Acker auf.
 
 
1945-03-02
Bei dem letzten schweren Luftangriff der Alliierten auf Köln erhält die schwere Flakbatterie am Fröscherweg Volltreffer. Es kommen viele der in der Stellung eingesetzten Luftwaffenhelfer (Flakhelfer) ums Leben. Tage später noch liegen ihre Leichen um die Stellung herum verstreut.
 
 
1945-03-02
Die III./NJG 11 verlegt von Hangelar nach Bad Lippspringe
 
 
1945-03-04
Die amerikanische 3. Panzerdivision der „First US-Army“ erreicht die westliche Kölner Stadtgrenze.
Die komplette Spitze der Stadtverwaltung, darunter der kommissarische Oberbürgermeister Robert Brandes, begibt sich am -03-05 auf die rechte Rheinseite.
Gauleiter Josef Grohé flüchtet auch am Abend dieses Tages vom Ufer an der Hohenzollernbrücke aus mit einem Motorboot auf die Deutzer Seite.
Die Hohenzollernbrücke wird von deutschen Pionieren gesprengt.
 
 
1945-03-00
Der Feldflugplatz Köln Butzweilerhof wird von den deutschen Truppen geräumt, die dort lagernde Munition gesprengt.
 
 
1945-03-06
Die Amerikaner besetzen Köln.

In der Nähe des Flugplatzes Köln Butzweilerhof (Rochusstraße) werden einige US-Panzer abgeschossen.

Der Zeitzeuge*) berichtete, daß er in den ersten Tagen der Besetzung von den Amerikanern als Dolmetscher eingesetzt wurde.
Die zerbomte Flakstellung am Fröscherweg ? 1945-03-02 bot einen grauenhaften Anblick. Die Leichen der getöteten Flakhelfer lagen verstreut im Gelände.

Eine Fahrt im US-Jeep führte auch zum Flughafen Köln Butzweilerhof.
Die gesamte bauliche Anlage war noch erhalten und schien äußerlich beinahe unbeschädigt.
Lediglich auf dem Kontrollturm fehlte die letzte Etage, die gänzlich verglast als Aussichtsraum gebaut war (sie wurde zu Beginn des 2.Wks. ? 1939-09-01 abmontiert und eingelagert).
In den Fenstern der Gebäude fehlten teilweise die Scheiben, die durch Bombenluftdruck zersprungen waren. Im Abfertigungsgebäude lagen verstreut militärische Ausrüstungs¬gegenstände auf dem Boden.
Sehr erstaunlich war, daß in einigen Kellerräumen, in denen eine Nachrichtenstelle eingerichtet war, noch die Fernschreiber tickten. Deren Sprengung bzw. das Unterbrechen der Leitungen hatte man offensichtlich beim überstürzten Absetzen auf die rechte Rheinseite vergessen.
Das Flugfeld war mit Bombentrichtern übersät. Dazwischen standen oder lagen die Trümmer von Flugzeugen, wie Focke-Wulf FW 190 und Messerschmitt Me 109.

 
 
1945-03-08
Die III./NJG 11 räumt den Flugplatz Hangelar.
Sie nehmen je zwei Messerschmitt Me 109 und Junkers Ju 88-Nachtjäger vom Fliegerhorst Köln-Ostheim nach Lippstadt mit. Alle nichtflugfähigen Maschinen werden gesprengt.
 
 
1945-03-08
In den nächsten Wochen wird der Fliegerhorst Köln-Ostheim von den deutschen Truppen endgültig geräumt.
 
 
1945-03-10
Oberleutnant Heinrich Heinz, bisher Angehöriger der Fliegerhorst Kompanie 11/VI Köln Butzweilerhof, gehört der Dienstelle L 62345 Lgpa. Unna an.
(Lgpa. = Luftgaupostamt)
 
 
1945-04-11
Ein Tag vor der Besetzung der rechtsrheinischen Kölner Vororte wird aus einer amerikanischen Maschine*) der Fliegerhorst Köln-Ostheim fotografiert ? -04-13.
 
 
1945-04-12
In dieser Zeit wird auch das rechtsrheinische Köln von den amerikanischen Truppen besetzt.
 
 
1945-04-13
Die Amerikaner besetzen den Fliegerhorst Köln-Ostheim.
Alle Einrichtungen, die zu einem Flugbetrieb gehören, werden zerstört.
 
 
1945-05-04
Der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer wird von der amerikanischen Militärregierung erneut mit dem Oberbürgermeisteramt betraut, nachdem bereits am
-03-14 die Kölner Stadtverwaltung unter der Leitung seines Schwagers Willi Suth ihre Arbeit aufgenommen hat.
Adenauers Priorität ist, Handel und Verkehr wieder ins Leben zu rufen und die Verkehrsmittel und -wege so früh wie möglich wieder instand zu setzen.
Während schon zu dieser Zeit der Omnibusverkehr, im linksrheinischen Köln der Straßenbahnverkehr, wieder teilweise funktionieren und der erste Personenzug vom Hauptbahnhof nach Pulheim fährt, liegt der regionale Luftverkehr brach.
Der gesamte deutsche Luftverkehr ist unter die Hoheit der Alliierten gestellt.
Der Alliierte Kontrollrat hat durch eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen den Luftverkehr für Deutsche unzugänglich gemacht. So verbietet die Direktive Nr. 23 neben der Ausübung des Flugsports den Deutschen auch die Planung und Anlage von Flughäfen sowie die Herstellung von Flugzeugen.
 
 
1945-05-08
Kapitulation der Deutschen Wehrmacht.
Der 2. Weltkrieg ist beendet.

- 60.000.000 Tote
- unzählige physisch und psychisch Verletzte
- viele Europäische Städte zerstört
- Millionen Obdachlose
- Ethik, Kunst und Wissenschaft schwer geschädigt

Köln, einer der meistzerstörten deutschen Städte, verzeichnet bis zu seiner Besetzung durch amerikanischen Truppen am 03-06 :

1 089 Öffentliche Luftwarnungen (erst ab 1942-09-08 eingeführt),
1 122 Fliegeralarme,
262 Fliegerangriffe, davon 50 schwerste,
20 000 Luftkriegstote.

Die Kölner Bevölkerung stand während der Dauer des Krieges insgesamt:
1 954 Stunden unter den besonderen Gefahrenmomenten des Luftkrieges, das sind:
81 volle Tage (24 Std.) und 10 Stunden = 2 Monate und 20 Tage.

Gesamtzahl der abgeworfenen Bomben über Köln (Mindestmenge):
1 274 Minen,
42 950 Sprengbomben,
1 401 939 Stabbrandbomben,
39 649 Phosphorbrandbomben und Kanister

Die Stadt war so stark zerstört, dass man daran dachte sie weiter nördlich wieder aufzubauen.

 
 
1945-05-08
Die deutsche und europäische Kunstflugmeisterin Liesel Bach, eingesetzt beim Überführungsgeschwader 1, Tempelhof, hält sich auf dem Fliegerhorst Leck/Holstein auf.
Sie bekommt von Major Anton Hackl -Kommodore des JG 11- auf einem Potraitfoto von ihm eine Widmung mit folgenden Wortlaut:
„Dem herrlichen Mädel, Fräulein Lisl Bach in alter Frontkameradschaft in den letzten Tagen des Weltringens.
Leck, den 8. Mai 1945
Toni Hackl Major und Geschwaderkommodore J.G. 11“
Auf der Vorderseite der Portraitaufnahme steht: „Toni Hackl 1945.“
 
 
1945-05-08
Am Ende des Krieges liegen auf dem Flughafen Hangelar fast alle Gebäude, mit Ausnahme der alten Flugzeughalle von 1917, in Trümmern.
 
 
1945-05-08
Viele Aufzeichnungen über die Geschichte des Kölner Luftsports, so das ganze Klubarchiv des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL) mit vielen Originalen sind durch Kriegsereignisse abhanden gekommen.
 
 
1945-00-00
Der Kölner „fliegende (MIVA)-Pater“ Paul Schulte, der sich seit 1944-12-00 in Texas aufhielt, erhält das amerikanische Bürgerrecht und kann als US-Bürger nach dreizehnjähriger Abwesenheit wieder in seine Heimat zurückkehren.
Da in Deutschland das Fliegen zunächst verboten ist, fährt er mit einem klapprigen Diesel über Land und heftet sich das Attribut „dieselnder Pater“ an.
 
 
1945-06-21
Die Amerikaner ziehen aus Köln ab und die Engländer kommen -nach 19jähriger Abwesenheit- als Besatzungstruppen (wieder) in ihre Zone.
Im Regierungsbezirk Köln gefundene Bomben- und Granatblindgänger werden nach ihrer Entschärfung auf dem Gelände des Flugplatzes Köln Butzweilerhof gelagert und gesprengt.
Das Flugfeld ist mit hunderten großer Krater übersät.

Die am Mühlenweg liegenden Abstellplätze (Splitterschutzboxen*) der ehemaligen Deutschen Luftwaffe werden zerstört. Ebenso einige Hallen aus Beton.
Der größte Teil der Rollwege und Startbahnen des Flugplatzes werden bei Übungsflügen der Royal Air Force (RAF) durch Abwurf von Zementbomben zerstört.

Die Engländer übernehmen auch den ehemaligen feldmäßigen Einsatzhafen (E 13/VI) Wahn.

Die Royal Air Force (RAF) benutzt für einige Jahre den Wahner Flughafen für Versorgungsflüge.

 
 
1945-08-00
Die Flughafengebäude auf dem Butzweilerhof sind nach außen beinahe unversehrt+), die Innenausstattung allerdings ist fast völlig demontiert worden.
Das deutsche Militär brachte 20 Motoren und eine große Lichtmaschine nach Radevormwald.
Heizungs- und Beleuchtungsanlage, Installationen, Tank- und Gleisanlagen bringt die Royal Air Force zum Aufbau des britischen Militärflughafens in die Wahner Heide.
150 Fenster, 30 große Türfenster von Balkon und Terrasse, 10 Türen und 4 Luftschutztüren finden den Weg ins Lager der städtischen Garten- und Friedhofsverwaltung.
Die übrigen irgendwie beweglichen Teile der Ausstattung verschwinden bei Plünderungen durch die Bevölkerung.
 
 
1945-08-00
Die Royal Air Force (RAF) beginnt mit dem großzügigen Aufbau eines Luftwaffenstützpunktes in der Wahner Heide.

Der Militärflughafen mit 50 Meter breiter und 1830 Meter langer Betonstartbahn, 5 Hallen, Flugleitungsturm, Wetterwarte, Nacht- und Hindernisbefeuerung sowie Funkanlagen bildet den Grundstock zum späteren Köln-Bonner Flughafen.
Die Bauarbeiten ziehen sich längere Zeit hin, doch beginnt schon bald der Flugbetrieb.

Zu diesen Arbeiten zieht das RAF-Arbeitskommando später kriegsgefangene Angehörige des Jagdgeschwaders 51 „Mölders“ heran, die in Schleswig-Holstein in Gefangenschaft kamen und dort in den britischen Abrüstungskommandos (ab Mitte September heißen die Dienststellen „Deutscher Arbeitszug Luft“ (DAZL) unter Führung von Major Lange arbeiteten.

Nach Köln Butzweilerhof und Wahn kommt eine größere Gruppe der ehemaligen III./JG 51.
Hier treffen die Männer auch andere ehemalige Geschwaderangehörige, so auch vom JG 3 und SG 4.
 
 
1945-00-00
Der Flughafen Köln Butzweilerhof wird von der Royal Air Force (RAF) wieder flugklar gemacht.
Zu diesen Arbeiten zieht das RAF-Arbeitskommando kriegsgefangene Angehörige des Jagdgeschwaders 51 „Mölders“ heran, die in Schleswig-Holstein in Gefangenschaft kamen und dort in den britischen Abrüstungskommandos (ab Mitte September heißen die Dienststellen „Deutscher Arbeitszug Luft“ (DAZL) unter Führung von Major Lange arbeiteten.
Nach Köln Butzweilerhof und Wahn kommt eine größere Gruppe der ehemaligen III./ JG 51. Hier treffen die Männer auch andere ehemalige Geschwaderangehörige, so auch vom JG 3 und SG 4. *)

*) Hinweis: ?auch 1944-12-19

Die Royal Air Force baut die von der Deutschen Luftwaffe 1940-04-00 seit zwischen Sinnersdorf und Esch errichtete unterirdische Funkstation**), die durch Kriegsereignisse zerstört wurde, wieder auf und benutzt sie.
Auf dem ehemaligen Flugfeld (Grasnarbe) werden sog. PSB-Bahnen (gelochte Eisenplatten) als Startbahnen und Rollwege verlegt.
Strahljäger vom Typ Gloster „Meteor“, Vickers „Venom“ und „Vedette“ werden hier stationiert und pausenlos geflogen.
Es kommt zu Abstürzen und Notlandungen mit Totalverlust.

CO-Comm.Officer der RAF auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof ist Mr.Lenten. _
MT-Chief der Motorisierten Transport-Abteilung ist Mr. Ree.
 
 
1945-00-00
Die ab 1940-04-00 im äußeren Grüngürtel am Südrand der Gemeinde Pesch zur Aufnahme von zwei Flugzeugen errichtete Halle wird von der Oberfinanzdirektion Köln an den Schafzüchter Krämer vermietet.
 
 
1945-11-00
Die stadtkölnischen Behörden werden von der britischen Militärregierung angewiesen, das Gelände des Flughafens Köln Butzweilerhof zum Zwecke der landwirtschaftlichen Nutzung an geeignete Landwirte pachtweise zu vergeben.
Grundlage für diesen Schritt ist die Verordnung Nr. 84 zur „Sicherung der Volksernährung“.
 
 
1946-01-01
Die durch den Krieg für die zivile Luftfahrt auferlegten Einschränkungen der Engländer werden aufgehoben. Das gilt jedoch nicht für Deutschland, dem Verlierer des Krieges.
 
 
1946-00-00
Im Niehler Hafen ist zeitweise ein Großflugboot der Royal Air Force (RAF) stationiert. Diese Maschine überfliegt häufig im Tiefflug Köln-Ossendorf und den Flugplatz Köln Butzweilerhof.
Jugendliche, wie z. B. Bernhard Fassbender, lassen sich von den herunter fallenden Wassertropfen treffen.
 
 
1946-00-00
Auf Anregung von Hans Stüttem -Vorkriegsmitglied des KCfL- finden sich wieder im kleinsten Kreis Ballonfahrer zusammen. Sie gründen schließlich mit 39 Mitgliedern den „Kölner Klub für Freiballonsport“ als Nachfahre des KCfL.
 
 
1946-03-0
Die 128.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito XVI“ (leichter Bomber), Kz: M5 ? B, in Wahn stationiert.
 
 
1946-03-0
Die 180.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito XVI“ (leichter Bomber), Kz: ......?....?, in Wahn stationiert.
 
 
1946-03-11
Die 305.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito VI“ (leichter Bomber), Kz: SM ? H, in Wahn stationiert.
 
 
1946-03-15

Die 98.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito XVI“, Kz: VO ? Y, (ab 08.1948 /Kz.?) in Wahn stationiert.
 
 
1946-04-01
Die 14.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito FB16“ (Aufklärer), Kz: CX ? G, in Wahn stationiert.
Die 69.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito XVI“ (leichter Bomber), Kz: .....?.....?, in Wahn stationiert.
 
 
1946-08-00
Der große Herd des Flughafenrestaurants auf dem Butzweilerhof wird in die Krankenanstalten Köln-Merheim gebracht.
Der ehemalige Betreiber des Restaurants, Gustav Weißenfeld, erkundigt sich bei Flughafenmeister Knott nach dem Verbleib des Herdes, da er ihn für seinen neuen Restaurationsbetrieb benötigt, den er in der Komödienstraße eröffnen will.
 
 
1946-10-0
Die von der städtischen Maschinen- und Installationsabteilung in den Gebäuden des ehemaligen Flughafens Köln Butzweilerhof abmontierten 68 Heizkörper werden in die Gebäude der Riehler Heimstätten, dem städtischen Altenheim, gebracht.
 
 
1946-10-00
Die Stadt Köln versucht vergeblich, die aufgrund einer Anweisung der britischen Militärregierung vom 1945-11-00 abgeschlossenen Pachtverträge über landwirtschaftlich zu nutzende Flächen auf dem ehemaligen Flughafen Köln Butzweilerhof wieder zu kündigen.
Die Auflösung dieser ihr s. Zt. aufgezwungenen Pachtverträge ist aber wegen der Gesetzteslage erst im 1948-05-00 möglich. Inzwischen soll das Flugfeld mit Klee und Gras eingesät und - wie vor dem Krieg - der Beweidung durch Schafe überlassen werden.
Ziel ist es, den Kölner Flughafen - in der Hoffnung auf dessen baldige Wiedereröffnung - unbedingt verkehrsfähig zu erhalten 1947-08-14.
 
 
1946-12-00
Die britische Militärregierung hat offensichtlich ganz andere Pläne mit dem Flughafen Köln Butzweilerhof als die Stadt Köln. Auf dem ehemaligen Flughafengelände wird von den Briten eine 1.400 Meter lange Landebahn abgesteckt. Anfang des Jahres 1947-00-00 bringt eine englische Fliegerabteilung die zerstörten Rollbahnen des Flughafens in Ordnung. Am 1948-04-24 wird der Kölner Flughafen schließlich auf Anordnung der britischen Militärregierung offiziell beschlagnahmt.
 
 
1946-00-00
Die Briten beginnen mit dem Ausbau des Flughafens Wahn zur „R.A.F.-Station Wahn“ und stationieren dort Nachtjäger und Jagdbomber. Anstelle der vorherigen Startbahn aus Stahlplatten wird eine Betonpiste angelegt. Parallel dazu entsteht eine 1.850 Meter lange Startbahn, die 1948-00-00 in Betrieb geht.
 
 
1947-00-00
Eine englische Fliegerabteilung bringt die zerstörten Rollbahnen des Flughafens Köln Butzweilerhof wieder in Ordnung.
 
 
1947-00-00
Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof wird durch die Royal Air Force (RAF) das größte Radarfeld Deutschlands errichtet.
Eine große Zahl von Eisenmasten umsäumen den Flugplatz.
 
 
1947-00-00
Der nordwestliche Teil des ehemaligen Fliegerhorstes Köln-Ostheim wird an die Arzneimittelfabrik Dr.Madaus & Co (früher Dresden) verpachtet.
 
 
1947-00-00
Aus Gefangenschaft zurückgekehrte Kölner Segelflieger finden sich wieder zusammen und treffen sich im Keller des Eiscafés eines alten Fliegerkameraden, Giovanni Vanoletti, einem kölschen Italiener, in der Schildergasse 98 *).

Später -nach Gründung des „Klub für Segelsport“ ?1949-00-00- werden die ersten Eingaben an die Hohe Behörde (gestützt auf das Gesetz Nr. 24 der Hohen Kommission), die Alliierten, deutsche Politiker und an den Präsidenten des Parlamentarischen Rates,
Dr. Konrad Adenauer und hohe Würdenträger, so Bischof Münch, gemacht, um das Flugverbot aufzuheben.

 
 
1947-08-14
Die Hauptaussage eines Thesenpapiers des Hauptamtes Verkehr der Stadt Köln lautet:
„Es muß nun alles darangesetzt werden, dass Köln im Interesse der Erhaltung seiner verkehrspolitischen Stellung wieder eine Flughafenanlage erhält.“
 
 
1947-10-30
Bei einer Besprechnung Kölner Stadtverordneten unter Leitung des Verkehrsdezernenten Adolphs beim Düsseldorfer Oberstadtdirektor Dr. Walther Hensel trifft der Kölner Vorschlag eines Zentralflughafens (1948-04-24) für die Metropolen Köln und Düsseldorf zunächst auf große Akzeptanz.
Hensel gibt die Möglichkeit zu bedenken, daß eine gemeinsame Flughafengesellschaft unter dem noch aus der Vorkriegszeit vorhandenen Mantel der Düsseldorfer Flughafengesellschaft gegründet werden könne. Außerdem hält er es für unzweckmäßig, zwei Häfen anzulegen, da der Finanzaufwand so für beide Städte erheblich sei.
Der Kostenaufwand für den Zentralflughafen wird zunächst auf 30 bis 50 Millionen Mark veranschlagt.
 
 
1947-11-00
Die Kölner Stadtverwaltung beauftragt das Stuttgarter Planungsbüro des Dr. Ing. Carl -E. Gerlach mit einem Gutachten. Gerlach prüft die Mindestausbaufähigkeit des Flughafens Köln Butzweilerhof im Hinblick auf Baustoffbedarf und Kostenaufwand. Ferner umfaßt das Gutachten die technische Überprüfung des Raums zwischen Köln und Neuss auf Geländeeignung für die Anlage eines Großflughafens Rhein-Ruhr.
Der dritte Teil betrifft die Ermittlung des Verkehrsschwerpunktes im Rhein-Ruhr-Gebiet zur Festlegung des Standorts für den Zentralflughafen unter Berücksichtigung der vorangegangenen Punkte.

Nach Abwägung der Ergebnisse empfiehlt Gerlach*) das Gelände zwischen Köln und Neuss im Gebiet Esch Pesch-Roggendorf zur Anlage des Zentralflughafens.
*) 1949-00-00

Der Flughafen Köln Butzweilerhof dagegen hat schwerwiegende Mängel aufzuweisen.
Zunächst wären aufwendige Instandsetzungsarbeiten erforderlich. Die Kriegs- und Besatzungsschäden beziffert Gerlach auf drei Millionen Mark. Die geschätzten Instandsetzungskosten für die Gesamtanlage würden 2,5 Millionen Mark betragen.
Dazu kommen Flughindernisse durch die Hochspannungsleitungen von Brauweiler nach Rheinkassel sowie durch hohe Schornsteine auf die Negativliste. Außerdem ist das Gelände um den Butzweilerhof herum für einen Ausbau zu klein und daher für die Anlage von Betonrollbahnen wenig geeignet. Die Errichtung der für einen modernen Flugbetrieb erforderlichen Betonrollbahn von mindestens 1.800 Metern Länge mit einer 300 Meter breiten Schutzfläche auf beiden Seiten setzt eine freie Geländefläche von 2.400 Metern voraus. Diese ist nur mit erheblichem Aufwand einzurichten durch Verlegung der Militärringstraße, der Abholzung des Nüssenberger Wäldchens und Verkabelung der Hochspannungsleitungen.
Selbst dann bliebe die Anlage unzulänglich und nicht mehr erweiterungsfähig.

 
 
1947-11-04
Die 4.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito FB 6“ (Aufklärer), Kz: UP ? T, in Wahn stationiert.
 
 
1947-11-1
Die 107.Staffel der Royal Air Force (RAF) wird mit ihren de Havilland „Mosquito VI“ (leichter Bomber), KZ: OM ? V, in Wahn stationiert.
 
 
1947-00-00
Die Royal Air Force (RAF) stellt ihren Flugbetrieb auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof ein.
Es verbleibt nur noch eine Kfz-Reparatur-Einheit dort.
Sie ist in der großen Halle 2 an der Butzweilerstraße untergebracht.
 
 
1948-00-00
Royal Air Force (RAF)-Flugbetrieb auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof
 
 
1948-00-00
Die Modellfluggruppe des ehemaligen Kölner Clubs für Luftsport (KCfL) nimmt, zunächst unter Führung von Willi und Baptist Bauer, den Flugbetrieb wieder auf.
In den folgenden Jahren werden alle nur erreichbaren Wettbewerbe beschickt.
Urkunden, Pokale und Plaketten zeugen von den Erfolgen der Kölner Modellflieger.
 
 
1948-02-00
Henry Ford II landet mit einem zweimotorigen Flugzeug auf dem provisorischen Militärflugplatz Köln-Wahn.
Er kommt mit seiner Frau Ann, seinen beiden Kindern sowie dem Konzern-Präsidenten Ernest Breech.
Es ist sein erster Besuch in Deutschland.
 
 
1948-04-08
Die britische Luftwaffe (RAF) beginnt mit etwa 40 Soldaten und Kriegsgefangenen auf dem ehemaligen Flughafen Köln Butzweilerhof einen Abwurfplatz für Zielbomben einzurichten.
Dafür soll ein Betonring von 500 Metern Durchmesser angelegt werden.
Am Auweilerweg wird ein Hochstand für Beobachtungszwecke gebaut. Im ehemaligen Turm der Luftaufsicht richtet die RAF wieder drei Räume zur Benutzung her.

Gegen diese Nutzung, die den Zustand des Butzweilerhofs noch zusätzlich drastisch verschlechtert, protestieren die Kölner Stadtverordneten ausdrücklich.
Der Kölner Oberstadtdirektor Hermann Pünder bittet den britischen Stadtkommandanten vergeblich, den Butzweilerhof zu verschonen und verweist auf zwei in der Vergangenheit bewährte Übunsplätze bei Chorbusch und bei Elsdorf an der Straße Köln-Jülich.

 
 
1948-04-24
Der Kölner Flughafen Butzweilerhof wird auf Anordnung der britischen Militärregierung offiziell beschlagnahmt 1946-12-00. Alles deutet darauf hin, daß die Briten den Butzweilerhof nun selbst als Militärflugplatz nutzen wollen.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind auf dem Platz laufend die Bombenblindgänger des gesamten Kölner Regierungsbezirks gesprengt worden und haben das Flugfeld mit hunderten großer Krater übersät. Diese sind jetzt im Frühjahr zum Teil wieder eingeebnet. Im kommenden Sommer summieren sich die Bombentrichter immerhin noch auf etwa 600.

Gleichzeitig verdichten sich die Gerüchte, daß die britische Militärregierung plane, den Flughafen Düsseldorf-Lohhausen zum Zivilflughafen des Westens auszubauen. Die alarmierten Kölner Stadtverordneten erinnern sich in dieser Situation einer möglichen Alternative, die schon in den Jahren 1941/42-00-00 zum Plan herangereift war: des Zentralflughafens. Danach sollte zwischen Esch, Pesch und Roggendorf ein gemeinsamer Großflughafen für die Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf entstehen. Diesbezügliche Besprechungen fanden jetzt bereits am 1947-10-30 statt.

 
 
1948-04-28
Der Kölner Ballonfahrer Hans Hiedemann (geb. 24.08.1862 in Köln) verstirbt in den USA im 86. Lebensjahr
 
 
1948-05-00
Der Stadt Köln ist es aufgrund der Gesetzeslage erst jetzt möglich, die durch eine Anweisung der britischen Militärregierung vom 1945-11-00 aufgezwungenen Verpachtungen von Gelände des ehemaligen Flughafens Köln Butzweilerhof zum Zwecke der landwirtschaftlichen Nutzung zu kündigen.
 
 
1948-00-00
Auf dem Flughafen Wahn nimmt die Royal Air Force (RAF) die neue 1.850 Meter lange Startbahn in Betrieb.
 
 
1948-06-05
Auch als Landespolitiker verliert Adenauer die Belange seiner rheinischen Heimat nicht aus den Augen. Der Hilferuf der Kölner Stadtverordneten in der Flughafenfrage veranlaßt den früheren Kölner OB zur Intervention bei hohen britischen Amtspersonen. Er wendet sich heute schriftlich an den britischen Minister für zivile Luftfahrt, Lord Francis A. Pakenham, der bis Mai 1948 als britischer Deutschlandminister fungierte, und gibt diesem zu Bedenken, daß eine Verlegung des Flughafens des Westens nach Düsseldorf die linksrheinische Region und besonders Köln weiter schwächen wird.
Adenauer rechnet sich durchaus noch eine Chance für Köln als Flughafenstandort aus. Denn inzwischen ist die Nachbarstadt Bonn in die engere Wahl für den künftigen Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland gekommen.
 
 
1948-00-00
Die vom 1945-06-21 bis zum 1948-04-24 durch Sprengung von Bombenblindgängern aus dem gesamten Kölner Regierungsbezirk auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens Köln Butzweilerhof entstandene Bombenkrater wurden teilweise im Frühjahr wieder eingeebnet.
Etwa 600 sind jedoch jetzt noch vorhanden.
 
 
1948-10-00
Während der Planungen für den Rhein-Ruhr-Flughafen (1948-04-24) hält sich die britische Militärregierung in der Flughafenfrage öffentlich außerordentlich zurück.
Obwohl alles darauf hindeutet daß die Briten Lohausen favorisieren, geben sie den Städten des Rhein-Ruhr-Gebiets noch einmal Gelegenheit, ihre Standpunkte zum künftigen Zivilflughafen des Westens darzulegen.
Bei dem Treffen im Düsseldorfer Stahlhof dürfen die Oberbürgermeister der Städte Düsseldorf, Dortmund, Essen und Köln im Beisein des Leiters der britischen Luftfahrtbehörde für Deutschland, der Civil Aviation Branch, erneut für ihre Flughäfen argumentieren.
Mögen die Kölner mit Statistiken über Übernachtungszahlen, Zugverbindungen und Transportleistungen noch so überzeugende Argumente für den Zivilflughafen Köln präsentieren, die Briten entscheiden schließlich aus einem ganz pragmatischen Grund für Düsseldorf. Denn hier befindet sich der Sitz der Militärregierung und diese will ihren Flughafen in Lohausen.
 
 
1948-12-18
Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer bittet in einem Schreiben an den Unterstaatssekretär im Britischen Außenministerium, Sir William Strang, sich dafür einzusetzen, daß die Beschlagnahme des Flughafens Köln Butzweilerhof durch die Royal Air Force (RAF) vom 1948-04-24 wieder aufgehoben und die Nutzung des Kölner Flughafens als Bombenabwurfübungsstelle gestoppt wird.
Es bestehe sonst Gefahr, „daß der Kölner Flughafen durch diese Übungswürfe erhebliche Schäden erleidet und für die zivile Luftfahrt unbenutzbar wird.“

Er bittet Strang weiter, bei der bevorstehenden Entscheidung für einen zivilen Rhein-Ruhr-Flughafen „die Entscheidung für Köln herbeizuführen“. Als Argumente für den Standort Köln führt er die bekannten verkehrstechnischen Vorteile des Butzweilerhofs und die zentrale Lage Kölns im Eisenbahnnetz an; auch seine persönliche Verbundenheit mit Köln verhehlt er nicht. Wichtiger aber ist die zu erwartende Beschlußfassung in der Hauptstadtfrage. Denn „für den Fall, daß die Entscheidung für Bonn ausfällt (...), wird der Flughafen Köln als ziviler Flughafen eine große Bedeutung für Bundesparlament und Bundesregierung bekommen“.

 
 
1948-00-00
Der Plan des Köln-Düsseldorfer Rhein-Ruhr-Flughafens steht bereits jetzt nicht mehr zur Debatte.
Nachdem die Kölner Stadtverordneten gefordert haben, den Ausbau von Lohausen ganz zu stoppen, tritt die Landesbehörde von dem Vorhaben zurück. Differenzen über die gemeinsame Finanzierung des Millionen-Projekts kommen hinzu.
Auch der Butzweilerhof ist wegen der Beengtheit des Terrains mittlerweile aus dem Rennen.
 
 
1949-01-14
In gleicher Absicht wendet sich Adenauer „in meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Parlamentarischen Rates“ an General W. Henry Alexander Bishop, Stabschef bei der Düsseldorfer Militärregierung.
Die Entscheidung in der Hauptstadtfrage quasi voraussetzend, stellt Adenauer die günstige Lage des Kölner Flughafens für Bonn heraus: „Es ist darum sehr wünschenswert, daß ihre Entscheidung für Köln fallen wird. Der Kölner Flughafen und die Kölner Flugverbindungen sind naturgemäß für die zukünftige Bundesregierung und das zukünftige Bundesparlament außerordentlich wertvoll.“
Die Bemühungen Konrad Adenauers zeigen jedoch bei der britischen Militärregierung zunächst keinen Erfolg. Auftrieb erhält der Standort Köln erst wieder, nachdem der Parlamentarische Rat am 1949-05-10 Bonn zum Regierungssitz der Bundesrepublik bestimmt und somit seine Heimatstadt wenigstens vom Dienstleistungsbedarf profitiert.

Die Wahl von Bonn hat laut Adenauer auch für Köln weitreichende Folgen, so „daß es sich jetzt in erster Linie darum handeln wird, den Flughafen Köln zu einem modernen Flughafen auszubauen.“ Den Kölner Kommunalpolitikern, Oberbürgermeister Robert Görlinger und Stadtdirektor Willi Suth rät Adenauer am 1949-05-11 dringend, „in dieser Angelegenheit engste Verbindung mit uns zu halten.“ Denn Bonn benötigt in absehbarer Zeit einen „Regierungsflughafen“ in der Region.

Anm.: Über den Fortgang in der Flughafenfrage ist Konrad Adenauer stets ausgezeichnet informiert. Denn sein zweitältester Sohn Max sitzt seit 1948-04-00 (-02-00 nach Su9) als Kölner Beigeordneter im Dezernat für Wirtschaft und Häfen. Am 1953-07-31 löst der Jurist Dr. Max Adenauer seinen Onkel Willi Suth im Amt des Kölner Oberstadtdirektors ab.

 
 
1949-00-00
Die Suche nach einer Alternative in der Flughafenfrage bringt einen weiteren Standort in die Diskussion. Die Rede ist vom ehemaligen Artillerieschießplatz in der Wahner Heide, der schon vor dem 1. Weltkrieg von dem auf dem Butzweilerhof stationierten
3. Fliegerbataillon genutzt und im 2. Weltkrieg zum Fliegerhorst ausgebaut worden war.
Hier ist jedoch auch das Problem, daß der Platz von der Royal Air Force (RAF) besetzt ist. Die Briten haben um die Jahreswende 1946/47 mit dem Ausbau zur „R.A.F.-Station Wahn“ begonnen und hier Nachtjäger und Jagdbomber stationiert.
Anstelle der vorherigen Startbahn aus Stahlplatten ist eine Betonpiste angelegt worden.
Parallel dazu wurde eine 1.850 Meter lange Startbahn errichtet und 1948 in Betrieb genommen.
Anders als im Fall Butzweilerhof sind die Briten jedoch bereit, Wahn für den zivilen Flugverkehr zu öffnen. Wahn hat außerdem gegenüber dem Butzweilerhof den entscheidenden geographischen Vorteil, ausbaufähig zu sein.
 
 
1949-00-00
Indessen bleibt der Butzweilerhof in der Hand der Royal Air-Force (RAF).
Ein kleiner Teil des Flughafengeländes wird von belgischen Truppen als Exerzierplatz genutzt.
 
 
1949-00-0
Mit einer Postkarte werden die Motorsportflieger zu einem Wiedersehen aufgefordert. 72 eingetragene Mitglieder des ehem. Kölner Clubs für Luftsport (KCfL) überbrücken die ihnen auferlegte Wartezeit mit Vorträgen und geselligen Zusammenkünften.
 
 
1949-02-14
Gründung des „Kölner Klub für Freiballonsport e.V.“ unter verantwortlicher Leitung von Hans Stüttem und seiner Mitstreiter Christian Geusgen und Walter Heymer, alle drei bewährte und alterfahrene Freiballonführer aus der Vorkriegszeit.
 
 
1949-04-00
Die britische Fluggesellschaft British European Airways (BEA) eröffnet den regelmäßigen Flugverkehr in Düsseldorf-Lohausen.
 
 
1949-04-00
Das „Büro Bongers“ unter Hans M. Bongers, dem ehemaligen Verkehrsleiter der alten Deutschen Lufthansa (DLH), wurde von Bundesverkehrsminister Seebohm mit dem Wiederaufbau des deutschen Luftverkehrs beauftragt.
In der Standortfrage für dieses Vorbereitungsbüro entschied man sich jetzt für Köln.
Im Gespräch waren außer Köln noch die Städte Bonn und Düsseldorf.
Bongers und seine Mitarbeiter ziehen zunächst in einen Neubau am Kaiser-Wilhelm-Ring, später in die alte Universität an der Claudiusstraße.
Der Kölner Beigeordnete im Dezernat Wirtschaft und Häfen, Dr. Max Adenauer, kann bei der Suche nach preisgünstigen Büroräumen helfen.
 
 
1949-00-00
Der Kölner Josef Merten führt alte und junge Fliegerkameraden wieder zusammen.
Auf Initiative Mertens treffen sich die Kölner Segelflieger bereits seit 1947-00-00 regelmäßig im Keller des Eiscafés Giovanni Vanoletti in der Schildergasse 98 (93*)).

Anm.: U.a. auch die ehemaligen Vorkriegsflieger Hans Hoffmann, Hermann Terjung.

Er bahnt die ersten Beziehungen zu Prof. Carl Diem an, der nach dem Krieg die Leitung der Sporthochschule in Köln übernommen hat und Sportreferent der Bundesregierung ist 1950-01-00.
Prof. Carl Diem hat erheblichen Anteil an der Wiederzulassung des Segelflugsportes.

 
 
1949-00-00
Gründung des „Klub für Segelsport“ in Köln.
 
 
1949-00-00
Neugründung der Sportgemeinschaft Deutsche Jugend Kraft DJK-Roland, Köln-West, die ab 1958 eine Abteilung Flugsport erhält.
 
 
1949-00-00
Der Beigeordnete der Stadt Köln, Dr.jur.Max Adenauer, ist in nächster Zeit, bei den Bemühungen um einen neuen Kölner Flughafen, auf das ehemalige „Luftkreuz des Westens“, Köln Butzweilerhof fixiert.
Die Besatzungsmacht, die Engländer, entscheiden sich jedoch für Düsseldorf-Lohhausen, sicher nur aus dem einen Grund, weil dort die Regierung ist. Die Stadt opponiert; Adenauer sammelt alle Argumente, die absolut für Köln sprechen, das mehr Verkehrsaufkommen hat als die anderen drei (Dortmund, Essen-Mülheim und Düsseldorf) zusammen. Bei der entscheidenen Beratung in Düsseldorf bleibt es bei dem Entscheid Düsseldorf-Lohhausen.
Das nächste Kapitel heißt dann Bemühungen um einen Zentralflughafen. Der Standort soll zwischen Neuß und Köln liegen. Das Konzept des Stuttgarter Gutachters, Dipl. Ing. Gerlach, brachte als Ergebnis den Raum Esch-Pesch-Roggendorf. Die Landesregierung in Düsseldorf akzeptiert zunächst. Die Kölner Bedingung, Düsseldorf-Lohhausen nicht weiter auszubauen, brachte jedoch von Düsseldorf das „Nein“.
Die Stadt Köln bemüht sich dann in der Folge um Wahn, das von der Royal Air Force (RAF) besetzt ist.
 
 
1949-09-15
Konrad Adenauer, der heute zum ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wird, setzt den „Regierungsbonus“ zugunsten des Flughafens Wahn geschickt ein.
Mit dem bekannten Engagement, das zuvor dem Butzweilerhof galt, kämpft er nun für die Eröffnung des zivilen Flugverkehrs in Köln-Wahn.
 
 
1949-10-00
Die britischen Planungen im Hinblick auf die weitere Nutzung des Flughafens Köln Butzweilerhof konkretisieren sich.
Die Briten erkundigen sich beim Kölner Oberstadtdirektor Suth u.a. danach, wie der Kölner Arbeitsmarkt im Hinblick auf Monteure und andere Handwerker aussieht.
 
 
1949-00-00
Auf der Wasserkuppe in der Rhön treffen sich aus allen Zonen Deutschlands ehemalige Segelflieger.
 
 
1949-11-00
Es verdichten sich die Anzeichen dafür, daß die englische Luftwaffe mit hohem Pesonalbestand den Butzweilerhof beziehen wird.
Auf dem Platz soll die RAF - Bauleitung für die Flughäfen der gesamten britischen Zone untergebracht werden. Für die geplanten Wiederherstellungsarbeiten benötigt die Militärverwaltung etwa 400 Arbeiter.
Den Ford-Werken, die die zweite Flugzeughalle auf dem Butzweilerhof gemietet haben, wird bis zum 1949-11-14 der Mietvertrag gekündigt.
 
 
1949-11-12
Erstes Resultat der Zusammenkünfte der Kölner Segelflieger unter Josef Merten im Eiscafé Vanoletti an der Schildergasse 93 (98) 1949-00-00 ist die Oganisation des Kölner Fliegerballs.

Anm.: In dieser Gruppe dabei: Hans Hoffmann und Hermann Terjung. *)

*) später Flugkapitän der Lufthansa (und Moderator von Luftfahrtsendungen im TV)

Auch werden bei Vanoletti die ersten Motorteile zusammengetragen, die für einen späteren Windenbau brauchbar erscheinen.

 
 
1949-00-00
Der „alte“ „Kölner Klub für Luftfahrt“ organisiert sich unter dem Dach des neu entstandenen Deutschen Aero Club zum dritten Mal unter der wiederum veränderten Bezeichnung „Kölner Klub für Luftsport e.V.“
   
   
                                         
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