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     Die Neunutzung des Butzweilerhofs
2002 wurde der Butzweilerhof an die Stadtsparkasse bzw. deren Tochterunternehmen SK Corpus verkauft. Es gab Bestrebungen, die historischen Gebäude abzreissen. Somit war es nötig, eine Neunutzung für die Gebäude zu finden. Aus diesem Grund erstellte ich das hier vorgestellte Konzept und schickte es an verschiedenen Institutionen in der Hoffnung, dass zumindest eine Idee aufgegriffen wird, um den Butzweilerhof zu retten.
Dieses Konzept möchte ich hier vorstellen.
 
                               
Anmerkung:
Leider wird für das Gebäudeensemble immer wieder der Ausdruck "Tower" und "Hangar" benutzt. Diese Bezeichnungen sind falsch und entsprechen nicht der historisch korrekten Bezeichnung. Die so bezeichneten Gebäude der Flughafenerweiterung wurden 1936 fertiggestellt. Es dürfte verständlich sein, dass man damals hier keine englischen Ausdrücke benutzte.
 
Die korrekte Bezeichnung ist "Turm der Luftaufsicht" oder auch "Polizeiturm" und "Halle 1" bzw. "Halle 2".
 
                               
 
                                           
                                           
       
Das Haus in der Halle
         
                 
                                           
                           
Eine Idee von Werner Müller
 
                                           
Wirtschaftliche Nutzung der Hallen 1 mit Turm der Luftaufsicht und des Betriebshof der historischen Gebäude des Butzweilerhofs als Büro- und Geschäftsräume.
 
                                           
                                           
                       
  1 Haus in der Halle      
                         
                         
    2) Nutzung des Betriebshof  
                         
                         
    3) Das Rollfeld  
                                           
                                           
Die vorliegende Idee bezieht sich auf die Hallen 1 mit dem Turm der Luftaufsicht, des Betriebshofs und des Rollfeldes.
Meine Idee könnte als „Haus in der Halle“ bezeichnet werden.

Für den Fall, dass keine wirtschaftliche Nutzung für die FlugzeugHALLEN gefunden wird, ist es vielleicht möglich die Hallen als Büro- und Geschäftsräume zu nutzen. Wichtig bei dieser Idee ist, das keine großen baulichen Veränderungen an den Hallen vorgenommen werden. Auch der Außenbereich bleibt unverändert. Die gemachten Einbauten können ohne großen Schäden für die Gebäude zurückgebaut werden. Sowohl dem Denkmalschutz als auch den wirtschaftlichen Interessen wird Rechnung getragen.
Innerhalb der Halle werden Decken eingezogen die auf separaten Säulen gelagert sind und sich an die Hallenwände „nahtlos“ anpassen – also ein Haus in der Halle. Somit erübrigt sich die Frage nach der Statik der Hallenwände. Die eigentliche Halle schützt mit ihren Wänden und Decken dieses offene Haus.
Zur Flugfeldseite, dort wo die ehemaligen Tore sind/waren, ist das „Haus in der Halle“ durch eine Glaswand zur Außenwelt abgetrennt.
Durch den offenen Charakter der Glaswände bleibt der optische Eindruck der Hallen erhalten.

Die ehemaligen Büros in den Anbauten bzw. ehem. Werkstätten sowie im Turm der Luftaufsicht können, wie ursprünglich geplant, als Büros weiter genutzt werden.
Die „dunklen“ Bereiche im hinteren Bereich der (ehemaligen) Halle werden als Konferenzsäle, Toiletten, Kaffeeküchen, Kopiererräume, Serverräume usw. genutzt.
Nach „vorne“, zur Glaswand, werden dann die Mitarbeiterbüros bzw. Arbeitsplätze usw. eingerichtet. Auf der obersten Etage bieten die großen Fenster ausreichende Beleuchtung.
Die Stahlkonstruktion der Decken kann in die Büroarchitektur ohne Probleme integriert werden.

Auf den einzelnen Ebenen können Räume durch leichte Trennwände schnell eingerichtet werden. Somit ist es möglich auf der Parterre z.B. Ausstellungs- und Verkaufsräume zu erstellen, während darüber die Geschäftsräume angesiedelt sind.

Die ehemaligen Laufgänge über den Rolltoren werden weiterhin als Aussichtsplattformen genutzt.

 
                                           
                                           
                                           
                                           
  1 Übersicht Halle 1 mit Turm der Luftaufsicht                      
                                           
Die Rolltore der Halle 1 entsprechen nicht den originalen Toren die 1936 hier eingebaut waren. Die Front bestand aus einer frei tragenden Stahlkonstruktion (s. u.) sowie Schiebetoren die elektrisch in die Seitentaschen gefahren wurden. Somit war die gesamte Hallenfront geöffnet und Flugzeuge mit großer Spannweite wie z. z. B. Ju 52, He 111, Fw 200 oder Ju 90 konnten in bzw. aus der Halle gerollt werden. Die hier zu sehenden Rolltore wurden in den 50er Jahren von der RAF eingebaut um die Halle als Garage nutzen zu können.
                 
                         
                                           
                                           
Mein Vorschlag: Entfernen der Aluminiumtore und Einbau einer Glasfront.  
                                           
   
 
                                           
                                           
 
                                           
Mit der vorliegenden Idee werden alte Elemente unter Denkmalschutzaspekten mit neuen Ideen verbunden. Somit ist eine neue Nutzung (als Bürogebäude) denkbar. Ein Rückbau ist jederzeit möglich, die Gebäudesubstanz wird durch diese Idee nicht angegriffen und der optische Eindruck einer Flugzeughalle wird beibehalten. Die gesamte Architekturlinie der Flughafenanlage ist gesichert. Der Flughafen Butzweilerhof behält seine elegante Linie.

Für Firmen dürften diese einzigartigen Bürogebäude ein Anreiz sein dort zu exklusiv zu residieren.

Das umliegende historische Gelände sowie die große Freifläche bietet Firmen einen großen Spielraum.

Die zur Verfügung stehende Fläche müsste genau ausgerechnet werden.

Marketingaspekt: Arbeiten in der alten Flugzeughalle (Nostalgie)
Einzigartiges Bürogebäude

Firmenadresse: In der Flugzeughalle1, 50829 Köln

 
                                           
                                           
                                           
  2 Nutzung des Betriebshofs                      
                                           
Auf Grund eigener Erfahrungen und den Bemerkungen von Kolleginnen und Kollegen bei verschiedenen Sendern weiß ich, dass in diesem Gebiet Einkaufsmöglichkeiten fehlen. Kollegen bei anderen Firmen in diesem Gebiet wird es ähnlich gehen. Es ist zeitlich nicht möglich innerhalb einer Mittagspause oder kurz nach Feierabend noch schnell Lebensmittel, Geschenke o.ä. zu erwerben. Lebensmittelgeschäfte, Blumengeschäfte usw. können nur per Auto bzw. KVB in einer Entfernung von ca. 3 - 5 km erreicht werden. Aus diesem Grund schlage ich vor, den Betriebshof sowie den einstöckigen Anbau der Halle 1 (West- und Südrichtung) zum Geschäftsviertel umzubauen.
 
                                           
 
                                           

Um den historischen Grundriss des Betriebshofs wieder herzustellen, sollte unbedingt die Garage, die in den 50er Jahren von der RAF gebaut wurde, abgerissen werden. Somit ist die geschwungene Linie wieder sichtbar.

Sollte der Betriebshof nicht wieder als Garagenplatz genutzt werden, könnten die einzelnen Garagen ohne großen Aufwand zu Geschäftslokalen umgebaut werden.
Je nach Platzbedarf des Geschäfts werden Trennwände zwischen den Garagen aufgebaut.
In die ehemaligen Garagentore werden Schaufenstern bzw. Geschäftseingängen eingebaut. Die zum Vorfeld liegenden Geschäfte können sogar zwei Schaufenster - je ein Schaufenster zum Innenhof und zum Vorfeld (siehe Grundriss grüner Bereich) - nutzen. Diese großen, hellen Räume dürften für ein Blumengeschäft besonders sehr interessant sein.
Die für Geschäfte notwendigen Sozial- und Lagerräume werden im westlichen Teil des Betriebshofs angelegt (siehe Grundriss „Betriebshof“ violetter Bereich). Die Geschäftsleute können diese Räume in Kooperation nutzen.

Auch hier können diese Einbauten wieder zurück gebaut werden.

 
                                           
         
 
 
Anbau Halle1
 
   
           
 
Glasdach
 
   
           
 
Geschäfte mit Schaufenstern
auf beiden Seiten

 
   
   
   
           
 
Geschäfte mit Schaufenstern
auf einer Seiten

 
   
   
   
           
 
Sozialbereich o.
Lagerräume

 
   
   
           
           
           
                                           
                                           

Glasdach
Um den Platzbedarf der Geschäftsräume zu erhöhen bietet es sich an, den gesamten Hof mit einem Flachglasdach zu überbauen (siehe Grundriss „Betriebshof“ blauer Bereich). Dadurch entsteht ein großer Lichthof der zusammen mit den Geschäften auch bei schlechtem Wetter eine angenehme Einkaufsatmosphäre bietet. In diesem Lichthof könnte z.B. auch ein kleines Cafe eröffnet werden um den Einkauf angenehmer zu gestalten.

Dieses Glasdach sollte entweder im Bauhausstil entworfen werden, oder in einer „ausgefallenen“ bzw. modernen, expressionistischen Form die einen kompletten Gegensatz zum Bauhausstil bietet. Dieses Glasdach könnte z. B. das Thema Wind, Thermik o. ä. behandeln. Der Entwurf könnte als Wettbewerb an der FH ausgeschrieben werden.

Die beiden Einfahrten werden mit repräsentativen Türen verschlossenen. Vielleicht ist es sogar möglich anhand von Zeitzeugen und/oder alten Photo das Südtor zu rekonstruieren.
Trotz dieses Umbaus und der neuen Nutzung bleibt die architektonische Linie des Betriebshofs und somit des ganzen Komplexes unverändert. Der Grundriss bleibt erhalten und das Gebäude kann jederzeit in den Ursprungszustand zurück versetzt werden.

Sowohl die Interessen des Denkmalsschutzes als auch die wirtschaftlichen Interessen des Eigentümers werden hiermit berücksichtigt. Außerdem wird eine für diese Gegend wichtige Einrichtung in Form von Geschäften eingerichtet..

 
                                           
                                         
  3 Das Rollfeld                        
                                           
Das Rollfeld ist ein wesentlicher Bestandteil eines Flughafens. Dort spielt sich der eigentliche Zweck des Flughafens ab. Dort findet der „Betrieb“ statt. Das Vorfeld gibt dem Gebäudeensemble den Freiraum den die Architektur braucht. Dieses Vorfeld bietet auch Raum für Veranstaltungen.

 
 

Für das zukünftige Gewerbe- und Wohngebiet wird dieser Platz einen Mittelpunkt bilden. Auch die umliegenden TV-Sender dürften für diesen Platz ein großes Interesse haben um zukünftige Außenaktionen vor besonderer Kulisse durchzuführen. Die einzigartige Gebäudelinie wird ein interessanter Anziehungspunkt sein.
Auch die Nähe zum Erholungsgebiet Fühlinger See bietet neue Möglichkeit der Stadteilentwicklung.

Die hier aufgeführten Veranstaltungsideen machen das Vorfeld zu einem idealen Platz.

 
          - Flohmarkt
- Gebrauchtautomarkt
- Fahrradmarkt
- Veranstaltung Flugtage f. Modellflugzeuge (evtl. auch Modellautos)
- Gartenmarkt (Pflanzen und Zubehör) findet z.Zt in Schloßparks usw. statt
- Verkauf Weihnachtsbäume / Maibäume
- Openairkino (Sommer)
- Openairkonzert mit Bier/Wein usw.
- Frühschoppen mit Musik auf dem Butz
- Sportveranstaltung (Beachvolleyball, usw.)
- „Wein/Bierfest auf dem Butz“
- Oldtimerrennen (Start/Ziel/Feier usw.)
- Medienbürgerfest (z.Zt. im Rheinpark)
- Kinder/Schulfeste mit Karusell ect.
- Kunstmärkte (Töpfermarkt, Gemäldemarkt usw.)
- Modeschau
- OpenAir Veranstaltung (z.B. Modeschau) für RTL-Shop (und andere) mit Publikum (sehr interessant wenn Ju52 auf Vorfeld)
- Private Veranstaltungen (Geburtstage, Hochzeiten usw.)
- Sonderveranstaltungen von z.B. KölnMesse, Industrie, Handwerkskammer usw.
Besonders das Flughafenambiente biete einen einzigartigen Rahmen für
Veranstaltung rund um das Thema „Reisen“.
 
                                           
                                           
"Haus in der Halle" eine Idee von Werner Müller
 

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