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      "Flugtag zu Cöln" - 1912 - erster Flugtag auf dem Butzweilerhof
Am Peter-und-Paul-Tag, 29.06.1912, organisiert Jean Hugot (geboren 1880, Besitzer einer Maschinenfabrik und Eisengießerei in der Gumprechtstraße in Ehrenfeld. ), der Köln-Bickendorfer Flugpionier, den ersten Flugtag auf dem „Großen Flugplatz in Butzweiler“, an dem zum ersten Mal vor ca. 100.000 Zuschauern Flugübungen vorgeführt wurden. Zu dieser Zeit war dieses Gebiet noch kein offizieller Flugplatz, sondern nur eine Ackerfläche. Der Grundstein zur späteren Fliegerstation wurde erst am 15. September 1912 gelegt.

Im Vorverkauf kostet eine Karte am Startplatz 2,50 Mark, ein Außenplatz 50 Pfennig. Für damalige Verhältnisse ein extem hoher Preis. Im Programm wurde außerdem ein „Großes Konzert und Restaurant“ angepriesen.

Im Programm stand außerdem zu lesen:
" Dem verehrten Publikum des Flugtages wird zur Kenntnis gebracht, dass das Flugwesen heute noch nicht so weit entwickelt ist, dass die Flugzeuge auch bei ungünstiger Witterung aufsteigen können. "
   
                                           
"Flugtag zu Cöln" - 1912 - erster Flugtag auf dem Butzweilerhof  
Bei seinen Flugvorführungen sackt Hugot gleich in der ersten Kurve mit seiner dritten selbstgebauten Maschine, die er „Morane“ nannt, aus 10 m Metern Höhe ab. Die Maschine ging zu Bruch, weil der Hugot das Höhensteuer zu stark gebrauchte. Hugot hat Glück, ihm passierte nicht viel.

Die nächste Konstruktion kostete ihn 7000 Mark. Der wiederum von Arthur Delfosse gebaute Motor mit 50 PS brachte eine Geschwindigkeit von 80 km/h. Hugot hielt sich mit 10 Minuten länger in der Luft.
Erstmals wagt er sich jetzt auch an Rundflüge.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Flugvorführungen auf den Äckern des Bauernhofs Butzweiler. Im Hintergrund ist eindeutig die Baumreihe des Militärrings im Teilabschnitt Mengenischer Front der Festung Köln zu erkennen.
 
 
 
                   
 
                   

Wahrscheinlich auf Grund der großen Nachfrage fand im Oktober 1912 auf dem Butzweilerhof der 2. Flugtag statt. Die Eintrittspreise waren mit 2,50 und 3,00 Mark wieder sehr hoch! Außenstehplätze kosteten 0,50 Mark. Wenn man vom Marktgesetzt "Angebot und Nachfrage" ausgeht, kann man durch den hohen Eintrittspreis auf das sehr große Interesse in der Bevölkerung schließen.

 


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