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| 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000 - UPDATES | |||||
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| Die Wasserflugzeughäfen von Köln | |||||||||||||||||||||
| Bei der Beschreibung des Wasserflugzeughafens Köln muss man zwischen mehreren Wasserflugzeughäfen unterschieden werden: |
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| der Wasserflugzeughafen an St. Kunibert, | |||||||||||||||||||||
| der internationale Wasserflugzeughafen für Luftpost im Niehler Hafen | |||||||||||||||||||||
| ein Passagierflughafen an der Machabäerstrasse | |||||||||||||||||||||
| und in den 50er Jahren ein Wasserflughafen der Royal Airforce. | |||||||||||||||||||||
| Der Wasserflugzeughafen an St. Kunibert | |||||||||||||||||||||
Bereits
1914 arbeitet man auf Betreiben der AEG Berlin an der Schaffung eines
Luftboothafens in Köln und Einrichtung eines Wasserflugzeug-Verkehrs
von Köln nach Mainz. Ein planmäßiger Luftverkehr
von Köln bis Königswinter stand unmittelbar bevor. Leider
wurden diese Pläne durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges beendet. Ab Herbst/Winter 1926 führte die Westflug GmbH, Bad Oeynhausen mit Junkers F 13-Wasserflugzeugen Werbeflüge über am Rhein gelegene Städte durch. Deren Stammeinlagen sollten die finanzielle Grundlage für die Verlängerung der geplanten Rheintallinie Rotterdam-Duisburg-Köln über Bonn, Mainz und Basel ermöglichen. Dieser Plan wurde nicht durchgeführt. Ab 1927-05-16 führte dann die Deutsche Luft Hansa in Ihrem Sommerflugplan die regulären Passagierflüge von Köln - Duisburg - Rotterdam bis Ende August durch. In Höhe der Kunibertskirche, an der sog. „Kunibertsrampe“, wurde ein Floßanleger gebaut, der die zu Wasserflugzeugen umgebauten Junkers F 13 anlanden konnte. Eingesetzt waren die Junkers F 13 „Stößer“, Kz: D-373 und die Junkers F 13 „Baumläufer“, Kz: D-433. Diese Maschinen trugen auf dem Leitwerk den Firmennamen Westflug GmbH , hatten aber den typisch Luft Hansa Anstrich. Vermerk:
Daß zu dieser Zeit 1926/27 schon die Linie beflogen wurde,
geht daraus hervor, dass die Illustrierte Kölnische Zeitung bereits
1926 über einen „Luftverkehr zwischen den Rheinstädten
Köln-Duisburg-Rotterdam“ berichtete.
Weiter heißt es dort: „Zur Werbung für diesen Gedanken
veranstaltet die Kölnische Zeitung besondere Flugtage.“ |
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Der
Wasserflugzeughafen an der Kunibertsrampe, in Höhe St. Kunibert.
Hier starteten die Maschinen auf Ihrem Flug durch das Rheintal Richtung Holland. Im Jahr 1935 beflog die Lufthansa von hier die Strecke Köln - Frankfurt/M mit Wasserflugzeugen Junkers W 33. |
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Links: Um im Hintergrund die Bastei und die zweite F 13 zu sehen, bewegen Sie bitte den Cursor über das Foto. |
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| Die folgenden Wasserflugzeuge von Typ Junkers F 13 wurden auf der Rheintallinie eingesetzt: | |||||||||||||||||||||
| D 207 | "Falke" | ||||||||||||||||||||
| D 433 | "Baumläufer" | ||||||||||||||||||||
| D 463 | "Tauchente" | ||||||||||||||||||||
| D 373 | "Stößer" | ||||||||||||||||||||
| Morgens um 7.10 Uhr flog die Maschine ab und kam abends um 19.30 Uhr wieder zurück. | |||||||||||||||||||||
Wenn
Sie den Cursor über das Bild bewegen, können Sie auf
der anderen Rheinseite die alten Messegebäude von 1924 sehen. In der neuerbauten Messe begann am 12. Mai 1928 die internationale Presseausstellung "Pressa" bis Oktober. |
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Auf diesem Foto wurde die "D 433 - Baumläufer" vor einer Industriekulisse im Ruhrgebiete (wahrscheinlich Duisburg) fotografiert. Diese Maschine beflog, wie die anderen, die Strecke Köln - Duisburg - Rotterdam. Diese Maschine wurde von der Firma Westflug GmbH eingesetzt. |
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Auf
dem Seitenschild kann man schwach die Route erkennen: Köln -
Duisburg - Rotterdam. Bitte bewegen Sie den Cursor über das Bild. Die Aufnahme entstand wahrscheinlich im Duisburger Hafen. |
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Der
Text unter dem Foto lautet: "Luftverkehr zwischen den Rheinstädten" Zur Werbung für diesen Gedanken veranstaltet die Kölnische Zeitung besondere Flugtage." Die "D 373" wurde auch als Landflugzeug auf dem Butzweilerhof zur Passagierbeförderung eingesetzt. Wenn Sie den Cursor über das Bild bewegen, sehen Sie ein Foto der Maschine vor der Riesenflugzeughalle. Bitte beachten Sie das normale (Räder-)Fahrwerk. |
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Die
im Vorjahr 1927-05-26 mit Wasserflugzeugen beflogene Rheinstrecke
Köln-Duisburg-Rotterdam wurde am 14. Mai 1928 nicht wieder eröffnet.
Auch der Wasserverkehrslandeplatz am Kaiser Friedrich Ufer wurde
nicht
eingerichtet. |
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In
einem Brief vom 27. September 1927 an den OB Konrad Adenauer wird
bezgl. Überseeflughafen
Köln von einem Herrn (Name unbekannt)
geschrieben: „… habe ich schon darauf hingewiesen, dass nach einem Dafürhalten Ströme, die einen regen Schiffsverkehr ausweisen, für einen späteren Ozeanverkehr nicht in Frage kommen können. Hinzu kommt, dass auch bei Niedrigwasserstand die Tiefe des Wassers nicht ausreichen würde für große Wasserflugzeuge. Dieser Ansicht sind auch die Flugsachverständigen auf dem hiesigen Flugplatz.“ |
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| Der Wasserflugzeughafen im Niehler Hafen. | An dieser Stelle möchte ich mich bei Herrn Busch bedanken. | ||||||||||||||||||||
„Köln
als Überseeflughafen“ 12. August 1927 |
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Dr.
Heinkel hatte in seiner Werkstatt in Warnemünde bereits früh
mit Flugzeugschleuderanlagen experimentiert. So lieferte er als
einer der ersten 1925 eine Ablaufbahn an die japanische Marine.
Die dort
gewonnen Erkenntnisse verwertete er in der Anlage die er für
die beiden Schnelldampfer Bremen und Europa konstruierte. Diese
Anlagen wurden zwischen den beiden Schornsteinen eingebaut. Diese
Schleuderanlage
wurde drehbar montiert, damit das Postflugzeuge in fast jede Richtung
in den Wind katapultiert werden konnten. Die Ablaufschiene hatte
eine Länge von 27 Metern und eine Höhe über dem
Meeresspiegel von 25 Metern. Auf der Schiene war ein Startschlitten
angebracht,
der die Maschine, die mit Pilot, Bordfunker, ca. 200 kg Postsäcken
und Treibstoff relativ schwer war, auf ca. 110 km/h beschleunigte. Angetrieben wurde der Schlitten mit Pressluft, wodurch das Flugzeug in 1,5 Sekunden auf seine Startgeschwindigkeit gebracht wurde. Um die Schiene durch den Startschlitten nicht beschädigen, wurde der Schlitten kurz vor Ende mit Pressluft abgebremst. |
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Als
Postflugzeug wurde eine Heinkel 12 ausgewählt, die die Kennnummer "D-1717" erhielt.
Diese Maschine war mit einem amerikanischen Pratt&Whitney-Hornet-Motor
von 450 PS ausgerüstet . Die Maschine hatte eine Eigengewicht von ca. 2600 kg. Die Besatzung bestand aus dem Piloten und einem Bordfunker . Bei einer Geschwindigkeit von ca. 190 km/h konnte das Postflugzeug ca. 200 kg Post transportieren. Rechts: Die D-1717 beim Start vom Schnelldampfer "Bremen" |
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Der
Vierschrauben-Turbinen-Schnelldampfer Bremen war bei der Indienststellung
am 16. Juli 1929 ein Wunderwerk der Technik. Die erste Reise ging
unter der Führung von Kapitän Ziegenbein direkt nach Amerika.
Ziel war natürlich das blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung
zu gewinnen. Und so fuhr die Bremen, verabschiedet von tausenden
von Zuschauern, Richtung Amerika mit einer Geschwindigkeit von
ca. 29 kn (ca. 55 km/h). |
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| Am
22. Juli 1929, ca. 180 Seemeilen vor New York, erfolgte der erste
Start eines Postflugzeuges.
Pilot war von Studnitz. Als Bordfunker war Kirchhoff eingesetzt.
Die
Maschine startete um 13:05 Uhr.
(Kirchoff gelang es später, mit den Piloten von Gablenz und Untucht auf der Ju 52 D-ANOY "Rudolf von Thüna" eine Passage von Kabul nach China zu finden. Eine weitere spannende Geschichte.) |
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| Um
die zahlreichen Zuschauer zu sehen, bewegen Sie bitte den Cursor über
das Bild. |
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| Zum Anlass dieser Premiere wurde ein besonderer Stempel ausgegeben. | |||||||||||||||||||||
| Bitte bewegen Sie den Cursor über die Luftpost. | |||||||||||||||||||||
Nach
ca. einer Stunde Flugzeit landete die D-1717 im New Yorker Hafen
in Brooklyn an der Pier der Norddeutschen Loyd. Bereits 2 Stunden
später
wurde die Post auf dem Hauptpostamt verteilt und war dem Weg in
die gesamte USA. |
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Hier
die D-1717 im Hafen noch ohne den Schriftzug "New York" |
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Am
gleichen Tag erreichte die "Bremen", unter dem Sirenengeheul
und Geleit hunderter Schiffe, New York und hatte mit der Fahrzeit
von
4 Tage, 18 Stunden
und 17 Minuten
den
Rekord
der
britischen
"Mauretania" gebrochen und somit das blaue Band gewonnen. Die Ankunft der "Bremen" war Tagesgespräch in New York. Aber auch der erste deutsche und schnelle Postverkehr wurde besonders hervor gehoben. An diesem Mittwoch, dem 16. Juli 1929, gelangte die Post von Berlin in der Rekordzeit von 6 1/2 Tagen nach New York. |
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Am
folgenden Tag, Donnerstag den 17. Juli 1929, wurde das Postflugzeug D-1717
vom New Yorker Bürgermeister Jimmy Walker und 3500 Gästen
auf den Namen "New York" getauft.
Die Taufe fand in der Flugzeughalle von New York statt. |
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Nach
10 Tagen, am Samstag den 27. Juli 1929, fuhr die Bremen planmäßig zurück
nach Bremerhaven. Der Postflug startete planmäßig am 1. August um 9:30
Uhr auf der Höhe von Cherbourg und landete planmäßig
in Blexen, einem kleinen Ort bei Bremerhaven. Von dort wurde die Post am
selben Tag
mit einem Sonderflug nach Berlin geflogen. Somit ergab sich eine Rekordlaufzeit
von sagenhaften 5 Tagen und 11 Stunden. Auf
den Fahrten wurde der Postflugdienst fortgesetzt. Sobald die Bremen
in Reichweite der Amerikanischen Küste kam, flog das Postflugzeug
im Morgengrauen los. Auf der Rückfahrt nach Europa startete das Flugzeug in der Nähe von Cherbourg, um direkt auf den kleinen Flugplatz Blexen zu fliegen, wo eine Sondermaschine die Post nach Berlin weiter transportierte. Eine zweite Route ging nach Köln, um in der Nähe des Niehler Hafens zu wassern. Im Niehler Hafen wartete ein Postauto, um die Postsäcke auf den Butzweilerhof zu bringen, wo die Luftpost weiter verteilt wurde. |
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Die
Ankunft der "Bremen" in Bremerhaven |
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Kurz
nach 11 Uhr am 19. September 1927 landete Jobst v. Studnitz, mit
Funk-Maschinist Kirchhoff sein Katapultflugzeug Heinkel He 12 „New
York“, Kz: D-1717, in Nähe des Kölner Niehler Hafens
auf dem Rhein. |
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Die
Maschine legte an einem kleinen Holzfloß im Hafen--becken
an, das eigens als Landebrücke am Vortag dorthin transportiert
worden war. Zur Begrüßung erschienen: der Kölner Bürgermeister Bergmann, Hafendirektor Böker, Beigeordneter der Stadt Köln, Bergmann sowie Vertreter der Deutschen Luft Hansa und der Post. Das Ereignis wurde als Meilenstein der Postgeschichte gewürdigt. |
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Diese
beiden Bilder zeigen die D-1717 "New York", das Postflugzeug
der "Bremen" am Donnerstag den 19.09.1929 im Niehler Hafen. |
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Das
Wasserflugzeug war morgens gegen 6 Uhr in Höhe von Borkum von
Bord des Schnelldampfers „Bremen“ abgeschleudert worden.
Auf dem Weg nach Köln landete die Maschine zunächst in
Amsterdam. Abflug nach Köln-Niehl um 9.50 Uhr. |
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Die
Heinkel-Maschine brachte als Fracht Postsäcke aus Nordamerika
mit, deren Inhalt schnellstens mit anderen Flugzeugen vom Kölner
Flughafen Butzweilerhof weitertransportiert werden mußte. Nach der sofortigen Entladung, war die Post bereits auf dem Landungsfloß von Postbeamten gestempelt, sortiert und mit einem Postauto im Eiltempo zum Butzweilerhof befördert worden. Diese Post ging von hier teilweise bereits um 12 Uhr mit verschiedenen Maschinen weiter in alle Welt. Links: Die Postverteilstelle Butzweilerhof |
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Wie
schwierig die Schleuderflüge vor der amerikanischen
Küste waren, erlebte der Flugzeugführer der "D-1717" bei
seiner dritten Reise. Das, am 9. September 1929 in Richtung New York,
abgeschossene Flugzeug geriet nach 2 1/2 Stunden in eine so ausgedehnte
Nebelbank, dass
es umkehren musste. Mit grosser Mühe und mit Hilfe von Funkpeilungen
fand der Flugzeugführer zum Schiff zurück. Da ruhige See herrschte,
konnte das Flugzeug zu Wasser gehen und wurde wieder hochgehievt. |
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Im
Jahre 1930 konnten die Vorausflüge auf der Rückfahrt,
dank der Erfahrungen der Piloten, so verbessert werden, dass das Flugzeug
in der Regel schon am Tage vor der Ankunft des Schiffes in Southampton,
also 2 Tage vor der Ankunft in Bremerhaven, den Dampfer verliess und
die Post in Southampton ablieferte. Die Luftpostsendungen wurden
von dort sofort
mit dem Kraftwagen nach London gebracht und konnten mit dem Postflug
nach Köln, Hannover oder Berlin weiterbefördert werden.
Die Vorausflüge
ermöglichten für die Post einen Zeitgewinn von rund 20 Stunden
in der Richtung nach Amerika und von l bis 2 Tagen in Richtung
Europa. Es ist begreiflich, dass unter diesen Umständen starker
Gebrauch von der geschilderten Luftpostbeförderung gemacht wurde. Die Deutsche Reichspost und die Deutsche Lufthansa waren bemüht, in Richtung Amerika den selben Zeitgewinn von 1 - 2 Tagen wie in der Gegenrichtung zu erzielen. Zu diesem Zweck wurde das Schwesterschiff der "Bremen", die "Europa", 1930 ebenfalls mit einer Flugzeugkatapultanlage ausgestattet. Sie hatte am 25.März 1930 auf ihrer Jungfernreise unter Führung des Kommodore Johnson in einer Rekordfahrt von 4 Tagen 17 Stunden und 6 Minuten New York erreichte und damit ihrem Schwesterschiff "Bremen" das blaue Band entriss. Dieser erste Flug des Flugzeuges "D-1919" fand bereits am Tage vor Eintreffen des Schiffes in New York statt und führte über Sidney (Neuschottland) nach New York. Die Gesamtstrecke des Fluges betrug 2585 km, die in etwa 18 Stunden Flugzeit zurückgelegt wurden. Der Vorsprung vor der gewöhnlichen Schiffspost erhöhte sich so auf 2 Tage. Bei der am 16. Oktober 1930 in Bremerhaven begonnenen Reise der "Europa" und bei der Rückreise, konnten die vorgesehenen Vorausflüge nicht ausgeführt werden. Die eingelieferten Postsendungen erhielten einen Stempelvermerk über den Ausfall der Flüge. |
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Im
Oktober 1931 ereignete sich der einzige schwere Unfall in der Geschichte
der
transatlantischen Luftpostbeförderung. Am 5. September 1931 startete
die D-1717 von Bord der "Bremen" und befand sich planmäßig
auf dem Flug nach New York. Nach einer Zwischenlandung in Sidney in Neuschottland
verunglückte
die Maschine über der Cobequid-Bucht. Dabei kam Pilot Simon
und Funker Wagenknecht
ums Leben.
Post und Flugzeug waren verloren. |
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Als Nachfolger
der Heinkel 12 wurde eine Junkers J 46 beschafft. |
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Die "Bremen" wurde einen Tag nach dem
Auslaufen aus New York auf hoher See, am 1.September 1939, vom Ausbruch
des 2. Weltkrieges überrascht.
Der Kapitän ließ
das Schiff sofort mit einem Tarnanstrich versehen und nahm Kurs auf
das damals noch befreundete Murmansk in der Sowjetunion. In der
Nacht zum 13. Dezember wurden die britischen Sperrblockaden
durchbrochen und die "Bremen" gelang sicher zurück nach
Bremerhaven. Dort wurde der Gigant am Columbuskaj als Wohnschiff
für Marineangehörige
eingesetzt. Als Rache für eine dumme Ohrfeige, setzte wahrscheinlich der Schiffsjunge Adelbert Schmidt das Matratzenlager des Schiffes in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und griff auf das gesamte Schiff über. Trotz Einsatz vieler Feuerwehren, die sogar aus Cuxhafen und Hamburg zur Hilfe eilten, konnte das Schiff nicht mehr gerettet werden. Die legendäre "Bremen" sank an ihrem Ankerplatz und brannte vollständig aus. Der 17-jährige Schiffsjunge Adelbert Schmidt wurde von der Nazijustiz hingerichtet. |
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1935
- Wasserflughafen Höhe Machabäerstraße
Ein Herr Welsch, ein Nachbar von Herrn Suntrop erzählte folgende Geschichte: Auf dem Rhein in Höhe der Machabäerstr. befand sich eine Flugzeug-Anlegestelle der DLH, von der Wasserflugzeuge vom Typ Junkers W 33 (oder 34?) mit 4-6 Sitzen nach Frankfurt/M. starteten. Bei zu geringem oder keinem Passagieraufkommen, wurde die Reichsbahndirektion am Rhein angerufen und zwei Personen als Ballast angefordert. Die angeforderten Leute flogen dann mit bis nach Frankfurt/M. und kamen anschließend mit der Eisenbahn wieder zurück. Dies erfolgte kostenlos, da die ausgesuchten Eisenbahnmitarbeiter im Besitz von Dienstfahrkarten waren. Die Flüge fanden nachmittags statt. Anm.: Herr Welsch flog auch als „Ballast“ mit. Über den genauen Standort sowie Form und Art der Anlegestelle konnten keine Angaben gemacht werden. |
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| Royal Airforce | |||||||||||||||||||||
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Nach
dem Krieg nutzte die Royal Airforce den Niehler Hafen als Standort
für ein großes Wasserflugzeug. Leider ist über
den Typ und den Auftrag dieser Maschine bisher nichts bekannt. |
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