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| 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000 - UPDATES | |||||
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| Der Ausbau des Butzweilerhofs von der Fliegerstation zum Flughafen | ||||||||||||||||||||
Nachdem
sich 1925 der Abzug der Royal Air Force zum 31. Januar 1926 abzeichnete,
wurde seitens der Stadt überlegt, die ehemalige Fliegerstation
als zivilen Verkehrsflughafen
zu nutzen. Natürlich wurde auch über andere Standorte beraten.
Zu dieser Standtortwahl gehörte auch der ehemalige Schießplatz
Wahn Heide. Folgende Punkte sprachen aber für den Butzweilerhof: |
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Das
Gelände des Flughafens Köln Butzweilerhof ist eben und
hat eine dichte Grasnarbe, so daß es für das Landen
von Flugzeugen sehr gut geeignet ist. |
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| Nach
einem Urteil des Luftfahrtexperten Dr. Hildebrandt ist die ehemalige
Fliegerstation: „…für Start und Landung ausgezeichnet
und groß genug, um bei allen Windrichtungen genügenden
An- und Auslauf zu gestatten.“ Auf dem Platz sind vorhanden: |
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| (A) (B) (C) (D) (E) (F) |
Riesen-Flugzeughalle
mit einer Maschinenwerkstatt; Länge 71
m, Breite 31m/Höhe der Schiebetore: 9,80 m, |
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Diese
Anlage entsprach nach dem heutigen Stand der Flugverkehrstechnik
nicht mehr den Anforderungen, die an einen modernen Flugverkehrs-Hafen
zu stellen waren. Auch die Maße der Hallen reichen bei weitem
nicht mehr aus. Die Anordnung der Gebäude untereinander war nicht
mehr zweckmäßig. Dr.
Hildebrandt verlangte aus technischen Gründen die
völlige
Entfernung der damaligen Hallen und ihre gänzliche Neuanlage.
Die Kosten für den Ausbau des Platzes mußte die Stadt größtenteils
selbst finanzieren. |
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Auf der hier rechts
abgebildeten Karte, handelt es sich um eine sehr frühe Anfahrtsskizze
des Flughafens. Damals fuhren die Fluggäste und Besucher
über die Subbelratherstr. und die Rochusstr. zum Butzweilerhof.
Für den Neubau von 1936
wurde eine Straße gebaut, über die man direkt vom Hauptbahnhof
zum Empfangsgebäude gelangen konnte.
Diese Streckenführung ist noch heute im Straßenbild
zu erkennen. Die Stadtautobahn A 57 liegt zwischen der Ausfahrt
Innere Kanalsstr
und der Abfahrt Köln-Bickendorf genau auf der ehemaligen
Flughafenstraße.
Diese Straße führt dann über die Butzweilerstraße
und die Ikarosstraße
direkt zum Haupteingang des Flughafens. Aber
dazu später mehr. |
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Nach
Abzug der Engländer aus Köln, wurde auf dem Flughafen Köln
Butzweilerhof sofort mit den Umbauten begonnen. Die Regie für diese Umbauarbeiten lag in den Händen von Stadtbaurat Adolf Abel (1882-1968), Leiter des städtischen Hochbauamts. Da ein Abfertigungsgebäude fehlte, mußte ein Teil der alten Flugzeughalle II für Abfertigung der Passagiere, die Unterbringung der Luftverkehrsgesellschaften, des Wetterdienstes, des Zolls und der Post ausgebaut werden. Die Flugzeughalle IV wurde entfernt, um die Einschwebemöglichkeit bei dem vorherrschenden Südwestwind noch zu verbessern. In anderen, aus der Militärzeit stammenden Baracken, wurde die Flughafen-Verwaltung und die Flughafen-Funkstelle untergebracht sowie Unterkunfts- und Ruheräume für Piloten und Angestellte des Flughafens mit Bade- und Duscheinrichtungen. An diese Baracken schloss sich die Kantine an. In einer, in der Nähe des Abfertigungsgebäudes liegenden Baracke, wurde die Luftpolizei untergebracht; der Beobachtungsturm lag dicht daneben. Die technischen Anlagen - Halle III und Riesenflugzeug-Halle (R-Halle) sowie Tankanlagen - lagen in ca. 300 m Entfernung vom Abfertigungsgebäude. An der Südostecke des Platzes befanden sich die Maste der Sendestation, deren Apparate in einer danebenliegenden Baracke untergebracht waren. Eine umfangreiche Instandsetzung erforderte das Rollfeld, das durch die schweren Tanks der Engländer teilweise vollkommen zerstört war. |
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Links: |
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Bei
Landungen der ersten Verkehrsflugzeuge in Köln am 6.April 1926
waren die Arbeiten soweit fortgeschritten, dass der Verkehr ohne
größere Schwierigkeiten bewältigt werden konnte. Ab 1930 wurden verschiedenen Nachtflugstrecken in Deutschland eingerichtet. Das hieß für Köln, dass eine Nachtbefeuerungsanlage installiert werden mußte. Aber auch eine Neon-Rollfeldbeleuchtung, Ansteuerungsfeuer und Scheinwerfer wurden aufgebaut. Auf den umliegenden Gebäuden mußten Hindernissleuchten installiert und hohe Hindernisse wie z. B. der beiden Schornsteine der ehemaligen Ziegelei abgerissen werden (1934). |
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Der Hof Butzweiler |
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Links: der Haupteingang
zur Flugabfertigung, Mitte: Gebäude der Flughafenpolizei, dahinter der
Verkehrsturm, im Hintergrund rechts die Riesenflugzeughalle,
ganz rechts am Bildrand die Kantine. |
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Um
bei der Internationalen Luftfahrt-ausstellung 1928 in Berlin den
neuen Kölner Flughafen in einem repräsentativen Rahmen
vorstellen zu
können,
wurde auf Anregung von Oberbürgermeister Konrad Adenauer das hier
rechts abgebildete Gemälde des Flughafens von Professor Richard Seewald
entworfen. Das
Bild wurde dann von der Stadt Köln dem Deutschen Museum in München
geschenkt. Das Original wurde dort bei einem Bombenangriff im 2. Weltkrieg zerstört. Der
Schriftzug "KÖLN" auf dem Dach der Riesenflugzeughalle (links)
ist um 180 Grad verdreht gemalt. Der Schriftzug auf den Flughafengebäuden
befand sich in Wirklichkeit nur auf dem südlichen (rechten) Hallendach.
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| Der Flughafen Butzweilerhof aus verschiedenen Richtungen | ||||||||||||||||||||
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Die
Flughafengebäude von Süden. Links hinten die Riesenflugzeughalle.
Ander rechten oberen Ecke liegt Longerich. Noch steht die alte Werfthalle,
die aber schon bald abgerissen wird. |
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Bei diesem Flughafen lag noch alles "in Reichweite". Auf diesem Bild ist in einem Radius von ca. 100 Metern das Restaurant, die Flugabfertigung, der Verkehrsturm, die Baracke der Luftpolizei und der Abstellplatz der Flugzeuge vorhanden.Vorne links eine Dornier Merkur mit dem Kenn-zeichen D-1076. |
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Eine Junkers F
13 der Lufthansa |
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An
warmen Tagen konnte man von einem Gartencafé den Flugbetrieb verfolgen.
Diese Idee wurde 10 Jahre später, bei der Planung des Erweiterungsbaus, wieder
aufgenommen. |
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Das
Gras auf dem Flughafen wurde durch Schafe kurz gehalten. |
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Das
Flughafenrestaurant. Alles war damals noch auf kleinstem Raum.
Sogar die Luftboys liefen mit Schildern und Ausrufen
durch das Gebäude, um den Abflug des nächsten Flugzeuges anzukündigen.
Statt einer Zentralheizung bollerte ein Kachelofen. |
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Im
1. Weltkrieg wurde neben Berlin Döberitz auch für
die Fliegerstation Cöln die Aufstellung einer Riesenflugzeugabteilung
geplant. Für
diesen Zweck wurde 1916, im Norden der Anlage, eine Riesenflugzeughalle,
die größte in Europa, gebaut. Obwohl diese
Flugzeuge vom Butzweilerhof nie zum Einsatz kamen, war man doch froh,
diese Halle jetzt für
eine Nutzung im Passagierverkehr nutzen zu können. |
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Rechts:
Die Funkanlage im Niehler Hafen. Der genaue Standort der Funkmasten ist heute leider nicht mehr feststellbar. Die Höhe der Masten betrug 62 m. |
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Die Riesenflugzeughalle wurde 1937 abgerissen,
da sie bei schlechtem Wetter nur schwer zu erkennen war. Die Buchstaben des Namens "Köln" auf dem Dach der Halle hatten eine Höhe von ca. 7 Metern (s. u.). |
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Direkt
neben der Riesenflugzeughalle lag der Mannschaftsstützpunkt
Pesch. Dieser Stützpunkt wurde, wie so viele andere Befestigungen
des Kölner Festungsrings, auch geschleift. Auf dem oberen
Bild sind die Überreste der Befestigung links neben der Riesenflugzeughalle
zu sehen.
Im Hintergrund liegt Longerich. |
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Der
Stützpunkt wurde nach verlorenen 1. Weltkrieg gesprengt. Die Überreste liegen
heute unter einer dicken Erdschicht verborgen auf dem Gelände
des Coloneums. |
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Der
Verkehrsturm des Flughafen Butzweilerhofs - der 1. Flughafen-"Tower"
von Köln |
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Verkehrsturm
ab 1. Februar 1926 |
1.
Modernisierung 1927 |
2.
Modernisierung 1929 |
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Der
Aufsichtsbeamte steht bei Wind , Regen und Sonne im Freien. Ein
kleiner Raum (Grundfläche 1 qm ?) bot ihm ein bißchen
Schutz vor dem Wetter. Zu dieser Zeit steckte ein ziviler Luftverkehr
noch "in den Kinderschuhen". Somit gab es
keine Erfahrung mit dieser Art von Betriebsraum. |
Auf
dem Verkehrsturm wurde eine Uhr installiert, auf der die Uhrzeit
von zwei Seiten aus gelesen werden konnte.
Oben auf der oberen kleinen Plattform wurde ein "Drehfeuer" installiert,
um Nachts anfliegenden Flugzeugen die Orientierung zu erleichtern. |
Die
Aussichtsplattform ist 1929 nun komplett umbaut worden zu einem,
wie heute üblichen, geschlossenen Raum. Auf dem Turm wurde
das alte Drehfeuer durch einen Richtscheinwerfer ersetzt. |
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Hier
eine seltene Nachtflugaufnahme, die der Luftpolizist Albert Grünberg
auf dem Butzweilerhof aufgenommen hat. Deutlich ist das Drehfeuer auf dem Verkehrsturm zu sehen. Von rechts strahlt ein Scheinwerfer in das Bild ein. Leider ist der Standort dieses Scheinwerfers z. Zt. nicht bekannt. |
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Auf
Grund der immensen Entwicklung in allen Sparten und der zentralen
Lage in Europa,
bekam der Butzweilerhof bald den Spitznamen "Luftkreuz des Westens".
Hier ein Bild vom Sommer 2007. |
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